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Hürden beim Auslandsstudium abbauen

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Bruni Köppen

MOBILITÄTSHINDERNISSE

Hürden beim Auslandsstudium abbauen

Bereits im Jahr 2009 verabschiedeten die Wissenschaftsminister der 47 Bologna‐Länder einen Benchmark für die internationale Mobilität von Studierenden.

Bis 2020 soll mindestens jeder fünfte Hochschulabsolvent während seines Studiums Auslandserfahrung gesammelt haben. In der jüngst in Bukarest veröffentlichten ersten Mobilitätstrategie für den Europäischen Hochschulraum werden Mobilitätshindernisse identifiziert, die abgebaut werden sollen. Der ebenfalls erstmals vorgelegte „Implementation Report“, der gemeinsam von Eurydice, Eurostat und EUROSTUDENT erarbeitet wurde, betont die Bedeutung des Abbaus von Hindernissen, die soziale Gruppen unterschiedlich betreffen. Die Schlussfolgerung des Berichts lautet: „If let unchecked, increases in mobility rates may lead to a new dimension of social disparity“.

Das Ziel, die Bereitschaft zur Auslandsmobilität zu erhöhen, begründen die Wissenschaftsminister damit, dass Mobilität die persönliche Entwicklung und die Beschäftigungschancen von Studierenden wesentlich beeinflusst. Zugleich diene sie einer Stärkung der kulturellen Identität Europas. Die Minister verpflichten sich in der Mobilitätsstrategie deshalb darauf, die vorhandenen Mobilitätshindernisse abzubauen. So wollen sie unter anderem die Finanzierungsmöglichkeiten für Auslandsaufenthalte verbessern, bestehende Fördermöglichkeiten effektiver kommunizieren und die Anerkennung im Ausland erworbener Credit Points an der Heimatuniversität sicherstellen. Sie wollen außerdem ihre Aufmerksamkeit besonders auf solche Studierendengruppen lenken, die bislang selten an Auslandsmobilität teilhaben. „Wichtig ist, im Blick zu behalten, welche Studierenden nicht ins Ausland gehen“, erläutert Dr. Dominic Orr vom HIS-Institut für Hochschulforschung (HIS-HF), der das international-vergleichende Projekt EUROSTUDENT leitet und in Bukarest vor Ort war.

In einem neuen Projekt hat HIS-HF die Ergebnisse der letzten EUROSTUDENT-Runde zur studentischen Auslandsmobilität für die Länder Österreich, Schweiz, Deutschland, Niederlande und Polen einer intensiveren Analyse unterzogen. Die Ergebnisse wurden in Bukarest in Form einer Broschüre präsentiert. Das Steeplechase-Projekt untersucht die Gründe, die Studierende von Auslandssemestern abhalten. Dazu zählen länderübergreifend vor allem die hohen Kosten, die Trennung von Partnern, Kindern und Freunden sowie die Sorge um einen verzögerten Studienverlauf. Nach den ersten Analysen der Steeplechase-Daten verzichten insbesondere ältere Studierende, Studierende aus nicht-akademischen Familien und Studierende mit Kindern auf einen Studienaufenthalt im Ausland.

„Entsprechende Maßnahmen, die Studierende bei der Planung und Durchführung von Auslandsaufenthalten unterstützen sollen, müssen dies berücksichtigen“, so Orr weiter. Die Ergebnisse der Steeplechase-Studie werden im Herbst 2012
veröffentlicht.

Download des Implementation Report 2012 und der Steeplechase-Broschüre:
www.eurostudent.eu