Das Archiv bietet Ihnen die special Beilagen zur Zeitschrift Wissenschaftsmanagement aus den Jahrgängen 2004 bis 2013 im PDF-Format kostenlos zum Download.
Im Kontext globaler Veränderungen wechseln auch die Universitäten ihr Antlitz. Eine hochkarätig besetzte Veranstaltungsreihe der VolkswagenStiftung versucht, den Wandel zu begreifen und macht in Hannover Station
Mehr Mainstream statt Eigenart, mehr Regelstudium statt selbstgewählter Individualität, mehr Wirtschaftlichkeit statt individueller Selbstverwirklichung? Im Zuge der jahrhundertealten universitären Tradition in Deutschland hat sich ein festes Bild der Lehr- und Forschungsstätten als Hort des Wissens und der Ausbildung etabliert. Doch speziell in den letzten Jahrzehnten, unter dem immer stärkeren Einfluss von Globalisierung, Sparzwängen und demografischen Herausforderungen, wird dieses Bild einem radikalen Wandel unterzogen. Im Rahmen einer mit großen Namen besetzten Vortragsreihe lädt die VolkswagenStiftung dazu ein, diese Veränderungen im Detail zu untersuchen.
Die Leibniz-Gemeinschaft betont in ihrem Jahrespressegespräch die gute Zusammenarbeit mit Hochschulen – und hofft auf die bald anstehenden Empfehlungen des Wissenschaftsrates
Ein „unbestrittener Teil der außeruniversitären, aber auch der gesamten Wissenschaftslandschaft“ sei die Leibniz-Gemeinschaft laut ihrem Präsident Karl Ulrich Mayer geworden. Bei ihrem jährlichen Pressegespräch stand vor allem die fruchtbare Zusammenarbeit mit den Hochschulen im Vordergrund. Diese sei speziell der dezentralen Struktur der Leibniz-Gemeinschaft zu verdanken. Doch am Horizont werfen die für den frühen Sommer angesetzten Empfehlungen des Wissenschaftsrates ihren Schatten: Die Gemeinschaft forderte bei dem Treffen in der Berliner Geschäftsstelle eine gesicherte Grundfinanzierung der Universitäten und eine stärkere institutionelle Förderung der Forschung.
Drei deutsche Universitäten wurden vom Wirtschaftsministerium als „Gründerhochschulen“ geadelt – und werden in den nächsten Jahren mit Millionen gefördert
Bereits während des Studiums eine Geschäftsidee entwickeln und daraus eine erfolgreiche Firma oder Organisation zu gründen – für viele Studenten ein Traum und für Ökonomen ein segensreicher Wissenstransfer in die Wirtschaft. Drei deutsche Universitäten, die solche Erfolgsstories mit einer umfassenden Strategie besonders stark fördern, zeichnete das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) jetzt mit dem Titel „Gründerhochschule“ aus – und stellt ihnen in den nächsten Jahren Millionengelder zur Umsetzung der Programme zur Verfügung. Laut Bundeswirtschaftsminister Rösler (FDP) bekäme das Thema Gründungen durch den Wettbewerb „einen Stammplatz im akademischen Betrieb“ und Gründer könnten sich „auf das konzentrieren, was sie am besten können: Wissen in die Wirtschaft zu transferieren“.
Land Brandenburg stellt 1,2 Millionen Euro zur Verfügung
Der Wissenschaftsrat legte bereits 2010 seine „Empfehlungen zur Weiterentwicklung von Theologien und religionsbezogenen Wissenschaften an deutschen Hochschulen“ vor. Jetzt spielt ausgerechnet das nicht gerade reiche Land Brandenburg den Vorreiter für einen ersten jüdisch-theologischen Studiengang an der Universität Potsdam, die auch auf anderen Gebieten wie beispielsweise der Klima- und Erdbebenforschung über einen ausgezeichneten Ruf verfügt. Das Land stellt 1,2 Millionen Euro für das Projekt zur Verfügung, so dass auch Professoren und Dozenten eine längerfristige Berufsperspektive geboten wird.
Wieder keine deutsche Hochschule in den Top 50 beim World University Ranking 2012
Zum siebten Mal hat Quacquarelli Symonds (QS) das World University Ranking veröffentlicht: www.topuniversities.com. Das Massachusetts Institute of Technology (MIT) erlangte dieses Jahr den ersten Platz, vor allem durch die Häufigkeit der Zitationen und die gestiegene Anzahl internationaler Mitarbeiter in Forschung und Lehre. Damit fiel der Gewinner des Vorjahres, die University of Cambridge auf Platz zwei zurück. Dahinter folgt die Harvard University. Die beste deutsche Platzierung erreichte die Technische Universität München (53) vor der Universität Heidelberg (55).
TU9-Rekrutierungskampagne erhält Auszeichnung als „Ausgewählter Ort 2012“
Die neun führenden technischen Universitäten in Deutschland (TU9), erhielten bei dem Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“, die Auszeichnung „Ausgewählter Ort 2012“ für ihre Rekrutierungskampagne. Das Ziel dieser strategischen Maßnahme ist es, dem Ingenieursmangel in Deutschland entgegenzuwirken. Internationaler Nachwuchs für die Studiengänge Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) soll gesucht und gefunden werden.