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Große Herausforderungen für Organisationen

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Sonja Keppler und Patrick Peters

Governance & Management

Große Herausforderungen für Organisationen

Hochschul-Digitalisierung bringt deutliche Mehrwerte

Der Deutsche Hochschulverband will die digitale Lehre aufwerten und in der Wissenschaft wird die Digitalisierung der Bildung als weitreichende Zukunftsaufgabe benannt. Die Allensbach Hochschule in Konstanz setzt bereits seit Jahren konsequent auf die Digitalisierung und hat digitale Lehr-, Kommunikations- und Prüfungsformen entwickelt und etabliert. Hochschulen müssen echte Initiative ergreifen und die Digitalisierung aus eigener Kraft voranbringen.

Sonja Keppler und Patrick Peters, Fotos: privat

Die Nachrichtenlage zum Themenbereich „Digitalisierung und Hochschule“ wird immer breiter und nicht zuletzt durch die Erfahrungen und Anforderungen der Covid-19-Pandemie hat die Digitalisierung an Hochschulen eine große Dynamik erfahren. Das zeigt sich unter anderem an der steigenden Zahl an Diskussionsbeiträgen und offensiven Forderungen, diese Entwicklung voranzutreiben.

Ende April konnte man beispielsweise lesen „Hochschulen fordern Digitalisierungspauschale“ (o.V. 2021): „Der Präsident der Hochschulrektoren, Peter- André Alt, fordert für die Digitalisierung der Hochschulen eine jährliche Pauschale von rund 270 Millionen Euro. Aktuell arbeiteten die Hochschulen oft mit provisorischen Lösungen und finanzierten diese mit Geldern, ‚die sie kurzfristig für den reduzierten Präsenzbetrieb nicht benötigen‘. Mittelfristig brauchten sie jedoch große Summen für Lizenzen, die digitale Aufrüstung der Verwaltungen, ‚und wenn wir die Digitalisierung wirklich ernst nehmen, natürlich auch für Kameras und Studios, Reallabore und Cloudservice und vor allem für qualifiziertes Personal‘. Man brauche eine flächendeckende lokale WLAN-Versorgung, die Bandbreiten müssten erhöht, die Server- und Speicherinfrastruktur sollte ständig optimiert werden. ‚Auch die regelmäßige Weiterqualifizierung für die digitale Lehre kostet Geld‘, sagte Alt.“

In Zukunft generell mehr digitale Lehrformate
Auch im Fachmagazin Forschung & Lehre war zu lesen, dass der Deutsche Hochschulverband die digitale Lehre aufwerten will und die unvollständige Anrechnung digitaler Lehrformate kritisiert. In dem Beitrag heißt es: „Auch nach der Rückkehr zur Präsenzlehre rechnen viele Hochschulvertreter und Hochschulangehörige mit mehr digitalen Lehrformaten als vor Corona. Deren Anrechnung wird in vielen Lehrverpflichtungsverordnungen der Länder jedoch auf 25 Prozent begrenzt“ (Krapp 2021).

Die Debatte hat schon längere Tradition, wie beispielsweise das Hochschulforum Digitalisierung zeigt. In den 20 Thesen zur Digitalisierung der Hochschulbildung heißt es unter anderem: „Wie wir uns informieren, miteinander kommunizieren und umgehen, arbeiten und einkaufen: Digitale Medien haben sich fest im Alltag etabliert und verändern zunehmend unser gesellschaftliches Zusammenleben, mit weitreichenden Auswirkungen auf sozialer, wirtschaftlicher und politischer Ebene. Auch in den Hochschulen sind die Veränderungen und Herausforderungen, die die Digitalisierung mit sich bringt, ganz grundlegender und struktureller Art und gehen weit über rein technologische Aspekte hinaus. […] Es zeigt sich, dass die einzelnen Facetten der Digitalisierung sich nicht allein auf die Lehre beschränken, sondern die Hochschule in ihrer Gesamtheit beeinflussen. Jenseits der technischen und didaktischen Gestaltung digitaler Lehr- und Lernangebote bedarf es daher einer strategischen Auseinandersetzung der Hochschulen mit der Digitalisierung und politischer Weichenstellungen zur Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen“ (Hochschulforum Digitalisierung 2015).

….

Fazit
Hochschulen dürfen sich aber nicht zurückziehen und abwarten, dass die öffentliche Hand ihnen die Digitalisierung perfekt finanziert auf dem Silbertablett präsentiert. Sie müssen echte Initiative ergreifen und die Digitalisierung aus eigener Kraft voranbringen. An der Allensbach Hochschule ist der Wandel hin zur digitalen Hochschule mit persönlichem Betreuungscharakter ohne Fördermittel und Einmischung der öffentlichen Hand gelungen. Dieser Herausforderung müssen Hochschulen und deren Leitungen sich vor allem stellen wollen. Der technologische Wandel muss mit einem Mentalitätenwandel und Paradigmenwechsel im Verständnis von Bildung und Verwaltung generell zusammengehen. Dann lassen sich die notwendigen Strukturen auch anpassen.

  • Der komplette Beitrag ist im ► Onlineshop von Lemmens Medien erhältlich. Den Abonnenten der Zeitschrift Wissenschaftsmanagement steht der Beitrag in ihrem Account zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Dr. Sonja Keppler ist Professorin für Entrepreneurship und Innovationsmanagement und Vorsitzende des Prüfungsausschusses an der Allensbach Hochschule Konstanz.

Dr. Patrick Peters ist Professor für PR, Kommunikation und digitale Medien an der Allensbach Hochschule Konstanz.