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Wissenschaftsmanagement special Ausgabe 2/2013

"Zukunftsweisende Projekte auf der CeBIT", "Führungskräfte zufrieden mit Streitkultur" und "DFG fördert Projekt Living Handbooks"

news

Ralf Bohlsen

Neues aus der Forschung

"Zukunftsweisende Projekte auf der CeBIT", "Führungskräfte zufrieden mit Streitkultur" und "DFG fördert Projekt Living Handbooks"

09.03.2016 - 11.03.2016

In dieser Rubrik fassen wir in loser Folge interessante Pressemeldungen aus der Forschung und Wissenschaftseinrichtungen zusammen. Ebenso berücksichtigen wir ausgewählte Veranstaltungshinweise. Wir verlinken für Sie die jeweilige Meldung. Ihre Redaktion.

Bild: I-vista www.pixelio.de

 

 

 

 

 

 

 

Zukunftsweisende Projekte auf der CeBIT
Hochschule Harz, Hochschule für angewandte Wissenschaften (FH)

Vom 14. bis 18. März 2016 sind der Wernigeröder Fachbereich Automatisierung und Informatik sowie der Halberstädter Fachbereich Verwaltungswissenschaften mit zukunftsweisenden Projekten auf der CeBIT in Hannover vertreten. In Halle 6 am Stand „Forschung für die Zukunft“ (B24) werden innovative Lösungen aus den Bereichen Sicherheit, elektronische Prozesse mit E-Government-Standards wie der Personalausweis mit Online-Ausweisfunktion (eID/PA), Wirtschaftsförderung sowie Verwaltungsmodernisierung gezeigt.

Außerdem wird die erste multinationale E-Government-Studie vorgestellt. Die Projekte entstammen u.a. der Arbeit im KAT-Kompetenzzentrum für Informations- und Kommunikationstechnologien und unternehmensnahe Dienstleistungen an der Hochschule Harz.

Die Hochschule Harz ist deutschlandweit die erste Hochschule, welche die Online-Funktion (eID) des Personalausweises (PA) im Kontakt mit ihren Studierenden einsetzt. „Auf der diesjährigen CeBIT präsentieren wir neue eID-Anwendungen, die auch für Verwaltungen und Unternehmen interessante Möglichkeiten eröffnen“, erläutert der zuständige Projektleiter Prof. Dr. Hermann Strack, Hochschullehrer für Netzwerkmanagement und Praktische Informatik. Das Kollaborationsportal „eCollabSec“ fokussiert die gesicherte Zusammenarbeit von Ministerien, Verwaltungen, Hochschulen und Unternehmen; Mitarbeitern ermöglicht es per eID das schriftformersetzende Einreichen bzw. Hochladen von Formularen und Dokumenten (Unterschriftsersatz), übertragbar auch auf Verwaltungs-Szenarien für Bürger. Diese Konzepte wurden im Rahmen der E-Government-Initiative des Bundes bzw. in Projekten mit Förderung des Landes Sachsen-Anhalt entwickelt. Neben der Weitergabe der im Harz gesammelten Erfahrungen steht die Schaffung neuer eID-Anwendungen im Fokus, z.B. im Rahmen der Verbundprojekte „eID an Hochschulen“ bzw. „Scampii“ (Smart Campi Integration/eCampus) mit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und weiteren Hochschulen. Zudem werden die aktuellen Forschungsergebnisse in die Lehre integriert, u.a. im Weiterbildungsstudiengang Informatik/E-Administration, der sich an Landesbeschäftigte richtet und eine innovative IT-Entwicklung in der Verwaltung zum Ziel hat.

Auch der Halberstädter Fachbereich Verwaltungswissenschaften beteiligt sich wieder an der CeBIT. Unter der Leitung von Prof. Dr. André Göbel, Vertreter der Professur für Verwaltungsmanagement und Wirtschaftsförderung, wird das bundesweit einzigartige Labor für angewandte IT in der Wirtschaftsförderung (WiföLAB) neue Methoden und Technologien für die kommunale Standortentwicklung präsentieren. Zudem wird die erste multinationale E-Government-Studie vorgestellt. Im Rahmen dessen wurde unter der Leitung von Dekan Prof. Dr. Jürgen Stember die Wirkung von E-Government in Deutschland, Österreich und der Schweiz untersucht.

https://www.hs-harz.de/

 

Führungskräfte zufrieden mit Streitkultur
Technische Hochschule Köln

Führungskräfte schätzen die Streitkultur in ihren Unternehmen grundsätzlich positiv ein. Das ist ein Ergebnis des ersten „Streitkulturindex für Unternehmen und Organisationen in Deutschland“ der Forschungsstelle für Wirtschaftsmediation der TH Köln.

Die Studie entstand in Kooperation mit dem Institut für Wirtschaftsmediation und Kommunikationsmanagement (IWM) und der Frankfurter Wirtschaftskanzlei aclanz Rechtsanwälte. Es wurden Führungskräfte aus 300 Unternehmen unterschiedlicher Größe sowie aus Organisationen befragt. Handlungsbedarf besteht unter anderem in der Qualifizierung der Führungskräfte sowie der Entwicklung der Unternehmenskultur. Der Streitkulturindex soll künftig in regelmäßigen Abständen erhoben und weiterentwickelt werden.

Die Befragung zeigt, dass Konflikte in den Unternehmen zu über 70 Prozent durch die Führungskräfte und zu 60 Prozent von den unmittelbar Betroffenen gelöst werden. Der Hinzuziehung interner Fachleute der Personal- und Rechtsabteilung sowie von Betriebsräten bedarf es jeweils nur in knapp 25 Prozent der Konfliktfälle. Externe Fachleute, wie Rechtsanwälte, Mediatoren oder Coaches, werden in nur 16 Prozent der Konflikte hinzugezogen. „Mit dieser Art der Konfliktlösung sind die Führungskräfte relativ zufrieden. So charakterisieren jeweils rund 40 Prozent die Streitkultur in ihrem Unternehmen als konstruktiv, wertschätzend und respektvoll, entscheidungsorientiert sowie offen und transparent“, sagt Prof. Dr. Ricarda Rolf, Leiterin der Kölner Forschungsstelle für Wirtschaftsmediation. Negative Aspekte der Streitkultur werden deutlich seltener genannt. Am häufigsten werden Konflikte verdrängt (28 Prozent) oder per „Machtwort“ gelöst (24 Prozent).

„Mit unserer Studie haben wir untersucht, wie die Streitkultur in Unternehmen und Organisationen gelebt wird und wie mit inner- und interbetrieblichen Konflikten umgegangen wird“, erläutert Bernd Hoffmann, Geschäftsführer des Instituts für Wirtschaftsmediation und Kommunikationsmanagement (IWM). Eine lebendige und konstruktive Streitkultur sei ein wesentlicher Faktor für Produktivität, Mitarbeiterzufriedenheit, Wettbewerbsfähigkeit und damit für Unternehmenserfolg. „Deshalb haben wir auch nach dem Professionalisierungsbedarf gefragt und leiten aus der Studie konkrete Empfehlungen zur Verbesserung der Kommunikation, Konfliktfähigkeit sowie der Unternehmens- und Führungskultur ab“, so Hoffmann.

https://www.th-koeln.de/hochschule/fuehrungskraefte-zufrieden-mit-streit...

 

DFG fördert Projekt Living Handbooks
ZB MED - Leibniz-Informationszentrum Lebenswissenschaften

Kooperationsprojekt von ZB MED und der Arbeitsgruppe Cold-Chain-Management der Universität Bonn erhält dreijährige Förderung.

Um den freien Zugang zu wissenschaftlichen Informationen zu verbessern, hat ZB MED – Leibniz-Informationszentrum Lebenswissenschaften die Plattform Living Handbooks aufgesetzt. Die Plattform – derzeit noch in einer Beta-Version – ermöglicht die dynamische Publikation von Handbüchern aus den Lebenswissenschaften. Gemeinsam mit der Arbeitsgruppe Cold-Chain-Management an der Universität Bonn wird jetzt das Handbuch „Living Handbook of Perishable Food Supply Chains“ erstellt. Für dieses Handbuch und die Weiterentwicklung der Plattform stellt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) rund 350.000 Euro bereit. Davon erhält ZB MED rund 242.000 Euro.

„Wissenschaftliche Handbücher sind nach ihrem gedruckten Erscheinen häufig schon wieder stellenweise veraltet“, sagt Dr. Ursula Arning, Leiterin des Bereichs Open-Access-Publizieren und -Beraten bei ZB MED. „Dieses Problem haben unsere ‚Living Handbooks‘ nicht. Da sie digital vorliegen, können sie fortlaufend aktualisiert werden, sobald sich am Stand der Forschung etwas ändert“, so Arning weiter.

ZB MED startete die Plattform „Living Handbooks“ im Jahr 2014 mit dem Pilotprojekt „Living Textbook of Hand Surgery“ gemeinsam mit der Handchirurgin Dr. Richarda Böttcher. Nun wird die Plattform – abrufbar unter www.gms-books.de – im Rahmen eines DFG-geförderten Projektes weiterentwickelt. Gemeinsam mit der Arbeitsgruppe Cold-Chain-Management an der Universität Bonn wird das „Living Handbook of Perishable Food Supply Chains“ publiziert. Es schließt eine thematische Lücke in der Standardliteratur dieses sehr spezifischen Fachgebietes. „Da das neue Handbuch sehr interdisziplinär ausgerichtet ist, können wir daran unsere Publikationsplattform ‚Living Handbooks‘ besonders gut erproben und weiterentwickeln“, stellt Arning fest.

Die Plattform basiert auf der Open-Source-Software Drupal, die auf die speziellen Bedürfnisse der Forschenden in den Lebenswissenschaften angepasst wird. Sie bietet die Möglichkeit, einzelne Kapitel zu veröffentlichen und zu aktualisieren, ohne auf die Fertigstellung des gesamten Buches warten zu müssen. Jede Version eines Kapitels erhält dabei einen persistenten Identifikator, eine sogenannte DOI. Diese Versionierung macht den Fortgang der Forschung für alle nachvollziehbar. Jedes Kapitel eines Handbuches unterliegt außerdem einem Review-Prozess, so dass die Qualität der Publikation gewährleistet ist.

Konkret sollen im Rahmen des DFG-Projektes verschiedene neue Features in die Plattform integriert werden. Dazu gehören responsive Design, die Einbindung von Social Media, die Möglichkeit zur 3D-Darstellung, die Einbindungen von Statistiken und vieles mehr. „Wir werden beispielsweise auch eine Schnittstelle zu konventionellen E-Book-Readern schaffen, damit die Handbücher auch von unterwegs aus bequem gelesen und kommentiert werden können“, sagt Arning.

Im Anschluss an das Projekt wird die Plattform „Living Handbooks“ in den Regelbetrieb übergehen: Sie wird Bestandteil des ZB MED-eigenen Publikationsportals PUBLISSO unter www.publisso.de. „Das System soll außerdem in Zukunft auch für alle Fachwissenschaften offen stehen, die Open Access publizieren möchten.“, erläutert Arning das langfristige Ziel.

http://www.zbmed.de/ueber-uns/presse/neuigkeiten-aus-zb-med/artikel/dfg-...

 

 

Bild: I-vista www.pixelio.de