Wann Facebook glücklich macht, Ängste besser bewältigen und mit Gedanken Gene steuern
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Neues aus der Forschung
Wann Facebook glücklich macht, Ängste besser bewältigen und mit Gedanken Gene steuern
Wann Facebook glücklich macht
Freie Universität Berlin
Die Psychologin Anna Metzler erforscht das Verhalten von Kindern und Jugendlichen im sozialen Netzwerk Facebook. Die Abkürzungen LOL, HDL und der „Gefällt- mir“-Button. Das sind Dinge, die Anna Metzler in letzter Zeit täglich mehrere Stunden sieht. Die Psychologin erforscht für ihre Doktorarbeit an der Freien Universität unter dem Arbeitstitel „Du und Facebook“ das Verhalten von Jugendlichen im sozialen Netzwerk, dazu gehört auch die Verwendung von Internet-Kurzsprache wie LOL, „Laughing out loud“, also: „laut gelacht“, oder HDL, „Habe dich lieb“.
Die Idee für das Thema ihrer Arbeit kam Anna Metzler durch ihre vorangegangene Arbeit als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin. „Die Kinder und Jugendlichen haben mir häufig darüber berichtet, was ihre Freunde bei Facebook geschrieben oder gepostet haben“, erklärt Metzler.
http://www.fu-berlin.de/presse/informationen/wissenschaft/2014/201411/20...
Oxytocin hilft, Ängste besser zu bewältigen
Universitätsklinikum Bonn
Forscher des Bonner Uniklinikums zeigen, dass das Bindungshormon das Furchtzentrum im Gehirn hemmt. Furcht einflößende Erfahrungen verschwinden nicht so schnell aus dem Gedächtnis. Ein Forscherteam unter Federführung des Bonner Universitätsklinikums konnte nun in einer Studie zeigen, dass das Bindungshormon Oxytocin das Angstzentrum im Gehirn hemmt und Furchtreize stärker abklingen lässt. Diese Grundlagenforschung könnte auch eine neue Ära in der Behandlung von Angststörungen einleiten. Die Studie ist bereits vorab online im Fachjournal „Biological Psychiatry“ erschienen. Die Druckausgabe folgt in einigen Wochen.
Große Angst gräbt sich tief ins Gedächtnis ein. Zum Beispiel fällt es nach einem Autounfall schwer, wieder im Straßenverkehr zurechtzukommen - schon quietschende Reifen können starke Angst hervorrufen. Wissenschaftler sprechen dann von „Konditionierung“: Bestimmte Bilder oder Geräusche sind im Gehirn mit der Erfahrung von Schmerz oder Furcht sehr stark verknüpft. Erst allmählich lernt man, dass nicht jeder quietschende Reifen Gefahr bedeutet. Dieses aktive Überschreiben im Gedächtnis wird als „Extinktion“ bezeichnet. „Die ursprünglichen Gedächtnisinhalte werden dabei aber nicht ausradiert, sondern nur durch positivere Erfahrungen überlagert“, erläutert Prof. Dr. Dr. René Hurlemann von der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Bonn. Kommt es erneut zu gefährlichen Situationen, flammt die schon überwunden geglaubte Angst häufig wieder auf.
http://www3.uni-bonn.de/Pressemitteilungen/263-2014
Mit Gedanken Gene steuern
Eidgenössische Technische Hochschule Zürich
ETH-Forscher um Martin Fussenegger haben das erste Gen-Netzwerk entwickelt, das über Hirnströme in Gang gesetzt wird und je nach Gedanken unterschiedliche Mengen eines gewünschten Moleküls produziert. Pate stand ein Spiel, das ebenfalls Hirnströme abgreift, um damit einen Ball durch einen Hindernisparcours zu lenken.
Es klingt beinahe wie in der Weltraum-Saga "Star Wars", in der Meister Yoda dem jungen Luke Skywalker beibringt, wie man durch die Kraft der Gedanken den X-Wing Starfighter aus dem Sumpf birgt: Marc Folcher sowie weitere Forscherinnen und Forscher aus der Gruppe von Martin Fussenegger, Professor für Biotechnologie und Bioingenieurwissenschaften am Departement Biosysteme (D-BSSE) in Basel, haben eine neuartige Genregulationsmethode entwickelt, bei der Gedanken – respektive die spezifischen Hirnströme, die sie erzeugen - die Umsetzung von Genen in Proteine, in der Fachsprache Expression genannt, steuern.
https://www.ethz.ch/de/news-und-veranstaltungen/medien/medienmitteilunge...
Bild: Rainer Sturm/pixelio www.pixelio.de



















