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„Mindestanforderungen“ für Auslandsprojekte deutscher Hochschulen

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Luis Padberg

Internationalisierung

„Mindestanforderungen“ für Auslandsprojekte deutscher Hochschulen

Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD) beschließen einen Kodex mit qualitativen, akademischen und ethischen Anforderungen an Hochschulprojekte im Ausland.

Seit einigen Jahren verstärken deutsche Hochschulen ihr Engagement im Ausland erheblich. Dadurch kommen immer mehr universitäre Auslandsprojekte zustande und der Stellenwert transnationaler Bildung steigt. Die Projekte können dabei unterschiedlichste Formen und Ausprägungen annehmen und verschiedenste Ziele verfolgen: von sprachlichen und kulturellen Austauschangeboten, über Studienaufenthalte, bis hin zu multinationalen Institutsgründungen.

Die Projekte zeichnen sich oftmals durch hohe Qualität aus. Intensiver Praxisbezug in der Lehre, kooperative Einbindungsstrukturen und hohes Innovationspotential sind Charakteristika vieler internationaler Hochschulkooperationen. Der neue Kodex, der von einer Gruppe internationaler Experten erarbeitet wurde, soll diese Qualitätsmerkmale nun zusammenfassen. Damit soll er wie eine Garantie für qualitätsbewusste internationale Projekte wirken. Denn, so weiß HRK-Präsident Horst Hippler: „Nur qualitativ hochwertige Studienangebote werden langfristig auf diesem weltweiten Markt bestehen können. Trotz des großen Engagements in diesem Bereich hat sich gezeigt, dass die Entwicklungsgeschwindigkeit der einzelnen Projekte und die damit verbundenen Qualitätsansprüche variieren. Bislang wird oftmals auch der spezifische Deutschlandbezug noch zu wenig deutlich. Hier müssen wir mehr Profil gewinnen.“ Den deutschen Hochschulen steht es nun frei, dem Kodex individuell beizutreten. Ob der Kodex wirklich wie eine Qualitätsgarantie „Made in Germany“ wirken kann und wird, ist noch ungewiss. Die DAAD-Präsidentin Margret Wintermantel bestätigt zumindest, dass dies das Ziel ist: „Mit dem Kodex bieten DAAD und HRK ihren Mitgliedshochschulen nicht nur Orientierung und Unterstützung in den genannten Fragen, sie geben ihnen auch die Möglichkeit zu einer klaren Positionierung als qualitätsbewusste und interkulturell sensible Partner im globalen Wettbewerb um attraktive Bildungsangebote. Zu diesem Zweck wurde der vorliegende Kodex für deutsche Hochschulprojekte im Ausland formuliert.“ Dabei sollen die Maßstäbe sollen sowohl von den deutschen Hochschulen, als auch von den ausländischen Partnern eingehalten werden. Im Kodex heißt es beispielsweise: „Deutsche Hochschulprojekte im Ausland (Mit der Bezeichnung „Deutsche Hochschulprojekte im Ausland“ sind sowohl die beteiligten deutschen Hochschulen als auch ihre ausländischen Hochschulpartner einbezogen): […] garantieren den diskriminierungsfreien Zugang zum Studium sowie zur Ausübung von Forschung und Lehre, insbesondere ohne Ansehen der Herkunft, weltanschaulich-konfessioneller Orientierung oder Geschlecht.“ Der Kodex kann und soll im Sinne einer Selbstverpflichtung auch nicht als Kontrollorgan funktionieren, sondern Anreiz geben, auf die Einhaltung ethischer Gesichtspunkte zu achten. Die moralische Bewertung universitären Handelns liegt weiterhin bei Gesellschaft und Öffentlichkeit. Wie der Kodex für Auslandsprojekte durch die deutschen Hochschulen angenommen wird, wird sich in den nächsten Monaten zeigen. Dieter Schütz/pixelio