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"Internetnutzer fordern Mitsprache bei der Verwendung ihrer Daten" und "Studie deckt soziale Ungleichheit in beruflicher Weiterbildung auf"

news

Oleg Rudometkin

Neues aus der Forschung

"Internetnutzer fordern Mitsprache bei der Verwendung ihrer Daten" und "Studie deckt soziale Ungleichheit in beruflicher Weiterbildung auf"

02.08.2016 - 08.08.2016

In dieser Rubrik fassen wir in loser Folge interessante Pressemeldungen aus der Forschung und Wissenschaftseinrichtungen zusammen. Ebenso berücksichtigen wir ausgewählte Veranstaltungshinweise. Wir verlinken für Sie die jeweilige Meldung. Ihre Redaktion.

Bild: Rainer Sturm www.pixelio.de

Internetnutzer fordern Mitsprache bei der Verwendung ihrer Daten
Universität zu Köln

Ob beim Online-Shopping oder bei der Nutzung sozialer Netzwerke: Tagtäglich hinterlassen wir im Internet unzählige persönliche Daten und geben damit teils freiwillig, teils unbemerkt Auskunft über unsere Lebensgewohnheiten, unser Konsumverhalten, unseren Aufenthaltsort und unsere soziale Stellung preis. Diese Daten zu sammeln, auszuwerten und weiterzugeben, ist für viele Unternehmen längst zu einem lukrativen Geschäft geworden. Den Nutzern digitaler Medien fehlt aber oft der Einfluss darauf, was mit ihren persönlichen Daten geschieht. Im Rahmen der Studie „Digitale Selbstbestimmung“ haben Forscher des Cologne Center for Ethics, Rights, Economics and Social Sciences of Health (ceres) der Universität zu Köln nun erstmals ein theoretisches Konzept für eine umfassende digitale Selbstbestimmung entwickelt und darauf aufbauend eine repräsentative Befragung durchgeführt. Die Ergebnisse der Umfrage machen deutlich, dass die Sicherheit persönlicher Daten im Internet von den Nutzern stark angezweifelt wird: So glauben 91 Prozent, dass im Internet unbemerkt auf persönliche Daten zugegriffen wird. Auch das Vertrauen gegenüber Unternehmen ist gering: 82 Prozent gehen davon aus, dass die meisten Unternehmen Daten ihrer Kunden an Dritte weitergeben. Darüber hinaus wird die Möglichkeit, sich über gespeicherte persönliche Daten im Internet zu informieren, als unzureichend beurteilt: 91 Prozent der Befragten wünschen sich mehr Informationen darüber, welche Daten von wem und zu welchem Zweck verwendet werden. Damit einhergehend wird von 88 Prozent der Nutzer eine stärkere Einflussnahme auf die Speicherung und Verwendung persönlicher Daten gefordert.

Die Studie zeigt somit, dass Vertrauen, Transparenz und die Möglichkeit der Einflussnahme drei wichtige Wegweiser auf dem Weg in eine selbstbestimmte digitale Zukunft sind.

http://ceres.uni-koeln.de/forschung/projekte/digitale-selbstbestimmung/

 

Studie deckt soziale Ungleichheit in beruflicher Weiterbildung auf
Universität Leipzig

Beim Zugang zu beruflichen Weiterbildungen gibt es noch immer gravierende soziale Ungleichheiten: Geschlecht, Bildung und die Stellung in der Betriebshierarchie haben einen wesentlichen Einfluss auf die Chance sich weiterzubilden, so das Ergebnis einer Studie des Soziologen Dr. Alexander Yendell von der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig. Für seine Studie wertete Yendell Daten aus dem Sozio-ökonomischen Panel (SOEP), einer repräsentativen Wiederholungsbefragung von über 12.000 Privathaushalten in Deutschland im Zeitraum von 1989 bis 2008, aus. Yendells Forschungen ergaben, dass Ungleichheiten unter anderem im Zusammenhang mit dem Geschlecht auftreten, wobei Frauen etwas weniger an Weiterbildungen teilnehmen als Männer. Die Ungleichheiten seien dabei vor allem auf Faktoren zurückzuführen, die mit der Lebens- und Berufssituation von Frauen in Zusammenhang stehen. Allerdings habe es über die Jahre hinweg auch eine Angleichung gegeben: Frauen näherten sich im untersuchten Zeitraum der Weiterbildungshäufigkeit von Männern an.

Einen größeren Einfluss noch als das Geschlecht hat der Studie zufolge die Bildung. Seit 1989 liegt die Weiterbildungsquote bei Menschen mit Hauptschulabschluss bei nur 15 Prozent, bei Menschen mit Abitur bei 45 Prozent. Auch der Status in der Firmenhierarchie beeinflusse die Verteilung von Weiterbildungskursen. So hat eine Führungskraft eine 4,2-mal so hohe Chance auf eine Weiterbildung als ein Erwerbstätiger mit einfacher Aufgabe, Fachkräfte eine 1,9-mal so hohe. In Zukunft könnte die zunehmende Automatisierung und der Einsatz von Robotern zudem vor allem die Menschen mit einfachen Tätigkeiten ohne besondere berufliche Qualifikation hart treffen, da sie aufgrund mangelnder eigener finanzieller Ressourcen nur selten an Weiterbildung teilnehmen können, so Yendells Fazit.

http://www.zv.uni-leipzig.de/service/kommunikation/medienredaktion/nachr...

 

 

Bild: Rainer Sturm www.pixelio.de