Das Archiv bietet Ihnen die special Beilagen zur Zeitschrift Wissenschaftsmanagement aus den Jahrgängen 2004 bis 2013 im PDF-Format kostenlos zum Download.
Im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD bleibt die große Zukunftsrichtung offen
Zum Einstieg eine quantitativ-statistische Annäherung. Der Koalitionsvertrag, auf den sich Union und Sozialdemokraten verständigt haben, der gleichwohl von den Parteien noch schlussendlich akzeptiert werden muss, ist ein politisches Formulierungskunstwerk aus 63.436 Worten. Das Kapitel 1.2., das die zentralen Aussagen zu den Themen Bildung und Forschung enthält (weitere Forschungsaussagen sind im Text verstreut), besteht aus 4.534 Wörtern, das ist ein Anteil von 7,14 Prozent. Das Unterkapitel zu den Hochschulen hat einen Wort-Anteil von 1,96 %, das zur Forschung 2,34 %, weil der Bund hier mehr Zuständigkeiten besitzt. Der Rest des Kapitels äußert sich zu Allgemeiner Bildung.
Mit insgesamt zehn Empfehlungen für eine bessere Wissenschaftspolitik sucht die Fraunhofer-Gesellschaft die Rahmenbedingungen für Forschung in Deutschland zu verbessern, um Antworten auf die globalen Herausforderungen der Zukunft zu finden, Innovationen zu fördern und so den Wohlstand zu sichern. Der Katalog reicht von der Forschungsfinanzierung über die Wettbewerbsstärkung bis hin zur Internationalisierung. Dabei haben die Fraunhofer-Strategen die außeruniversitären Forschungseinrichtungen genauso vor Augen wie die Hochschulen, nationale Leistungszentren wie europäischen Forschungsraum.
Antrittspressekonferenz von Johanna Wanka in Berlin
Johanna Wanka (CDU) stellt eine Woche nach der Ernennung zur neuen Bundesministerin für Bildung und Forschung ihre wichtigsten Vorhaben vor – mit Blick auch über die Bundestagswahl hinaus. Dabei will sie „fortsetzen, was in den letzten Jahren gelungen ist“. Das beinhaltet den Hochschulpakt, die „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ und auch die angestrebte Grundgesetzänderung von Artikel 91b. Wichtig dabei für alle Wissenschaftseinrichtungen: Wanka gibt die Zielsetzung aus, die „Investitionen in Bildung und Forschung weiter zu steigern“. Gut für die Studierenden: Dies schließt Erhöhungen des BAföG mit ein.
Auf wissenschaftsmanagement.de finden Sie jeden Freitag aktuelle Geschehnisse aus dem Bundestag, die das Wissenschaftsmanagement, die Hochschullandschaft, Forschung, Lehre und Transfer betreffen.
Im Hinblick auf die Bundestagswahl muss die Wissenschaft endlich Einzug in die Parteiprogramme halten – frühzeitige Lobbyarbeit ist hierfür unabdinglich
Der politische Alltag wird zunehmend nur noch von einem Datum bestimmt – der Bundestagswahl im September 2013. Die Kandidatinnen und Kandidaten der Parteien stehen bereits weithin fest. Fest steht auch, dass sich zum einen knapp 100 Bundestagsabgeordnete nicht mehr um ein neues Mandat bewerben, und zum anderen der künftige Bundestag wegen des neuen Wahlgesetzes über bis zu 700 Abgeordnete (einschließlich Überhang- und Ausgleichsmandaten) verfügen wird. Und was hat das alles mit der Wissenschaft zu tun? Mehr als sich die meisten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vorstellen, die oft noch immer meinen, Nichteinmischung in die Politik sei für die Wissenschaft nach wie vor am besten. Denn wer kann schon wissen, wer die Bundestagswahl tatsächlich gewinnt, welche Koalition das Rennen um die künftige Regierung macht – und was ist, wenn man auf die Partei gesetzt hat, die in der Opposition landet?
Dr. Steffi Ober Projektleiterin "Forschungswende" für die Vereinigung der Deutschen Wissenschaftler e.V.
im Gespräch
Anfang Juli kamen in Berlin 50 Vertreter von Umweltverbänden, Kirchen, Gewerkschaften sowie Verbraucherschutz- und entwicklungspolitischen Verbänden zusammen, um in einem Workshop die Bildung einer „zivilgesellschaftlichen Plattform zur transformativen Wissenschaftspolitik“ vorzubereiten. Wir sprachen mit Dr. Steffi Ober, Projektleiterin „Forschungswende“ bei der (VDW), die das Projekt in den nächsten zwei Jahren betreut.
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17. - 21.9.: Wissenschaftsfreiheitsgesetz und Bologna-Reform
DFG und Wissenschaftsrat verkünden die Sieger in der dritten Runde der Exzellenzinitiative.
Die Entscheidung ist gefallen. Der Bewilligungsausschuss aus Wissenschaft und Politik hat die Gewinner der dritten und letzten Runde bekannt gegeben. Wer zu dem glücklichen Kreis der 45 Graduiertenschulen, 43 Exzellenzcluster oder gar der elf Eliteuniversitäten gehört, kann sich auf eine staatliche Förderung von insgesamt 2,7 Milliarden Euro von November 2012 bis 2017 freuen.