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Wissenschaft trifft Kirche

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K. Rüdiger Durth

KATHOLIKENTAG

Wissenschaft trifft Kirche

Ist die Wissenschaft zum Hamsterrad geworden?

Das war ein spannender Versuch des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) als Veranstalter des 98. Deutschen Katholikentages vom 16. bis 20. Mai 2012 in Mannheim, ein Wissenschaftliches Symposium mit in- und ausländischen Professoren ins Programm aufzunehmen, das freilich nur sehr beschränkt für Teilnehmer des größten katholischen Laientreffens mit über 60.000 Teilnehmern zugänglich war. Das Symposium sollte in erster Linie ein geschlossenes Expertengespräch sein, von dem man nur hoffen kann, dass es auch in das Programm des 99. Deutschen Katholikentages 2014 in Regensburg aufgenommen wird – und dann für ein größeres Publikum.

„Einen neuen Aufbruch wagen“, so lautete das Leitmotiv des größten katholischen Laientreffens in Mannheim. Um Aufbruch ging es auch bei dem Wissenschaftlichen Symposium.

Die Wissenschaft ist zu einer Art Hamsterrad geworden“, stellte die Präsidentin der Humboldt-Viadrina School of Governance Berlin, Gesine Schwan, auf dem Symposium fest. Nach Ansicht der Politikprofessorin werde über Ziele der Wissenschaft kaum noch nachgedacht. Dagegen würden die Forschungsziele heute weitgehend von den Drittmittelgebern bestimmt. Deshalb dürfe man sich auch nicht wundern, dass sich die Wissenschaft seit Jahren immer mehr von gesellschaftlichen Themen wegentwickele. Ein Aufbruch könne jedoch nur gelingen, wenn klar sei, wohin es gehe.

Margret Wintermantel, Präsidenten der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), räumte durchaus ein, dass Wissenschaft gern instrumentalisiert werde – beispielsweise für politische Zwecke. Trotzdem sei aber Wissenschaft als Akteurin für Veränderung in der Gesellschaft notwendig. Denn analytische Fähigkeiten, wie sie an den Universitäten gelehrt würden, seien für das Finden von Antworten in einer immer komplexeren Welt wichtig.

Wenn es um den Aufbruch geht, dann sollte man stärker die Bürger beteiligen. Das jedenfalls forderte der frühere Hochschullehrer, Bundesumweltminister und Direktor des UN-Umweltprogramms Klaus Töpfer. Aus der Bevölkerung heraus würden genauso viele Impulse zur Veränderung wie umgekehrt kommen.