Wie Hochschulen demografieresilient werden ++ robusteres Quantencomputing ++ Bauen mit Holz und Naturfasern ++ neue Technologien für die Halbleiterindustrie ++ mobile Transportroboter ++ KI-gestützte Plattform soll Bevölkerung besser schützen
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Wie Hochschulen demografieresilient werden ++ robusteres Quantencomputing ++ Bauen mit Holz und Naturfasern ++ neue Technologien für die Halbleiterindustrie ++ mobile Transportroboter ++ KI-gestützte Plattform soll Bevölkerung besser schützen
Wissenschaftsrat
Gemeinsam statt allein: Wie Hochschulen demografieresilient werden
Der Wissenschaftsrat betrachtet den demografischen Wandel als Herausforderung, aber auch als historische Chance, Hochschulen strategisch neu auszurichten. Während einige Standorte mit stabilen Studierendenzahlen rechnen, müssen andere Rückgänge bewältigen. Keine Hochschule könne diesen Wandel allein meistern: Kooperationen, gemeinsam genutzte Infrastruktur und abgestimmte Studienangebote sollen helfen, tragfähige Strukturen zu sichern.
Zugleich sollen Hochschulen bislang wenig erreichte Gruppen und internationale Studierende stärker ansprechen, um das Fachkräftepotenzial besser auszuschöpfen und Chancengerechtigkeit zu fördern. Flexible Studienformate, generalistische Bachelorangebote, eine unterstützende Studieneingangsphase sowie bessere Beratung und Wohnraumversorgung können den Zugang und Studienerfolg erleichtern.
Der Wissenschaftsrat empfiehlt Ländern und Bund, Hochschulen verlässliche finanzielle und rechtliche Rahmenbedingungen zu bieten. Die Länder sollen gemeinsame Foren zur Hochschulentwicklung schaffen, Kooperationen erleichtern und Finanzierungen stärker an Qualität, Profilbildung und Verbünden ausrichten. Der Bund soll unter anderem die BAföG-Reform voranbringen und bezahlbaren Wohnraum sowie Studierendenwerke unterstützen. Insgesamt brauchen demografieresiliente Hochschulen ein klares Profil, handlungsfähige Leitungs- und Fachbereichsstrukturen, attraktive Arbeitsbedingungen und vielfältige Partnerschaften.
Universität zu Köln
Experiment unterstützt vielversprechenden Ansatz für robusteres Quantencomputing
Physiker:innen der Universität zu Köln haben in einer Josephson-Kontaktstruktur Quantenzustände beobachtet, deren Verhalten mit theoretischen Vorhersagen zur Wechselwirkung von Supraleitung und der Oberfläche eines topologischen Isolators übereinstimmt. Die gemessenen hochtransmissiven Andreev-Zustände traten über einen breiten Bereich von Ladungsträgerdichten auf und konzentrierten sich bei angelegtem Magnetfeld teilweise auf bestimmte Kontaktbereiche. Die Ergebnisse stützen ein Modell, das einen möglichen Weg zur topologischen Supraleitung und damit zu robusteren Qubits beschreibt. Ein entscheidender Nachweis steht jedoch noch aus: Mit den bisherigen Messungen ließ sich nicht eindeutig feststellen, ob die Energielücke wie vorhergesagt schließt und sich wieder öffnet. Dafür wollen die Forschenden die Energie- und Zeitauflösung ihrer Experimente verbessern.
Universität Hohenheim
Bauen mit Holz und Naturfasern: Wie nachhaltig ist das?
Das Forschungsprojekt „Integrative Multi-Scale Modelling for Bioregional Construction“ untersucht, wie Holz und Naturfasern nachhaltig im Bauwesen eingesetzt werden können. Zwar speichern biobasierte Baustoffe während ihrer Nutzung Kohlenstoff, doch eine stark steigende Nachfrage kann Flächen- und Rohstoffkonkurrenz verschärfen und die Biodiversität beeinträchtigen. Das Team der Universität Hohenheim entwickelt deshalb ein Modell, das regionale Biomassevorkommen, globale Märkte, Landnutzung und ökologische Folgen zusammenführt. Am Beispiel der Region Stuttgart soll ermittelt werden, welche Rohstoffe lokal verfügbar sind und wo regionale Versorgung an Grenzen stößt. Ziel ist eine übertragbare Bewertungsmethode, die zeigt, welche biobasierten Baustoffe unter den jeweiligen regionalen Bedingungen sinnvoll sind.
Quelle: https://www.uni-hohenheim.de/themenservice-artikel?tx_ttnews%5Btt_news%5D=70960
Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS
Fraunhofer IPMS präsentiert neue Technologien für die Halbleiterindustrie von morgen
Das Fraunhofer IPMS präsentiert auf der SEMICON Europa 2026 Technologien für leistungsfähige und energieeffiziente Halbleitersysteme. Im Rahmen der europäischen Pilotlinien APECS und FAMES zeigt das Institut Ansätze zur heterogenen Integration, darunter 2,5D-Integration über Interposer und die quasi-monolithische Einbettung von Chiplets in Siliziumwafer. Außerdem entwickelt es eine CMOS-kompatible Siliziumnitrid-Plattform für photonische Anwendungen wie Sensorik, Photonic Computing und Quantentechnologien. Ein weiterer Schwerpunkt sind ferroelektrische FRAM- und FeFET-Speicher auf Hafniumoxid-Basis, die schnelle, nichtflüchtige Datenspeicherung bei niedriger Betriebsspannung ermöglichen. Unternehmen und Forschungspartner können auf die Technologieplattformen zugreifen und eigene Designs fertigen und erproben lassen.
Frankfurt University of Applied Sciences
Simulation und automatisierte Routenplanung für mobile Transportroboter in der Werkshalle
Das Forschungsprojekt SIMAROUTE entwickelt einen Demonstrator, der aus Werkslayouts und Materialflussdaten automatisch Routennetze für mobile Transportroboter erstellt, in der Simulation erprobt und optimiert. Unter Leitung der Frankfurt UAS arbeiten daran die SimPlan AG und der assoziierte Partner AUMOVIO SE. In AUMOVIO-Werken soll die Lösung entwickelt und mit der bisherigen manuellen Routenplanung verglichen werden. Die Routennetze werden im offenen Format LIF ausgegeben, damit sie nicht an einzelne Simulationsprogramme gebunden sind. Das 15-monatige Projekt soll Planungszeiten verkürzen und insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen den Einstieg in die Automatisierung erleichtern. Gefördert wird es durch das Land Hessen und die HOLM-Förderung.
Quelle: https://www.frankfurt-university.de
Wissenschaftsrat
Wissenschaftsrat würdigt Arbeit der Kommission für Forschungsinformationen in Deutschland (KFiD)
Der Wissenschaftsrat würdigt die Arbeit der Kommission für Forschungsinformationen in Deutschland (KFiD) und ihre praxisorientierte Weiterentwicklung des Kerndatensatzes Forschung (KDSF). Die Kommission habe wichtige Grundlagen für die Nutzung von Forschungsinformationssystemen geschaffen, Einrichtungen vernetzt und Angebote zur Einführung von FIS entwickelt. Künftig solle sie die Vorteile des KDSF noch stärker vermitteln und dessen Anwendung durch Bund und Länder fördern. Eine bessere Abstimmung mit dem Monitoring des Pakts für Forschung und Innovation könnte die Nutzung zusätzlich stärken.
Zugleich empfiehlt der Wissenschaftsrat, die KFiD strategisch sichtbarer und aktiver aufzustellen – etwa im Dialog mit Hochschulleitungen, international sowie bei Zukunftsthemen wie Künstlicher Intelligenz. Auch bei der Begleitforschung zu FIS und KDSF solle ihre Expertise stärker einfließen. Organisatorisch könnten ein rotierendes Vertretungsverfahren, ein gestärkter Vorsitz und angepasste Arbeitsgruppen den Abstimmungsaufwand verringern. Zudem sollte die KFiD die Kooperationsmöglichkeiten am DZHW in Berlin besser nutzen.
Fraunhofer-Gesellschaft
KI-gestützte Plattform soll Bevölkerung besser schützen
Im Projekt RegioGuard-PRO entwickeln Forschende des Fraunhofer EMI gemeinsam mit Partnern ein KI-gestütztes Cockpit für den regionalen Bevölkerungsschutz. Die Plattform bündelt Daten etwa zu Wetter, Infrastruktur, Verkehr, Gebäuden und Bevölkerung, um ein aktuelles Lagebild zu erstellen, Risiken und mögliche Kaskadeneffekte früher zu erkennen und Behörden bei Entscheidungen zu unterstützen. Einsatzkräfte sollen Informationen auch über ein KI-Sprachmodell abrufen können. Analysen und Was-wäre-wenn-Szenarien, etwa zu einem Jahrhunderthochwasser, helfen bei der Planung und Optimierung von Alarm- und Einsatzmaßnahmen. In Demonstrationszentren in Trier, Mainz und Wildau wird das Cockpit unter realitätsnahen Bedingungen erprobt; weitere Untersuchungen, unter anderem mit dem Landkreis Lörrach, befassen sich mit Extremwetter und möglichen Schutz- und Zufluchtsorten.



















