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Mit Mühen vor dem Ziellauf

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Antonia Spieler

Transfer & Peer Consulting

Mit Mühen vor dem Ziellauf

Citizen Science hat sich einen Akzeptanz-Spielraum zwischen eindeutiger Zustimmung und struktureller Distanz geschaffen – Wirkung des Konzeptes künftig verstärkt unter Beweis stellen

Es war ein deutliches Signal: Im Januar 2021 wurden erneut 15 Citizen-Science- Projekte vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Es scheint, als wäre Citizen Science trotz einiger Kritik aus der etablierten Wissenschaft auf einem guten Weg, Anerkennung für das Zusammenwirken von institutionellem Expertenwissen und Bürgerforschenden zu erhalten. Ausschlaggebende Kriterien hierfür sind vor allem erstens die Nutzung der ermittelten Daten, zweitens die Kommunikation zwischen Bürger:innen und Wissenschaftler:innen sowie drittens die Bereitstellung und Verwendung von Fördermaßnahmen beziehungsweise -mitteln. Allerdings ist es nicht so, dass die Bürgerwissenschaften bei allen Wissenschaftsorganisationen hoch im Kurs stehen. Allen voran lässt die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) zwischen den Zeilen erkennen, dass sie bei aller Unterstützung unterschiedliche Arbeitsebenen und Forschungsniveaus ausmacht. Diese ließen sich nicht einfach verbinden.

Foto: privat

Als wir angefangen haben, im Jahr 2014, da gab es große Bedenken von vielerlei Bedenkenträger:innen, ob Citizen Science wirklich etwas Seriöses wäre, ob es gut wäre, und ich glaube da hat sich eine ganz große Öffnung ergeben“, erklärt Professorin Aletta Bonn.

Die Wissenschaftlerin arbeitet unter anderem am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig und leitete die Entwicklung des Citizen- Science-Grünbuchs. Dieser Leitfaden entstand im Jahr 2016 und galt bislang als Citizen-Science-Strategie für Deutschland 2020. Noch in diesem Jahr soll das weiterführende Weißbuch für eine Citizen-Science-Strategie 2030 herausgegeben werden.

….

Öffnung der Förderlandschaft
Citizen Science scheint auf einem guten Weg zu sein. Die Förderlandschaft öffnet sich und die Kapazitäten für verschiedene Projekte finden bei engagierten Wissenschaftler:innen und Bürger:innen immer mehr Begeisterung. Neben der bekannten Plattform „Bürger schaffen Wissen“, gibt es zahlreiche andere Interessengruppen. Die European Citizen Science Association (ECSA) setzt darauf, Bürgerwissenschaft als anerkannten, geförderten und finanzierten Ansatz zu etablieren, der die wissenschaftliche Kompetenz und die Demokratisierung der Wissenschaft fördert. Andere Plattformen wie SciStarter vermitteln Citizen Science Projekte auf der ganzen Welt.

Darüber hinaus bieten sich weitere Möglichkeiten, Citizen Science auch in Zukunft zu etablieren. Mithilfe einer verbesserten Kommunikation könnten auch Teile der Gesellschaft erreicht werden, die bisher kaum in Berührung mit wissenschaftlichen Projekten gekommen sind. Aletta Bonn sieht die Herausforderung der Zukunft von Citizen Science vielschichtig: „(...) Ich würde das aber nicht nur auf Wissenschaftskommunikation begrenzen, sondern ich glaube, es müsste eine echte Beteiligung geben und ich glaube, hier brauchen wir tatsächlich noch einen transformativen Wandel hin dazu. Zurzeit ist es in der förmlichen Bildung noch nicht verankert. Und dass wir dorthin noch größere Schritte gehen können, das versuchen wir jetzt auch in der Citizen- Science-Strategie 2030 zu öffnen (...) Damit sich verschiedene Menschen beteiligen können: Wie wollen wir Citizen Science die nächsten 10 Jahre gestalten?“
 

  • Der komplette Beitrag ist im ► Onlineshop von Lemmens Medien erhältlich. Den Abonnenten der Zeitschrift Wissenschaftsmanagement steht der Beitrag in ihrem Account zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Antonia Spieler ist Studentin des Faches Journalismus mit dem Schwerpunkt Politik an der Hochschule Magdeburg-Stendal im vierten Semester. Sie absolvierte im Frühsommer 2021 ein mehrmonatiges Praktikum in der Redaktion der Zeitschrift Wissenschaftsmanagement.