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Nur noch kurz die Arbeitsmails checken

news

Oleg Rudometkin

Neues aus der Wissenschaft

Nur noch kurz die Arbeitsmails checken

Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund

In dieser Rubrik fassen wir in loser Folge interessante Pressemeldungen aus den Wissenschaftseinrichtungen zusammen. Ebenso berücksichtigen wir ausgewählte Veranstaltungshinweise. Wir verlinken für Sie die jeweilige Meldung. Ihre Redaktion Wissenschaftsmanagement.

Bild: Peter Kirchhoff www.pixelio.de

Nur noch kurz die Arbeitsmails checken
Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund

Nach neuesten Schätzungen greift fast jeder zweite Beschäftigte von zu Hause auf seine Arbeitsmails zu. Besonders häufig geschieht dies über das Smartphone, erlaubt doch die moderne Technik eine flexible Arbeitsorganisation ohne räumliche und zeitliche Grenzen. Wer diese Möglichkeiten allerdings unbedacht nutzt, riskiert unerwünschte Folgen für die psychische Gesundheit. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Leibniz-Instituts für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo). Demnach birgt die berufliche Smartphone-Nutzung nach Feierabend Folgen für den nächsten Arbeitstag: Beschäftigte reagieren sensibler auf Belastungen bei der Arbeit und erschöpfen schneller.

Im Rahmen ihrer Studie haben die Wissenschaftler des IfADo untersucht, wie sich die berufliche Smartphone-Nutzung nach Feierabend auf das psychische Wohlbefinden am nächsten Arbeitstag auswirkt. Hierzu haben sie eine Tagebuchstudie mit 63 Probanden durchgeführt, die über zehn Arbeitstage hinweg zweimal täglich Online-Fragebögen ausfüllen mussten. Jeden Morgen sollten die Probanden angeben, wie intensiv sie ihr Smartphone am Abend zuvor für berufliche Zwecke genutzt hatten und wie ihr Schlaf in der Nacht war. Am Nachmittag wurden sie nach ihren Arbeitsaufgaben und aktuellen Erschöpfungssymptomen gefragt. Das Ergebnis zeigt: Mobil erreichbar bleiben ist belastend. Es kostet uns viel Energie, zwischen den Rollen als Beschäftigter und als Privatperson hin- und herzuwechseln. Denn die Rollen sind mit verschiedenen Erwartungen von Arbeitgeber einerseits sowie von Familie und Freunden andererseits verbunden. Gleichzeitig müssen Aufmerksamkeit und Konzentration aufrechterhalten werden. Dieses Wechselspiel kann schnell die persönlichen Kapazitäten übersteigen.

Zur Original-Pressemitteilung gelangen Sie hier

 

Bild: Peter Kirchhoff www.pixelio.de