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Zukunft der Mobilität in Wissenschaft und Forschung

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Manfred Ronzheimer

Governance & Management

Zukunft der Mobilität in Wissenschaft und Forschung

WIM Q-Online Expertengespräch – Januar 2022

Exzellente Wissenschaft ist per se auf internationalen Austausch angelegt. Das setzt voraus, dass Forscher und Studierende sich frei über Landesgrenzen hinweg bewegen können, um an Konferenzen teilzunehmen oder in Gastaufenthalten gemeinsame Forschungsprojekte durchzuführen. Ein wichtiger Treiber für die internationale Mobilität in der Wissenschaft ist zudem die vernetzte Qualifikation. Auslandssemester schmücken in der Regel jeden wissenschaftlichen Karriereweg. Reisen bildet nicht nur, sondern ermöglicht auch Ausbildung.

WIM Q Wissenschaftsmanagement Qualifikation

Für den Austausch ist zwar die individuelle Bereitschaft zum Ortswechsel ausschlaggebend. Aber von entscheidender Bedeutung für das Gelingen sind auch die Förderangebote von Organisationen, die gerade in Deutschland breit gefächert sind. Sie reichen von privaten Stiftungs-Akteuren wie etwa der VolkwagenStiftung bis hin zu öffentlich finanzierten Personenförderern, wie dem DAAD oder der AvH. Jährlich ermöglicht die Alexander von Humboldt-Stiftung über 2.000 Forscher: innen aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland.

Die Corona-Pandemie hat der Mobilität von Wissenschaftlern in den beiden letzten Jahren stark beeinträchtigt, was teilweise durch die verstärkte Nutzung digitaler Begegnungsformate kompensiert werden konnte. Auch das WIM Q-Expertengespräch der Zeitschrift Wissenschaftsmanagement mit dem Titel „Zukunft der Mobilität in Wissenschaft und Forschung. Neue Herausforderungen – neue Strategien – neue Bundesregierung“ profitierte als Zoom-Konferenz von den Möglichkeiten des virtuellen Austauschs. Im Zentrum der Diskussion standen die Fragen: Wie ist es um die internationale Orientierung und Mobilität von Wissenschaftler: innen bestellt? Wer profitiert wie vom Austausch über Grenzen hinweg? Reichen die bisherigen Instrumente der Förderung von Internationalisierung aus oder müssen mehr oder neue Anreize geschaffen werden?

Inhaltliche Impulse gaben einleitend Professor em. Dr. Hans-Dieter Daniel (Professur für Empirische Hochschulforschung an der Universität Zürich), Dr. Georg Schütte (Generalsekretär der VolkswagenStiftung), Dr. Enno Aufderheide (Generalsekretär der Alexander von Humboldt-Stiftung, AvH) und Dr. Kai Sicks (Generalsekretär des Deutschen Akademischen Austauschdienstes, DAAD). Die Impuls-Vorträge stehen in einer Video-Aufzeichnung - weiter unten - zur freien Ansicht zur Verfügung.

Studie zum Einstieg in die Debatte
Den Einstieg und die Diskussionsbasis bildete eine Studie von Professor Hans- Dieter Daniel von der ETH Zürich mit dem Titel „Funding Programmes and Initiatives for Internationally Mobile Postdocs. Perceived Impacts on Individuals, Institutions and Society – an exploratory study“ (deutscher Titel: „Nachhaltigkeit und Wirkung von Förderinitiativen für internationale Postdoktorierende – Auswirkungen auf Personen, Institutionen und Gesellschaft“). Die von der VolkswagenStiftung finanzierte Untersuchung hatte sechs international orientierte Personenförderprogramme in Ablauf und Wirkung auf den Prüfstand gestellt. Untersucht wurden die Karrieren von rund 3.000 Alumni der Alexander von Humboldt-Stiftung sowie der VolkswagenStiftung. Darüber hinaus wurden in Deutschland rund 2.000 Kooperationspartner:innen der Humboldt-Forschungsstipendiat:innen befragt. Neu an der Studie ist, dass im Unterschied zu vorangegangenen Evaluierungen, die lediglich die Geförderten befragten, diesmal auch die Auswirkungen für die beteiligten Partner und Gastländer untersucht wurden. Dazu zählten auch die gesellschaftlichen Effekte in weitestem Sinne (politisch, wirtschaftlich und kulturell).

Im Ergebnis zeigte die Untersuchung, dass Forschungsstipendien für Gastforschende aus dem Ausland nicht nur für die individuellen Karrieren und Projekte der Geförderten nutzbringend waren. Auch ihre Arbeitsgruppen an deutschen Universitäten gewannen an Produktivität sowie internationaler Sichtbarkeit. Über lange Zeiträume betrachtet, stellten sich auch nach der Rückkehr ins Heimatland in vielen Fällen Folgekooperationen ein, aus denen neue Netzwerke entstanden, die neue Personen und Teams zusammenbrachten. Letztlich bewirkte die Förderung international Forschender auch langfristige Beziehungen mit Deutschland und förderte dadurch ein positives Deutschlandbild.

  • Der komplette Artikel ist im ► Onlineshop von Lemmens Medien erhältlich. Den Abonnenten der Zeitschrift Wissenschaftsmanagement steht der gesamte Beitrag in ihren Accounts zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Manfred Ronzheimer ist Wissenschaftsjournalist in Berlin und ist unter anderem tätig für die taz.