Das Archiv bietet Ihnen die special Beilagen zur Zeitschrift Wissenschaftsmanagement aus den Jahrgängen 2004 bis 2013 im PDF-Format kostenlos zum Download.
Bei mangelnder Allgemeinbildung und Mogeln im Studium endlich energisch gegensteuern
Gefälschte wissenschaftliche Ergebnisse ziehen in der Regel berechtigte Sanktionen der wissenschaftlichen Gesellschaften nach sich und weithin abgeschriebene Promotionsarbeiten nicht nur ihre Aberkennung, sondern auch Schlagzeilen in den Massenmedien. Doch das alles sind – zum Glück – Ausnahmen. Die Hochschulen kämpfen freilich mit ganz anderen Problemen, deren Auswirkungen für die Gesellschaft erheblich problematischer, ja gefährlicher sind: Die zunehmend von Professoren beklagte mangelnde Vorbildung der angehenden Studierenden und das offensichtlich unter Studierenden als normal geltende Pfuschen bei Klausuren und Seminararbeiten.
Alternatives Messverfahren zur Beurteilung der Qualität der Forschung entwickelt sich – gibt es Brücken zum Finanzrating?
Ein relativ neues Verfahren zur Messung der Qualität in einem ausgewählten Fach kommt in Schwung: das sogenannte „Rating“. Es befindet sich noch im erweiterten Entwicklungsstadium. Dennoch gilt es bereits mit drei aktuellen Beispielen des Wissenschaftsrates, Köln, als Konkurrent des traditionellen Hochschulrankings. Während beim Ranking nach Meinung der Kritiker oft unklar bleibt, welche Fakten den Ergebnissen zugrunde liegen, so arbeitet das Rating gezielt mit erhobenen Zahlen und eingebundenen Wissenschaftlern, die fachlich urteilen. Sie untersuchen direkt Angaben und Wirkungen der geleisteten Forschung in einzelnen Disziplinen. Chemie, Soziologie, Elektrotechnik und Informationstechnik liegen vor. Die Anglistik/Amerikanistik ist noch in Arbeit. Das Ergebnis wird Mitte 2013 erwartet. Eine Frage drängt sich auf: Was kann das Forschungsrating von der Erfahrung der Finanzindustrie lernen?