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Grundlagentechnologien für Quantencomputer ++ Künstliche Intelligenz ++ Studienalltag ++ wissensbasierte Demokratie ++ Wissenschaftsspionage ++ Wissenschaftskooperation ++ Forschungssicherheit

news

Ralf Bohlsen

Neues aus Wissenschaft, Forschung, Lehre und Politik

Grundlagentechnologien für Quantencomputer ++ Künstliche Intelligenz ++ Studienalltag ++ wissensbasierte Demokratie ++ Wissenschaftsspionage ++ Wissenschaftskooperation ++ Forschungssicherheit

Ein Blick zurück (KI-unterstützt) auf einige interessante Meldungen der vergangenen Tage, die die Forschung, Technologien, Lehre und Wissenschaftspolitik betreffen. Wir verlinken für Sie auf die jeweilige Originalmeldung. Die Redaktion wünscht allen Leserinnen und Lesern eine informative Lektüre.

Foto: Andrea Damm www.pixelio.de

Universität Paderborn
Schlüsseltechnologie für photonische Quantum Prozessor Units: Universität Paderborn koordiniert neues Verbundprojekt

Unter der Fördermaßnahme „Enabling Technologies für resiliente F&E-Lieferketten in den Quantentechnologien“ des Bundesministeriums für Forschung und Technologie und Raumfahrt (BMFTR) accelerator vorwettbewerbliche Verbundprojekte, die die Neu- und Weiterentwicklung Grundlagentechnologien für Quantencomputer und Quantensensorik adressieren. An der Universität Paderborn wurde das Verbundprojekt „Detector Engineering to Enable Quantum Technology“ (DETEQT) koordiniert und startet über drei Jahre mit rund sechs Millionen Euro Förderung. Ziel des Projekts ist es, Nanodrahteinzelphotonendetektoren (SNSPDs) ganzheitlich so weiterzuentwickeln, dass photonische Quantenprozessoren (QPUs) deren Leistungsfähigkeit integrierter, skalierbarer und interoperabler nutzen können.

Der Fokus liegt auf der Überwindung technischer Hürden wie begrenzter Detektor-Ausbeute, kryogener Wärmebelastung, verlustreicher Integration mit anderen Bauteilen und mangelnder Photonenzahlauflösung (PNR). Das Vorhaben strebt damit eine neu definierte Skalierbarkeit und Interoperabilität von QPUs an. Starkes Konsortium aus Wissenschaft und Wirtschaft beteiligt sich daran, darunter die Technische Universität München, die Universität Heidelberg, die Physikalisch-Technische Bundesanstalt, mehrere Unternehmen (unter anderem Swabian Instruments, Munich Quantum Instruments, Single Quantum Germany, Pixel Photonics, Quandela) sowie das Leibniz-Institut für Photonische Technologien und assoziierte Partner wie attocube systems GmbH und weitere Partner aus Münster. Parallel dazu startet das Cluster „Photonische Systemtechnik“, das sieben Verbundprojekte der Förderlinie unter der Koordination der Universität Paderborn bündelt und als Dachmarke fungiert, um Wissenstransfer und Brücken zu anderen Quantenprojekten in Deutschland zu fördern.

Quelle: https://www.uni-paderborn.de/nachricht/160984
 

Weizenbaum-Institut
Zizi Papacharissi: Wie KI unsere gesellschaftliche Zukunft verändert

Professorin Zizi Papacharissi diskutiert in ihrer Weizenbaum Distinguished Fellow Lecture am 16. September 2026 im Weizenbaum-Institut unter dem Titel „Affective AI. Dreams and Nightmares about Technology and Civic Life“, wie künstliche Intelligenz unsere gesellschaftliche Zukunft gestaltet. Sie legt den Fokus auf die emotionalen und politischen Dimensionen technologischer Entwicklungen und fragt, welche Vorstellungen von technologischem Fortschritt sich durchsetzen und welchem gesellschaftlichen Zweck KI dienen soll. Der Vortrag verknüpft technologische Innovationen mit zukünftigen Schnittstellen zwischen KI, Gesellschaft und politischem Leben und beleuchtet damit die Potenziale sowie die Ängste rund um KI im Alltag. Papacharissi, Distinguished Professor of Communication and Political Science an der University of Illinois Chicago und Leiterin des dortigen Communications Department, gehört zu den führenden Experten für digitale Medien, Öffentlichkeit und Demokratie. Sie hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, die Open-Access-Zeitschrift Social Media + Society gegründet und führt Kooperationen mit globalen Tech-Unternehmen.

Quelle: https://www.weizenbaum-institut.de/veranstaltungen/detailseite/prof-zizi-papacharissi-affective-ai-dreams-and-nightmares-about-technology-and-civic-life/ 
 

Technische Universität Braunschweig
Über 1.000 Studierende geben Einblick in Studienalltag

Im Projekt GesA Stud der TU Braunschweig untersucht Professorin Simone Kauffeld, wie Studienalltag heute mit Anforderungen und Ressourcen gestaltet wird und wie Studierende niedrigschwellig unterstützt werden können. In einer Hauptstudie mit 1.053 Teilnehmenden zeigte sich, dass Studierende im Allgemeinen engagiert bei der Sache sind, aber mittlere Werte bei Stress und Erschöpfung auftreten, was durch das Zusammenspiel aus Anforderungen und Ressourcen erklärt werden kann. Zu den stärksten Anforderungen zählen Schwierigkeiten beim Abgrenzen von Studium und Erholung, körperliche Belastung durch viel Sitzen und Bildschirmarbeit sowie der Organisations- und fachliche Bearbeitungsaufwand.

Diskriminierungserfahrungen und wahrgenommene Gefahren im Studienumfeld wurden im Schnitt als eher gering bewertet. Unterschiede zwischen Einsamkeit im Studium und störenden Umgebungsfaktoren zeigten, dass diese Themen bei manchen Studierenden zentral sind, bei anderen kaum relevant. Die größte Ressource stellen private Unterstützungsnetzwerke (Familie, Freundinnen/Freunde, Partnerinnen/Partner) dar; ebenso wird die Sinnhaftigkeit des Studiums und positive Karriereperspektiven hoch wahrgenommen. Die Kompetenz Teamarbeit wurde als schwächste Ressource eingeschätzt. Zur Unterstützung erhalten Studierende auf Basis ihres individuellen Anforderungs-Ressourcen-Profils kompakte Selbsthilfemaßnahmen, die Hintergrundwissen, Reflexionsfragen und Arbeitsblätter enthalten, damit sie sich selbst Ziele setzen und im Alltag umsetzen können. Ein Beispiel ist die 6-A-Strategie, die belastende Momente in sechs Schritten adressiert. Ziel des Projekts ist es, stigmatisierungsfreie, niedrigschwellige Präventions- und Interventionsmaßnahmen zu entwickeln, die Gesundheit und Studienerfolg fördern; dazu erhalten Teilnehmende im Verlauf eines Semesters ein individuelles Profil und passende Maßnahmenempfehlungen. Das Projekt läuft seit November 2024 bis Oktober 2027 und wird vom BMFTR gefördert.

Quelle: https://magazin.tu-braunschweig.de/pi-post/ueber-1-000-studierende-geben-einblick-in-studienalltag/


Klaus Tschira Stiftung gGmbH
Für eine wissensbasierte Demokratie

Im Rahmen einer von der Klaus Tschira Stiftung geförderten Forschungskooperation arbeiten das Max-Planck-Institut für Geoanthropologie in Jena, die Arizona State University und die Alexander von Humboldt Stiftung zusammen, um Wege zu erforschen, wie in einer zunehmend komplexen Welt gute Entscheidungen getroffen werden können. Zentrale gesellschaftliche Herausforderungen sind Städtebau, Wasserversorgung und die Energiewende, bei denen viele Interessen aufeinandertreffen und die Daten- und Informationsflut wächst. Ziel des Projekts ist es, digitale Werkzeuge und Formate zu entwickeln, die Menschen helfen, sich im Anthropozän zu orientieren und gemeinsam Zukunft zu gestalten.

Dabei sollen Betroffene, Fachleute und auch künstliche Intelligenz zusammenkommen: KI kann Perspektiven vertreten, die am Tisch fehlen, und in kurzer Zeit verschiedene Zukunftsszenarien berechnen, um die Folgen bestimmter Entscheidungen sichtbar zu machen. Im Fokus stehen regional wie global wirkende Fragen der Energiewende, doch sollen datenbasierte Modelle, anschauliche Visualisierungen und der Einsatz von KI gesellschaftliche Debatten ermöglichen und zu einer wissensbasierten Demokratie beitragen. Das Projekt baut auf dem Decision Theater der Arizona State University auf, das Formate zur gemeinsamen Zukunftsvisionierung und zum Aushandeln konkreter Lösungen bietet. Als praktischer Anwendungsfall wird eine Gemeinde in Baden-Württemberg genannt, die klimaneutral werden will, in der unterschiedliche Interessen sichtbar werden und der Austausch zwischen Menschen mithilfe neuer Werkzeuge erleichtert werden soll. Begleitforschung soll untersuchen, wie sich diese Verfahren auf andere Regionen übertragen lassen und wie Transparenz und Glaubwürdigkeit auch dort gesichert werden können, in Regionen mit KI-Beteiligung. Offenlegung von Annahmen und Datengrundlagen soll dazu beitragen, die Ergebnisse zum Gegenstand des Gesprächs zu machen, statt sie zu garantierten Endzuständen zu machen, wodurch Vertrauen in politisches Handeln gestärkt werden könnte.

Quelle: https://klaus-tschira-stiftung.de/meldungen/fuer-eine-wissensbasierte-demokratie/
 

Forschung, Technologie, Raumfahrt und Technikfolgenabschätzung
Grüne fragen nach Wissenschaftsspionage
Quelle: Bundestag.de/hib
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Forschung, Technologie, Raumfahrt und Technikfolgenabschätzung
Wissenschaftskooperation mit der Ukraine
Quelle: Bundestag.de/hib
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Forschung, Technologie, Raumfahrt und Technikfolgenabschätzung
Forschungssicherheit am CISPA Helmholtz-Zentrum thematisiert
Quelle: Bundestag.de/hib
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