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Konkurrierende Partner, kooperierende Wettbewerber

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Michael Reiss und Oliver Neumann

Kooperation und Konkurrenz

Konkurrierende Partner, kooperierende Wettbewerber

Gestaltungsansätze für Coopetition im Ideen- und Innovationsmanagement

Innovationsnetzwerke sind primär durch Kooperation geprägt, also durch ein gegenseitiges „Geben und Nehmen“, was sich auch in aktuellen Mainstream-Konzepten wie Open Innovation, Crowdsourcing, Co-Innovation, Co-Creation, Innovation Communities oder strategischen Innovationspartnerschaften widerspiegelt. In der Praxis treten jedoch in der Regel Mischungen aus organisierter Kooperation und organisierter Konkurrenz auf. Der Erfolg dieser komplexen Coopetition („Koopkurrenz“) in Innovationsnetzwerken hängt dabei maßgeblich von den Kopplungsformen zwischen Kooperation und Konkurrenz ab.

Zunächst ist zu klären, wie Kooperation und Konkurrenz in der Landschaft des Ideen- und Innovationsmanagements zu verorten sind. In dieser Managementdomäne lassen sich vier recht gegensätzliche Archetypen identifizieren. Sie unterscheiden sich signifikant nach zwei Stellgrößen des Managements, nämlich dem Organisationsgrad (emergent versus organisiert) und dem Integrationsgrad (kooperativ versus kompetitiv). Die emergent-spontane Kooperation findet sich in nicht formell organisierten Open-Innovation- Ansätzen oder beim Skunk-works-Konzept im Projektmanagement, die auf einer sich selbstorganisatorisch entwickelnden Teaminteraktion aufbauen. Das Ideen- und Innovationsmanagement durch organisierte Kooperation entsteht, wenn ein Organisator formelle Spielregeln für die Kooperation – innerhalb eines Brainstormings, einer Community of Practice oder als Betreiber einer Innovationsplattform im Internet (z.B. innocentive, ninesigma, hyve, …) – vorgibt. Unternehmensübergreifend wird dies zum Beispiel in Form einer Co-Creation mit Kunden implementiert (z.B. BMW Co-Creation Lab). Der spontane, „darwinistische“ Wettbewerb bildet seit jeher einen zentralen Bestandteil eines explorativen Innovationsmanagements. Hierbei geht es entweder darum, die Innovation früher als ein Wettbewerber patentieren zu lassen und die „time-to-market“ im Vergleich zur Konkurrenz zu verringern oder als Second Mover die Innovationen eines Wettbewerbers durch Differenzierung, Produkterweiterungen, Marketing oder produktbegleitende Dienstleistungen zu entwerten (vgl. Kreutzer 2010). Einen Bestandteil dieser Wettbewerbsform bilden auch informelle, teilweise unfaire oder illegale Praktiken wie Spionage, „Ideenklau“, Patentkriege, Opportunismus oder Produktpiraterie. Ein vierter Archetyp baut auf der gezielten Organisation von Wettbewerb zwischen Ideenproduzenten auf. Hier werden beispielsweise Design-, Architektur-, Konzept- oder Problemlösungs-Wettbewerbe (z.B. der Bosch-Innovationspreis oder der Design Contest von Swarowski) initiiert, um durch die leistungsstimulierende Wirkung des Wettbewerbs sowohl den Grad der Innovativität der eingereichten Ideen zu erhöhen als auch den Ideenprozess zu beschleunigen. Im Rahmen der gesamtwirtschaftlichen oder branchenfokussierten Innovationsförderung dienen diesem Anliegen u.a. der Deutsche Innovationspreis (www.der-deutsche-innovationspreis.de), der Innovationspreis der deutschen Wirtschaft (www.innovationspreis.com), der Stahl-Innovationspreis (www.stahl-info.com) oder der Innovationspreis der Initiative Mittelstand (www.imittelstand.de)... Den vollständigen Artikel von Michael Reiss und Oliver Neumann finden Sie in der kommenden Ausgabe von Wissenschaftsmanagement. Foto: Christa Kalz/pixelio