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"Social Media- und Community-Management", "Gleichstellungs-Ranking", "Smart Data" und "Die Juniorprofessur"

news

Ralf Bohlsen

Neues aus der Forschung

"Social Media- und Community-Management", "Gleichstellungs-Ranking", "Smart Data" und "Die Juniorprofessur"

24.10.2015 - 30.10.2015

In dieser Rubrik fassen wir in loser Folge interessante Pressemeldungen aus der Forschung und Wissenschaftseinrichtungen zusammen. Ebenso berücksichtigen wir ausgewählte Veranstaltungshinweise. Wir verlinken für Sie die jeweilige Meldung. Ihre Redaktion.

Bild: Rainer Sturm www.pixelio.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Social Media- und Community-Management
German Graduate School of Management and Law GGS

Das Berufsbild des Social Media- und Community-Managers existiert erst seit wenigen Jahren. Noch längst nicht jedes Unternehmen verfügt über eine entsprechende Position und ist sie vorhanden, wird sie vielfach unterschiedlich definiert. Doch um welche Aufgaben kümmert sich ein Social Media-Manager? Wo ist die Stelle organisatorisch im Unternehmen aufgehängt? Und welches Potenzial bietet das Community-Management den Unternehmen in Zukunft? Diesen Fragen geht die am vergangenen Wochenende auf dem CommunityCamp in Berlin präsentierte Studie »Zum Status von Social Media- und Community Management in D-A-CH« auf den Grund. Die vom Bundesverband Community Management (BVCM) und der German Graduate School of Management and Law (GGS) initiierte Untersuchung beruht auf der Befragung von 256 Professionals aus den Bereichen Social Media- und Community-Management in Deutschland, Österreich und der Schweiz und ist die erste ihrer Art.

Generation Y dominiert Berufsbild

Knapp zwei Drittel der befragten Social Media- und Community-Manager sind zwischen 25 und 35 Jahre alt und gehören somit der Generation Y an. Insgesamt 55,5 Prozent von ihnen arbeiten bei Unternehmen aus dem Dienstleistungswesen, dem Medien- und Verlagswesen sowie der Informationstechnologie. Organisatorisch sind 59,4 Prozent der befragten Stelleninhaber den Bereichen Marketing und PR zugeordnet, gefolgt von 7,8 Prozent, die im Rahmen einer Stabsstelle direkt an die Geschäftsführung berichten. Die Firmenbudgets für Social Media- und Community-Aktivitäten liegen im Regelfall noch deutlich unter denen klassischer Marketingbudgets. Bei 61,2 Prozent der Befragten beträgt das Jahresbudget weniger als 50.000 Euro, 16 Prozent haben 50.000 bis 100.000 Euro zur Verfügung und immerhin 14,8 Prozent können mehr als 100.000 Euro ausgeben.

Populäre Plattformen Facebook, Twitter und Google+

Auf die Frage, welche Communities sie betreuen, nennen knapp 90 Prozent der Professionals Facebook als populärste Plattform vor Twitter und Google+, die immerhin noch von mehr als jedem Zweiten gepflegt werden. Demgegenüber betreuen knapp 30 Prozent eine eigene Plattform oder Community, z.B. für Kunden oder Mitarbeiter. Was die Aufgabengebiete eines Social Media- und Community-Managers betrifft, nimmt das Erstellen von Inhalten, hier insbesondere die Redaktionsplanung, die Recherche und das Schreiben von Texten, die meiste Zeit in Anspruch. Auch die soziale Bindung und Interaktion von Mitgliedern spielt eine wichtige Rolle: Einerseits beantworten die Professionals Service- und Supportanfragen, andererseits werben sie neue und binden bestehende Mitglieder, indem sie Anreize zur Mitwirkung setzen. Dagegen besteht beim Thema Erfolgsmessung und Konzeption einer Digitalstrategie Nachholbedarf.

Strategische Erfolgsziele fest im Blick

In 69 Prozent der Fälle existiert in den Unternehmen eine Social Media-Strategie. Befragt nach den wichtigsten Erfolgszielen der Strategie, nennen die Social Media-Experten die Verbesserung von Produkten und Dienstleistungen (32,9 Prozent) an erster Stelle vor der Verbesserung der Zusammenarbeit (27,8 Prozent) und dem Zugriff auf Wissen und Experten mit 24,6 Prozent.

Die Studie „Zum Status von Social Media- und Community Management in D-A-CH“ belegt, dass noch Handlungsbedarf besteht, was Ausbildung und Zertifizierung von Social Media- und Community-Professionals angeht. Dr. David Wagner, Post-Doc für Digital Strategy und Innovation an der GGS sowie Leiter der Studie, ist sich sicher: „Die Bedeutung von Social Media und Online Communities wird weiter wachsen. Um deren Potenzial optimal zu nutzen, müssen Communities als lebendige Orte des Austauschs kultiviert werden. Die Vernetzung verschiedener Anspruchsgruppen ist eine Voraussetzung für wichtige Strategie- und Innovationsinitiativen wie beispielsweise Open Innovation und bildet damit die Grundlage für den zukünftigen Unternehmenserfolg.“

http://www.ggs.de/medien/presse-detailansicht/article/social-media-und-c...

 

Die Juniorprofessur. Neue und alte Qualifizierungswege im Vergleich
Institut für Hochschulforschung (HoF)

Hat die 2002 mit Bundesförderung eingeführte Juniorprofessur die in sie gesetzten hohen Reformerwartungen erfüllt oder handelt es sich nur um alten Wein in neuen Schläuchen? Dieser Frage geht ein neu erschienene Publikation nach, in der das CHE Centrum für Hochschulentwicklung und das HoF Institut für Hochschulforschung Halle-Wittenberg gemeinsam analysieren, welche Stärken und Schwächen dieser Weg zur Professur im Vergleich zu anderen Qualifizierungspfaden wie die Nachwuchsgruppenleitung, die Habilitation oder die Promotion plus Berufspraxis aufweist. Auf 456 Seiten werden auf Basis bundesweiter Befragungsergebnisse aus Sicht von aktuellen und ehemaligen Postdocs detaillierte Erkenntnisse gewonnen und daraus Handungsvorschläge für Politik, Hochschulen und Postdocs abgeleitet. Dies auch vor dem Hintergrund der jüngsten Empfehlungen des Wissenschaftsrates zur Neugestaltung der Karrierewege zur Professur, der laufenden Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes und des von Bund und Ländern angekündigten Förderprogramms für den wissenschaftliche Nachwuchs.

Das Buch geht aus einem dreijährigen Forschungsprojekt (2012-2015) hervor, welches von der Hans-Böckler-Stiftung gefördert wurde und aus zwei Teiluntersuchungen bestand. So hat das HoF im Rahmen repräsentativer Online-Befragungen den bisherigen wissenschaftlichen Werdegang, die Zufriedenheit mit der Arbeitssituation während der Qualifizierungsphase und die beruflichen Pläne von Juniorprofessor(inn)en und Emmy-Noether-Nachwuchsgruppenleiter(inne)n untersucht. Zur Vertiefung fanden leitfadengestützte Interviews statt, in die auch Habilitierende einbezogen wurden. Die besondere Aufmerksamkeit galt dem Einfluss von Gender, familiärer Situation und sozialer Herkunft auf den Verlauf von wissenschaftlicher Qualifizierung und Karriere in der Wissenschaft. Im Fokus des CHE stand die berufliche Karriere im Anschluss an die Postdoc-Phase. Hierfür wurde eine bundesweite Online-Befragung von ehemaligen Juniorprofessor(inn)en sowie ab 2002 berufenen Professor(inn)en vorgenommen. Zusätzlich wurden in einer bundesweiten Universitätsbefragung Daten zum beruflichen Verbleib von Juniorprofessor(inn)en erhoben. Darüber hinaus wurde eine berufsbiografische Analyse von Karriereverläufen österreichischer Wissenschaftler(innen) anhand von Lebensläufen durchgeführt. Diese wurde durch Experteninterviews ergänzt.

Insgesamt zeigt sich, dass die Juniorprofessur zu einer Vielzahl erfolgreicher Karrieren geführt hat. Gleichzeitig wird aber auch Verbesserungsbedarf deutlich beispielsweise bei der Ausstattung der Stellen, der Arbeitsbelastung, der Planbarkeit des weiteren Berufsweges sowie der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Mit der im Verlag Edition Sigma erschienenen Publikation wird eine Forschungslücke geschlossen. Sie bietet nicht nur einen Vergleich neuer und traditioneller Wege zur Professur, sondern stellt auch die aktuelle Perspektive von Nachwuchswissenschaftler(inne)n der retrospektiven Sicht von Professor(inn)en auf ihre wissenschaftliche Qualifizierung gegenüber. Die empirisch fundierten Erkenntnisse münden in zielgruppenspezifische Anregungen für die Reform der Postdoc-Phase.

http://www.hof.uni-halle.de/publikation/die-juniorprofessur-neue-und-alt...

 

FH Lübeck befördert bisher beste Platzierung Schleswig-Holsteins im Gleichstellungs-Ranking
Fachhochschule Lübeck

Seit 2003 führt das Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung (CEWS) regelmäßig ein ländervergleichendes Hochschulranking durch. In diesem Ranking geht es um die Leistungen der Hochschulen in ihren Gleichstellungsbemühungen von Frauen und Männern und um ihre Vergleichbarkeit. Seit dem hat sich das Ranking als Bestandteil der Qualitätssicherung für Gleichstellung an Hochschulen etabliert.

In der Gesamtbewertung aus dem Bundesländer-Ranking erreicht Schleswig-Holstein aktuell zum ersten Mal seit 10 Jahren einen Platz im oberen Mittelfeld bei der Bewertung der Gleichstellungserfolge an seinen Hochschulen. Lediglich Berlin, Hamburg und Brandenburg schneiden im aktuellen Gleichstellungsranking besser ab.

Zum guten Abschneiden des Landes im Gleichstellungsranking tragen in hohem Maße die Christian-Albrechts-Universität und die Fachhochschule Lübeck bei, letztere weil sie sich im FH-Vergleich in Schleswig-Holstein in vielen Bereichen mit weitem Abstand sehr gut positionieren konnte. So konnte sich die FH Lübeck bspw. in sieben Feldern dreimal in der Spitzengruppe und viermal in der oberen Mittelgruppe etablieren und hat damit wesentlich zur guten Positionierung des Landes Schleswig-Holstein beigetragen.

Die Gleichstellungsbeauftragte der FH Lübeck interpretierte dieses Ergebnis als ein hervorragendes Ergebnis für die Fachhochschule. Sie sieht damit die Arbeit für mehr Gleichstellung von Frauen und Männern an der Fachhochschule Lübeck bestätigt.

„Das Ergebnis ist für eine Hochschule mit überwiegend mathematisch-naturwissenschaftlich und technischer Orientierung vorzeigbar. Wir müssen aber auch zur Kenntnis nehmen, und das sagt diese Studie auch aus, dass wir noch lange keine Ausgewogenheit bei den Professuren haben, so Katrin Molge, Gleichstellungsbeauftragte der FH Lübeck.

In die Einzelrankings sind die Daten von insgesamt 337 Hochschulen bundesweit eingeflossen. In dem Gesamtranking der Hochschulen mit einem Studentinnen-Anteil von unter 40 % wurden 269 Hochschulen betrachtet, davon 65 Universitäten, 158 Fachhochschulen und 46 Künstlerische Hochschulen. Bei den Ergebnissen werden keine einzelnen Rankingplätze ausgewiesen, sondern drei Gruppen (Spitzen-, Mittel-und Schlussgruppe) gebildet. Eine mögliche Zuordnung und Platzierung einer Hochschule innerhalb einer Gruppe ist durch den ermittelten Indikatorenwert individuell errechenbar.

https://www.fh-luebeck.de/hochschule/aktuelles/neuigkeiten/beitrag/2015-...

 

Neue Normen und Standards für den Einsatz von Smart Data
FZI Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie

Im Rahmen des Technologieprogramms „Smart-Data – Innovationen aus Daten“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) wird erstmals eine Systematik zur Entwicklung von neuen Standards im Umgang mit Smart Data entwickelt. Erste Ergebnisse wurden gestern am Rande der internationalen Konferenz IEEE Big Data 2015, die derzeit im Silicon Valley in den USA stattfindet, der Öffentlichkeit vorgestellt.

Gestern fand im kalifornischen Santa Clara der Auftakt der 2015 IEEE International Conference on Big Data statt. Das Technologieprogramm „Smart Data – Innovationen aus Daten“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) und erste Ergebnisse im Bereich der Standardisierung von Big-Data-Technologien wurden von Prof. Dr. Christof Weinhardt und Dr. Alexander Lenk vom FZI Forschungszentrum Informatik, die die Smart-Data-Begleitforschung leiten, auf einem Workshop präsentiert. Darüber hinaus war das Smart-Data-Projekt SAHRA mit vor Ort, das von Matthieu-P. Schapranow vom Hasso Plattner Institut vorgestellt wurde. Schwerpunkt der deutschen Beiträge bei dieser internationalen Konferenz war die Präsentation eines Ergebnispapiers, in dem die Begleitforschung eine Systematik zur Identifizierung von wichtigen Bereichen der Standardisierung von Smart-Data-Lösungen entwickelt hat.

„Nur mit klaren Standards können wir eine Basis für eine effiziente Entwicklung und Nutzung von Smart-Data-Technologien schaffen. Wichtig ist, dass die Standards, die entwickelt werden, auf die Anforderungen aller Stakeholder zugeschnitten sind – wie zum Beispiel Technologie- und Serviceanbieter, den Verbraucher oder die Öffentlichkeit. Denn ein Smart-Data-Ökosystem besteht aus unzähligen Akteuren, deren Bedürfnisse alle berücksichtigt werden müssen. Darüber hinaus haben wir drei Schwerpunktbereiche erarbeitet, in welche die Standards unterteilt werden können: Technologie und Sicherheit, Wirtschaft sowie Recht. Aus den Ansprüchen der Stakeholder und den drei Schwerpunktbereichen haben wir eine Taxonomie, also eine Systematik entwickelt, auf deren Basis nun der Standardisierungsbedarf identifiziert werden kann“, erläutert Dr. Alexander Lenk.

„Die Analyse und Nutzung der großen Datenmengen birgt ein erhebliches gesellschaftliches und wirtschaftliches Potenzial für Deutschland und für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Um einen Vorteil aus den Daten zu ziehen, muss ein Smart-Data-Ökosystem über Ländergrenzen hinweg ermöglicht werden. Zu diesem Zweck werden einheitliche Standards dringend benötigt. Eine Systematik zur Identifizierung des notwendigen Standardisierungsbedarfs und darauf aufbauend die Erstellung von Standards bilden die Grundlage für die Entwicklung von Smart-Data-Lösungen“, betont Filiz Elmas, Innovationsmanagerin bei DIN, die über Standardisierung im Bereich von Big Data aus Sicht der wichtigsten deutschen Normungsorganisation sprach.

Die 2015 IEEE International Conference on Big Data ist eines der führenden Foren zum Austausch der neuesten Entwicklungen in der Big-Data-Forschung. Im Fokus stehen Themen rund um Big-Data-Infrastruktur, -Management, -Sicherheit und -Anwendungen. Sponsor ist das IEEE, das Institute of Electrical and Electronics Engineers, ein Berufsverband von Ingenieuren aus den Bereichen Elektrotechnik und Informationstechnik. Mit rund 430.000 Mitgliedern in 160 Ländern ist er der größte technische Berufsverband der Welt.

Über Smart Data – Innovationen aus Daten

Mit dem Technologieprogramm „Smart Data – Innovationen aus Daten“ fördert das BMWi von 2014 bis 2018 insgesamt 13 Leuchtturmprojekte, die den zukünftigen Markt von Big-Data-Technologien für die deutsche Wirtschaft erschließen sollen, mit rund 30 Millionen Euro. Die beteiligten Unternehmen und Organisationen bringen weitere 25 Millionen Euro auf, so dass das Programm über ein Gesamtvolumen von etwa 55 Millionen Euro verfügt. Smart Data ist Teil der neuen Hightech-Strategie und der Digitalen Agenda der Bundesregierung.

http://www.fzi.de/aktuelles/news/detail/artikel/neue-normen-und-standard...

 

 

Bild: Rainer Sturm www.pixelio.de