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Geschäftsmodelle innovieren

news

Oliver Gassmann und Marc Tobias

Innovationen

Geschäftsmodelle innovieren

Potenziale für die Fraunhofer-Gesellschaft

Der zentrale Mechanismus des St. Galler Business-Model-Navigators (Gassmann/Frankenberger 2025) liegt in der Kraft der Rekombination und der kreativen Nachahmung anhand von 66 Geschäftsmodellmustern. Diese Geschäftsmodellmuster (Pattern) wurden aus der Forschung identifiziert und dienen ähnlich wie in der Architektur oder Informatik als Bausteine zur Entwicklung eigener Geschäftsmodelle. Dieser Beitrag gibt eine Einführung, wie die Prinzipien angewandt werden können und wie sie im Business-Model-Navigator funktionieren. Ergänzt wird diese Einführung mit praktischen Hinweisen und Beispielen speziell für die Fraunhofer-Gesellschaft, als Beispiel für eine nicht privatwirtschaftlich agierende Institution.

Foto: Rainer Sturm www.pixelio.de

Ein Geschäftsmodell liefert ein ganzheitliches Bild davon, wie ein Unternehmen Werte schafft und diese erfasst, indem es das „Wer“, das „Was“, das „Wie“ und den „Wert“ eines Unternehmens definiert. Geschäftsmodell-Innovation bedeutet, mindestens zwei dieser Dimensionen zu verändern. 

Für Fraunhofer ist es aus mehreren Gründen wichtig in Geschäftsmodellen zu denken: Zum einen geht es darum, den politisch-gesellschaftlich erwünschten Technologietransfer zu ermöglichen und die Fraunhofer Technologien und Kompetenzen zu monetarisieren. Zum anderen geht es auch darum, die Geschäftsmodelle der Fraunhofer-Partner und Kunden zu verstehen, um diese letztlich erfolgreich zu machen. In Zukunft ist es das erklärte Ziel bei Fraunhofer sich mehr als Innovations-Partner und Lösungsanbieter zu verstehen, um so mit den Unternehmen zusammen innovative Geschäftsmodelle entwickeln zu können.

(…)

Fazit

Die Geschichte der Innovation zeigt: Technologische Exzellenz allein genügt nicht, um Wirkung zu entfalten. Erst wenn Wissen, Ideen und Technologien in tragfähige Geschäftsmodelle übersetzt werden, entsteht gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Nutzen. Genau hier liegt die besondere Stärke des St. Galler Business-Model-Navigators – und die Chance für Institutionen wie die Fraunhofer-Gesellschaft. 

Seit über einem Jahrzehnt werden die St. Galler Geschäftsmodellmuster erfolgreich in der Fraunhofer-Welt angewandt – in der Entwicklung neuer Leistungsangebote, im Aufbau von Transferprojekten und in der Gestaltung von Ausgründungen. Diese systematische Denkweise hat dazu beigetragen, den Schritt von der technologischen Idee hin zu marktfähigen Lösungen zu strukturieren. Ob bei datenbasierten Servicemodellen, der Lizenzierung von Software oder der Gründung innovativer Spin-offs – die Methode der rekombinativen Muster eröffnet Forscherinnen und Forschern neue Perspektiven auf die ökonomische und gesellschaftliche Relevanz ihrer Arbeit.

(…)

Wenn Forschungseinrichtungen, Universitäten und Unternehmen künftig enger zusammenarbeiten, um nicht nur Technologien, sondern auch ihre Geschäftslogiken gemeinsam zu gestalten, kann daraus eine neue Stärke Europas entstehen: eine Innovationskultur, die wissenschaftliche Tiefe mit wirtschaftlicher Wirkung verbindet. 

Der St. Galler Business-Model-Navigator liefert hierfür ein erprobtes Instrument – und Fraunhofer zeigt, wie dieses Instrument in der Praxis gelebt werden kann. So entsteht, was Forschung im besten Sinne sein sollte: Erkenntnis, die wirkt – und Wirkung, die Zukunft gestaltet.

 

    Den kompletten Artikel können Sie weiter unten downloaden.

 

Prof. Dr. Oliver Gassmann ist Professor für Technologiemanagement an der Universität St. Gallen, führender Innovationsforscher und Experte für Geschäftsmodelle.

Marc Tobias ist Referent Corporate Business Models in der Zentrale der Fraunhofer- Gesellschaft, Experte für Innovationsmanagement und Geschäftsmodellentwicklung im Forschungsumfeld.