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"Die Macht des Einzelnen", "Neuer Forschungsschwerpunkt in der Türkei" und "Neue Standards für die Funktechnologien der Industrie 4.0"

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Ralf Bohlsen

Neues aus der Forschung

"Die Macht des Einzelnen", "Neuer Forschungsschwerpunkt in der Türkei" und "Neue Standards für die Funktechnologien der Industrie 4.0"

04.08.2015 - 05.08.2015

In dieser Rubrik fassen wir in loser Folge interessante Pressemeldungen aus der Forschung und Wissenschaftseinrichtungen zusammen. Ebenso berücksichtigen wir ausgewählte Veranstaltungshinweise. Wir verlinken für Sie die jeweilige Meldung. Ihre Redaktion.

Bild: Gerd Altmann/pixelio www.pixelio.de

Die Macht des Einzelnen
Max-Planck-Institut für Neurobiologie Hemmende Synapsen beeinflussen Signale im Gehirn mit hoher Präzision. Nervenzellsignale können von einzelnen Kontakten moduliert und blockiert werden. Informationen werden in unserem Gehirn über Billionen von Synapsen von einer Zelle zur nächsten weitergegeben. Für einen optimalen Datenfluss ist jedoch nicht nur die Übertragung von Informationen wichtig, sondern auch ihre gezielte Hemmung. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Neurobiologie in Martinsried konnten nun in Mäusen zeigen, dass selbst einzelne hemmende Synapsen die Signalverarbeitung maßgeblich beeinflussen können. Die Studie ergänzt ein wichtiges Puzzleteil zum Verständnis dieser grundlegenden Gehirnfunktion, die auch bei manchen Krankheiten eine Rolle spielt. Das menschliche Gehirn besteht aus rund 100 Milliarden Nervenzellen. Jede dieser Zellen ist über mehrere hundert bis tausend Synapsen mit anderen Zellen verbunden. Unser Denken, Handeln und Fühlen, aber auch unsere Organ- und Körperfunktionen werden durch die synaptische Informationsweitergabe gesteuert – in jeder Sekunde sind es viele Billiarden Impulse. Damit dieser enorme Datenstrom in geregelten Bahnen läuft, gibt es erregende Synapsen, die Informationen zwischen Zellen weitergeben, und hemmende Synapsen, die den Informationsfluss eingrenzen und verändern. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Neurobiologie konnten nun in Mäusen zeigen, dass selbst einzelne hemmende Synapsen die Signalverarbeitung in den Dendriten anderer Zellen entscheidend beeinflussen. Die Neurobiologen untersuchten den Einfluss der dendritischen Hemmung auf Nervenzellen im Hippocampus, einem Gehirnbereich, in dem unter anderem Kurzzeit- in Langzeiterinnerungen umgewandelt werden. Mit einer fein abgestimmten Kombination verschiedener Methoden konnten die Forscher durch das Mikroskop beobachten, wie schon einzelne hemmende Synapsen die Stärke und Ausbreitung eines Signals in der gehemmten Nervenzelle erheblich veränderten. Die Ergebnisse zeigen, dass Nervenzellsignale durch hemmende Synapsen mit einer Präzision von wenigen Millisekunden und Mikrometern in ihrer Amplitude reguliert werden können. http://www.neuro.mpg.de/3263010/news_publication_9349088?c=2163

 

Neuer Forschungsschwerpunkt zum Verhältnis von Mensch, Medizin und Technik in der Türkei
Max Weber Stiftung Das Orient-Institut Istanbul baut gemeinsam mit dem Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) am Karlsruher Institut für Technologie ein neues Forschungsfeld zum Thema „Mensch, Medizin und Gesellschaft“ auf. Rasante und dynamische Entwicklungen in Wissenschaft, Medizin und Technik stellen moderne Gesellschaften vor neue Herausforderungen. Daraus ergeben sich Fragen, wie diese Entwicklungen sozio-technische, sozio-kulturelle und sozio-politische Prozesse beeinflussen. Für eine junge und dynamische Gesellschaft wie die türkische sind diese Fragen besonders wichtig. Daher baut das Orient-Institut Istanbul das neue Forschungsfeld „Mensch, Medizin und Gesellschaft“ unter der Leitung der Dipl.-Soz.-Wiss. Melike Şahinol auf. Aufgabe des Forschungsfeldes ist es, diese Prozesse systematisch zu untersuchen und dabei die Folgen dieser Dynamiken für Mensch und Gesellschaft zu verstehen. Innerhalb dieses Forschungsfeldes werden beispielsweise Technik-Körper-Konfigurationen und Aushandlungsprozesse über Gestalt und Wesen des Menschen behandelt. Darunter fallen Themen wie „Optimierung“ des Menschen, z. B. durch Körpermodifikationen wie Schönheitsoperationen, aber auch durch Monitoring von Vitalparametern (Self-Tracking), Reproduktionstechnologien sowie Formen der Manipulation des menschlichen Erbguts. Zentraler Kooperationspartner ist das Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) am Karlsruher Institut für Technologie. Das Orient-Institut Istanbul ist ein turkologisches und regional-wissenschaftliches Forschungsinstitut im Verbund der Max Weber Stiftung. In enger Kooperation mit türkischen und internationalen Wissenschaftlern widmet sich das Institut einer Vielzahl unterschiedlicher Forschungsgebiete. http://www.maxweberstiftung.de/aktuelles/einzelansicht-startseite/datum/...

 

Neue Standards für die Funktechnologien der Industrie 4.0
Universität Bremen Wissenschaftler des Technologiezentrums Informatik und Informationstechnik (TZI) der Universität Bremen sind Partner der Begleitforschung für das BMBF-Programm „Zuverlässige drahtlose Kommunikation in der Industrie“ (ZDKI). In der Fabrik der Zukunft werden Maschinen intensiv miteinander kommunizieren. Weil diese Kommunikation oft zwischen Tausenden von einzelnen Sensoren, Aktoren und Steuerungseinheiten in einer sich dynamisch verändernden Produktionsumgebung und mit zum Teil beweglichen Maschinen wie Roboter stattfinden wird, sind drahtlose Kommunikationstechnologien ein absolutes Muss. Allerdings existieren derzeit keine Funktechnologien, welche die harten Anforderungen im Industrieeinsatz bezüglich Reaktionsgeschwindigkeit, Zuverlässigkeit und Flexibilität erfüllen. Den Weg zu den Fabriken der „Industrie 4.0“ soll jetzt das bundesweite Programm „Zuverlässige drahtlose Kommunikation in der Industrie“ ebnen, das sich in mehreren Verbundprojekten mit der Erforschung und Umsetzung von industriellen Kommunikationslösungen befasst. Das Technologiezentrum Informatik und Informationstechnik (TZI) der Universität Bremen leistet gemeinsam mit weiteren Partnern die zugehörige Begleitforschung: Sie soll die Partner der einzelnen Verbundvorhaben auf technologischer Ebene zusammenbringen, um mittels einer im Vorfeld der Marktentwicklung abgestimmten Vorgehensweise die Standardisierung der notwendigen Funktechnologien aus Deutschland heraus zu bestimmen. http://www.uni-bremen.de/universitaet/presseservice/pressemitteilungen/e...

 

 

Bild: Gerd Altmann/pixelio www.pixelio.de