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Wissenschaftsmanagement special Ausgabe 2/2013

Qualitätsoffene Lehrerbildung: Profilbildung Lehramt in Kiel

news

Tanja Rosenthal

Neues aus der Wissenschaft

Qualitätsoffene Lehrerbildung: Profilbildung Lehramt in Kiel

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Im Rahmen einer Fachtagung wurde in Kiel mit insgesamt neun interaktiven Workshops, drei Plenarvorträgen und einer abschließenden Podiumsdiskussion die Bedeutung der Lehrkräftebildung an deutschen Universitäten und ihre Entwicklung durch das Programm der QLB, zusammengetragen.

Bild: Niko Korte www.pixelio.de

Qualitätsoffene Lehrerbildung: Profilbildung Lehramt in Kiel
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Zwei Tage lang haben 120 Teilnehmer, darunter sowohl Experten als auch Studierende, der Fachtagung zur Qualitätsoffensiven Lehrbildung (QLB) in Kiel „die Perspektive gewechselt“ – eine Empfehlung der Professorin Ilka Parchmann, Vizepräsidentin für Lehramt, Wissenschaftskommunikation und Weiterbildung an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), denn dies sei „für einen Austausch unter Kolleginnen und Kollegen und die gemeinsame Weiterentwicklung […] hilfreich“.

Themen der Vorträge waren dabei unter anderem die Verknüpfung von Theorie und Praxis, die Förderung des Austausches zwischen Fach, Fachdidaktik und Bildungswissenschaften, die Schaffung von gemeinsamen Standards und klaren Strukturen und in dem Zusammenhang auch der Aufbau von Netzwerken und Partnerschaften, sowie eine zielorientierte Steuerung der Lehrkräftebildung durch zentrale Einrichtungen.

Im Rahmen der abschließenden Podiumsdiskussion gingen die Experten noch einmal auf das Verhältnis von Theorie, Praxis, Fach, Fachdidaktik und Bildungswissenschaften zueinander sowie auf Effekte des Praxissemesters ein. Auch die Nachhaltigkeit der im Rahmen der QLB geschaffenen Strukturen sowie die Frage danach, wie es nach der QLB weitergeht, wurden mit in die Diskussion aufgenommen. Betont wurde dabei insbesondere nochmal die Bedeutung einer exzellenten Ausbildung der Lehrfachkräfte in allen Fächern sowie in den Bildungswissenschaften, die Bedeutung der Fachwissenschaften sowie der erfolgreichen Einbindung und Kooperation mit den Kollegen in der Konzeption und Umsetzung von Lehramtsstudiengängen. Empfohlen wurde außerdem die gleichmäßige Aufteilung der Praxisphasen auf das Bachelor- und Masterstudium, um eine frühzeitige Entscheidung für oder gegen den Beruf zu ermöglichen.

Einig waren sich alle Teilnehmer insbesondere darüber, dass Lehrkräftebildung Sache der Hochschulen bleibe und „wir […] nicht von Bildung zu Ausbildung übergehen“, sagt Jutta Mägdefrau von der Universität Passau. Für die Zukunft bedeutet das vor allem die fortlaufende Finanzierung der im Rahmen der QLB geschaffenen Strukturen.

► Zur Original-Pressemitteilung gelangen Sie hier.

 

Bild: Niko Korte www.pixelio.de