Das Archiv bietet Ihnen die special Beilagen zur Zeitschrift Wissenschaftsmanagement aus den Jahrgängen 2004 bis 2013 im PDF-Format kostenlos zum Download.
Entlang der Donau wird nun enger zusammengearbeitet
Bundesforschungsministerium Annette Schavan hat Minister und hochrangige politische Vertreter nach Ulm eingeladen, um dort die engere Zusammenarbeit der Donaustaaten in Wissenschaft und Forschung zu vereinbaren. Gefolgt waren ihrem Ruf EU-Kommissar für Regionalpolitik Johannes Hahn sowie Regierungsvertreter aus Bulgarien, Bosnien und Herzegowina, Österreich, Slowenien, Rumänien, Serbien, Slowakische Republik, Tschechische Republik, Ukraine und Ungarn. In einem Kommuniqué versprechen die Donauländer einen gemeinsamen Fonds zur Projektförderung von zehn Millionen Euro sowie ein gemeinsames Forschernetzwerk.
Interdisziplinär die wissenschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart in Angriff nehmen
Die Leibniz-Gemeinschaft richtet fünf Forschungsverbünde zu gesellschaftlich und wissenschaftlich hochaktuellen Themenkomplexen ein. Sie haben jeweils eine Laufzeit von fünf Jahren und erhalten eine Anschubfinanzierung von jeweils 80.000 Euro.
Auch wenn man sich erstmals eine Frau an der künftigen Spitze der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gewünscht hätte und mit der Chemikerin Katharina Kohse-Höinghaus eine geeignete Kandidatin zur Verfügung stand, ist die Wahl des Germanisten Peter Strohschneider (55) zu begrüßen. Er ist ab Januar kommenden Jahres der richtige Mann an der Spitze der größten Forschungsorganisation Deutschlands. Nicht nur, weil nach dem Biochemiker Ernst Ludwig Winnacker und dem Materialwissenschaftler Matthias Kleinert wieder ein Geisteswissenschaftler die DFG führen wird, sondern weil der neue Präsident auch große Hoffnungen im Blick auf das Wissenschaftsmanagement weckt. Denn dieses bedarf – aller erzielten Fortschritte zum Trotz – noch kräftiger Impulse.
Jahresversammlung und Jahrespressekonferenz der DFG in Dortmund und Berlin.
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft traf sich am 4. Juli in Dortmund zu ihrer Jahresversammlung und wählte einen neuen Präsidenten. Amtierender und zukünftiger Präsident sind sich in vielem ähnlich und einig – auch über den steten Wandel des deutschen Wissenschaftssystems und seiner Finanzierung. Dabei sollen, so DFG-Präsident Matthias Kleiner auf der Jahrespressekonferenz am 5. Juli in Berlin, die Universitäten im Mittelpunkt aller künftigen Strategien stehen.
Längst ist das Konzept für nachhaltiges Hochschulmanagement „Green Campus“ aus den USA auch in Deutschland angekommen. Und im Zuge der Energiewende ist es heute aktueller denn je. Doch „Green Campus“ umfasst mehr als energieeffizientes Liegenschaftsmanagement und nachhaltiges Mensaessen.
Die Lehrerausbildung wird so langsam als wichtiges Wissenschaftsmanagement begriffen
„Faule Säcke“ waren für den früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder die Lehrer. Damit sprach er vielen Menschen aus dem Herzen, die den Lehrer nur halbtags arbeiten sahen und ihm die vielen Ferientage neideten. Doch längst hat sich herumgesprochen, dass die Lehrer alles andere als „faule Säcke“ sind und dass es ohne gute Lehrer keine guten Schüler und Studenten gibt. Zugleich haben immer weniger junge Menschen Lust, selbst Lehrer zu werden – zu wenig gesellschaftliches Ansehen, zu wenig Verdienst- und Aufstiegschancen. So kommt die von Politikern der CDU/CSU und FDP geforderte Exzellenzinitiative bei der Lehreraus-bildung zur rechten Zeit. Und ein erstes Fachgespräch des Bundestagsausschusses für Bildung und Forschung zeigt, wie notwendig die Experten eine solche Initiative halten.
Studienberechtigte erwarten von einem Hochschulstudium gute Karrierechancen, ein hohes Einkommen und gesellschaftliche Anerkennung. Laut einer repräsentativen Studie des HIS – Institut für Hochschulforschung entscheidet sich ein Großteil der Studienberechtigten deshalb auch für ein Studium.
Im Rahmen der Fachveranstaltung „Kurswechsel – Neue Wege zur Professionalisierung in der Lehrerbildung“ wurde die neue Akademie für Bildungsforschung und Lehrerbildung (ABL) an der Goethe-Universität eröffnet.
Moderne Methoden machen spannende Wissenschaftskommunikation möglich
Menschenähnliche Roboter stehen im Mittelpunkt der zweiten Staffel von InsideScience. Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Projekt am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) möchte einen Dialog über Humanoide Roboter zwischen Öffentlichkeit und Wissenschaft in Gang setzen. Als Diskussionsgrundlage dienen die im Projekt produzierten und über Web 2.0-Formate verbreiteten Filmbeiträge, die Forschung verständlich darstellen. InsideScience präsentierte die aktuelle Staffel „Humanoide Roboter“ bei einer kostenlosen Filmpremiere.
Neuartiges Konzept in Greifswald an den Start gegangen
Das Alfried Krupp Wissenschaftskolleg hat ein neues Projekt zur Förderung begabter Studierender initiiert: das „Junge Kolleg Greifswald“. Unter diesem Namen startet das deutschlandweit einzigartige Projekt. Die Kollegiaten können hier neben ihrem Studium selbstständig verschiedene wissenschaftliche Veranstaltungen wie auch soziokulturelle Aktivitäten planen und duchführen. Dabei steht neben Eigeninitiative der jungen Teilnehmer die Zusammenarbeit und interdisziplinäre Vernetzung mit den Studierenden aller Fächer der Greifswalder Ernst-Moritz-Arndt-Universität im Vordergrund. Sämtliche etwa 100 Stipendiaten der in Greifswald tätigen Begabtenförderungswerke gehören dem Jungen Kolleg Greifswald als Kollegiaten an, dessen wesentlicher Programmbestandteil von diesen selbst organisierte öffentliche Veranstaltungen sind, die aber auch allen anderen Studierenden der Universität Greifwald offenstehen. Das Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald bildet das räumliche Zentrum dafür.