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Gott und der Urknall

news

K. Rüdiger Durth

Katholikentag

Gott und der Urknall

Die Wissenschaft auf dem 99. Deutschen Katholikentag.

„Gott, der Urknall und die schwarzen Löcher.“ Ein solches Thema mit dem Untertitel „Lässt die Naturwissenschaft noch Platz für Gott?“ vermutet man eher auf dem Programm eines wissenschaftlichen Symposiums als auf dem 99. Deutschen Katholikentag, der vom 28. Mai bis 1. Juni 2014 in der 13.000 Studierende zählenden Universitätsstadt Regensburg stattfindet. Doch das für das Programm verantwortliche Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK), deren Vizepräsidentin Claudia Lücking-Michel MdB dem Ausschuss für Bildung und Forschung angehört, hat das wichtige Dokument „Gaudium et spes“ des 2. Vatikanischen Konzils gründlich gelesen:

Bild: Katholikentag/ZdK

„Die Erfahrung der geschichtlichen Vergangenheit, der Fortschritt der Wissenschaften, die Reichtümer, die in den verschiedenen Formen der menschlichen Kultur liegen, durch die die Menschennatur immer klarer zur Erscheinung kommt und neue Wege zur Wahrheit aufgetan werden, gereichen auch der Kirche zum Vorteil.“

Und so ist auf dem 99. Deutschen Katholikentag, zu dem sich über 20.000 Dauerteilnehmer angemeldet und zu dem über 10.000 Tagesteilnehmer erwartet werden, ein eigenes Zentrum „Bildung und Wissenschaft“ eingerichtet worden – selbstverständlich in der Regensburger Universität. Über „Gott, der Urknall und die schwarzen Löcher“ diskutieren der Garchinger Astrophysiker Professor Gerhard Börner und der Paderborner Dogmatiker Professor Dieter Hattrup.
Nicht weniger spannend dürfte das Thema „Vom Atheismus lernen“ sein. Hier kommen der Präsident der Tschechischen Christlichen Akademie, Professor Tomas Halik (Prag) und der Philosoph Professor Christop Türcke (Leipzig) miteinander ins Gespräch (30. Mai, 14 Uhr). Johann Rheindorf (Trier) hat sich den Versuch vorgenommen, den Atheismus wissenschaftlich zu widerlegen (31. Mai, 11 Uhr).

Um die Menschenwürde in modernen Informations- und Kommunikationstechnologien geht es in einer Podiumsveranstaltung unter anderem mit dem Medienethiker Alexander Filipovic (München), dem Verfassungsrechtler Professor Hans-Jörg Geiger (Berlin) und der Rechtswissenschaftlerin Professorin Ute Sacksofsky aus Frankfurt/M (RT-Halle Schopperplatz, 30. Mai, 16:30 Uhr).

Der Religionsunterricht an berufsbildenden Schulen steht im Mittelpunkt einer Veranstaltung unter dem Thema „Weil Gott im Beruf Zukunft gibt“, unter anderem mit Professor Albert Biesinger aus Tübingen (31. Mai, 14 Uhr). Eine zeitgeschichtliche Reihe im Zentrum „Bildung und Wissenschaft“ setzt sich mit dem Problem Kirche und Weltkriege auseinander.

So zeigen die Stuttgarter Historiker Christopher Dowe und Carsten Kretschmann das Verhältnis von Kirche und Katholiken im Ersten Weltkrieg unter dem Thema „1914: Als der Krieg noch gerecht erschien“ auf (29. Mai, 16,30 Uhr). „1939: Als der Krieg zur totalitären Weltanschauung wurde“ lautet dann die Diskussionsveranstaltung über Kirche und Katholiken im Zweiten Weltkrieg, unter anderem mit den Historikern Professor Thomas Brechenmacher aus Potsdam und Dietmar Süß aus Augsburg (30. Mai, 11 Uhr).

Dann heißt es „1989: Als der ‚Kalte Krieg‘ zu Ende ging“ unter anderem mit dem früheren Mainzer und Erfurter Ministerpräsidenten Professor Bernhard Vogel (30. Mai, 14 Uhr). Den Abschluss dieser Reihe bildet dann die Vortrags- und Diskussionsveranstaltung „Kriege und Kirche im 20. Jahrhundert – Erinnerung und kulturelles Gedächtnis“, unter anderem mit dem Bonner Professor Karl-Josef Hummer (31. Mai, 14 Uhr).

Zugleich sind zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler außerhalb des Zentrums „Bildung und Wissenschaft“ zu den über 1.000 Einzelveranstaltungen dieses 99. Deutschen Katholikentages eingeladen. Bedeutsam ist, dass die Frage nach dem Verhältnis von Glaube und Wissenschaft immer mehr in den Mittelpunkt des Interesses bei Katholikentagen rückt. Die gleiche Entwicklung gibt es beim Deutschen Evangelischen Kirchentag, dessen nächster 2015 in der Universitätsstadt Stuttgart stattfindet. Dort dürfte nicht zuletzt im Blick auf das 500-jährige Jubiläum der Reformation 2017 die Frage des Verhältnisses von Glaube und Aufklärung eine wichtige Rolle spielen.

Bild: Katholikentag/ZdK