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Wissenschaftsmanagement special Ausgabe 2/2013

"Wann Schweigen Gold ist und wann nicht", "Ausgezeichnete Forschung für die Umwelt" und "Verantwortlich forschen im Dialog mit der Gesellschaft"

news

Ralf Bohlsen

Neues aus der Forschung

"Wann Schweigen Gold ist und wann nicht", "Ausgezeichnete Forschung für die Umwelt" und "Verantwortlich forschen im Dialog mit der Gesellschaft"

10.07.2015 - 13.07.2015

In dieser Rubrik fassen wir in loser Folge interessante Pressemeldungen aus der Forschung und Wissenschaftseinrichtungen zusammen. Ebenso berücksichtigen wir ausgewählte Veranstaltungshinweise. Wir verlinken für Sie die jeweilige Meldung. Ihre Redaktion.

Bild: Jorma Bork/pixelio www.pixelio.de

Wann Schweigen Gold ist und wann nicht
Universität Regensburg

Das Abrufen von Erinnerungen im Gespräch kann positive und negative Konsequenzen haben. Was geschieht mit unserer Erinnerungsleistung, wenn wir uns bei einem Gespräch mit anderen Personen gemeinsam gemachte Erfahrungen ins Gedächtnis rufen? Dieser Frage sind Psychologen der Universität Regensburg nachgegangen. Mit überraschenden Ergebnissen: Sofern die betreffende Erfahrung noch nicht allzu lang her ist, tut man gut daran, das Gespräch selbst zu beginnen. Denn Zuhören kann dann zum Vergessen von damit verbundenen Erinnerungsstücken führen. Demgegenüber profitiert man als Zuhörer gerade in den Fällen, bei denen die Erfahrung weiter zurückliegt. Die Ergebnisse der Forscher sind in der renommierten Fachzeitschrift „Cognition“ erschienen (DOI: 10.1016/j.cognition.2015.03.009).

Wir alle kennen die Situation: Gemeinsam mit einem Freund hat man etwas sehr Schönes oder wirklich Komisches erlebt. Nach einer gewissen Zeit trifft man sich wieder und beginnt bei dieser Gelegenheit, die Geschehnisse noch einmal Revue passieren zu lassen. Bisherige Forschungen haben gezeigt, dass anfängliches Zuhören die eigene Erinnerungsleistung abschwächt. Vor diesem Hintergrund haben Prof. Dr. Karl-Heinz Bäuml und Dr. Magdalena Abel vom Institut für Psychologie der Universität Regensburg solche Gesprächssituationen nun etwas genauer untersucht. Dazu führten sie insgesamt drei Verhaltensexperimente – mit jeweils 128 Regensburger Studierenden als Probanden – durch.

http://www.uni-regensburg.de/pressearchiv/pressemitteilung/512093.html

Ausgezeichnete Forschung für die Umwelt
Karlsruher Institut für Technologie KIT

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und die Umweltstiftung der Sparkasse Karlsruhe verleihen bei der Jahrestagung des KIT-Zentrums Klima und Umwelt den Sparkassen-Umwelt-Preis an drei Nachwuchsforscher vom KIT: Jana Stengler untersuchte eine solarbetriebene Entsalzungsanlage zur Trinkwassergewinnung. Dr. Daniel Kampa befasste sich mit der Filtration von Ölnebel bei der Drucklufterzeugung. Dr. Heidi U. Heinrichs analysierte die langfristigen Auswirkungen von Elektromobilität. Medienvertreterinnen und -vertreter sowie alle Interessierten sind zu der Tagung am 16. Juli um 16.30 Uhr im Tulla-Hörsaal am Campus Süd des KIT herzlich eingeladen.

http://www.kit.edu/kit/pi_2015_077_ausgezeichnete-forschung-fuer-die-umw...

Verantwortlich forschen im Dialog mit der Gesellschaft
Hochschule Rhein-Waal

Die Hochschule Rhein-Waal aus NRW koordiniert internationales Horizont 2020-Projekt „NUCLEUS“ im Bereich Wissenschaftskommunikation mit 24 Partnern aus Europa, Asien und Afrika. Wie weit sollte die Wissenschaft auf die Erwartungen, die die Gesellschaft an sie stellt, eingehen? Wie sieht eine verantwortungsvolle Wissenschaftskommunikation aus, die einen echten Dialog ermöglicht, etwa zwischen einer Universität und ihren „Stakeholdern“, seien es Politiker oder Unternehmer, Künstler oder im Grunde genommen jeder Bürger? Und wie sollte die Wissenschaft mit ihrer zunehmenden Verantwortung in der Kommunikation umgehen, wenn klassische Massenmedien zunehmend an Bedeutung und Kontrollfunktion verlieren? Mit Fragen und Herausforderungen wie diesen befassen sich 24 internationale Partner in einem auf vier Jahre angelegten Projekt des EU-Rahmenprogramms für Forschung und Innovation „Horizont 2020“.

Koordiniert wird das mit vier Millionen Euro budgetierte und im September 2015 startende Projekt von Nordrhein-Westfalen aus, und zwar durch die internationale Hochschule Rhein-Waal, die unter anderem Europas einzigen englischsprachigen Vollstudiengang im Bereich Wissenschaftskommunikation anbietet. Der Name des Projekts, „NUCLEUS“, steht für „New Understanding of Communication, Learning and Engagement in Universities and Scientific Institutions”, also für ein neues Verständnis in Hochschulen und anderen wissenschaftlichen Einrichtungen hinsichtlich Kommunikation, Lernen und Austausch mit gesellschaftlichen Gruppen.

„Unser Konsortium ist sich bewusst, wie ambitioniert das Projekt ist“, sagt Projektleiter Alexander Gerber, Professor für Wissenschaftskommunikation an der Hochschule Rhein-Waal: „Immerhin rüttelt unser Projekt an den Fundamenten des heutigen Kommunikationsmanagements in der institutionalisierten Wissenschaft.“ Gerade in Deutschland seien durch die Debatten des vergangenen Jahres die Konflikte und Spannungen deutlich geworden, die Wissenschafts-Marketing und -PR angesichts des Medienwandels heute umtreiben. Ziel des EU-Projekts sei es deshalb, Kommunikationsstrukturen und -prozesse in der Wissenschaft besser auszurichten an den politischen und gesellschaftlichen Erwartungen, wie sie etwa auf europäischer Ebene mit dem Modell „Responsible Research and Innovation“ (RRI) formuliert werden. „NUCLEUS wird das Spannungsfeld systematisch analysieren und transnational vergleichen, Lösungen abwägen und diese sogar prototypisch über Partnerorganisationen in 30 europäischen Testumgebungen ausprobieren”, sagt Gerber.

http://www.hochschule-rhein-waal.de/de/aktuelles/pressemitteilungen/vera...

 

 

Bild: Jorma Bork/pixelio www.pixelio.de