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„Bildung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“

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Luis Padberg

Stipendien

„Bildung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“

Die Zahl der vergebenen Deutschlandstipendien an den Hochschulen hat sich im Jahr 2012 verdoppelt.

Das Konzept des Deutschlandstipendiums ist einfach und offensichtlich auch wirksam: Studenten werden mit 150 Euro von Privatpersonen, Alumni, Stiftungen oder von Unternehmen gefördert, weitere 150 Euro kommen dann vom Bund. Für die Einwerbung der Mittel bei den privaten Förderern ist die Hochschule zuständig. Gemeinsam mit BAföG und Studiendarlehen soll das Deutschlandstipendium die Studienfinanzierung in Deutschland erleichtern und unabhängiger vom Einkommen der Eltern machen.

Dass das Angebot angenommen wird, verdeutlichen die Zahlen: 2011 wurden insgesamt 5.375 Stipendien vergeben, in diesem Jahr sind es bereits 10.977. Somit ist anderthalb Jahre nach der Einführung fast jedes vierte Stipendium ein Deutschlandstipendium. Auch die Beteiligung der Hochschulen ist erfreulich: 263 von insgesamt 388 Hochschulen vergaben Deutschlandstipendien. Davon erreichten 104 Hochschulen die Höchstförderquote von einem Prozent aller Studierenden. 40 Hochschulen nahmen außerdem die neue Möglichkeit in Anspruch, die nicht genutzten Mittel anderer Hochschulen zu nutzen. Eine besonders erfolgreiche Hochschule ist die Goethe-Universität Frankfurt. Hier wurden 2012 insgesamt 382 Förderungen eingeworben, was die national zweithöchste Anzahl an Stipendien hinter der RWTH Aachen bedeutet. Besonders erfreulich ist in Frankfurt der hohe Anteil der Stipendien (70 Prozent), die von engagierten Bürgern, Ehemaligen und privaten Stiftungen gefördert werden. „Die Goethe-Universität hat es geschafft, mehrere Hundert Bürgerinnen und Bürger zu mobilisieren, mit dem Ziel, die besten Studierenden für die Goethe-Universität zu gewinnen“, sagt Vizepräsident Prof. Manfred Schubert-Zsilavecz. „Das ist ein sichtbares Beispiel für gelebtes bürgerschaftliches Engagement. Für dieses Bekenntnis zur Goethe-Universität möchteich mich bedanken“, so Schubert-Zsilavecz weiter. Die rege Beteiligung könnte unter anderem am speziellen Modell des Deutschlandstipendiums an der Frankfurter Universität liegen. Die geförderten Studenten erhalten nicht nur 300 Euro monatlich. Mit dem Stipendium ist auch ein ideelles Engagement verbunden: In verschiedenen Gruppen bearbeiten die Stipendiaten gemeinsam mit Mentoren aus Stadt und Region spezifische Projekte unter anderem zu Umwelt- und Sozialthemen. Immer mit Frankfurt-Bezug. „Insofern fließt auch etwas von dem Engagement der Bürgerinnen und Bürger damit wieder zurück in die Stadt“, freut sich Schubert-Zsilavecz. Aber nicht nur die RWTH Aachen und Goethe-Universität schnitten gut ab. An Standorten in allen Regionen Deutschlands, unabhängig von der Wirtschaftsstruktur, wurden gute und sehr gute Ergebnisse erzielt: So zum Beispiel auch an der Universität Duisburg-Essen, der Bergakademie in Freiberg, an der Ernst-Abbe-Fachhochschule Jena, an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde und an der Hochschule Niederrhein. Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesbildungsministerium, Helge Braun, zeigte sich über die Entwicklung erfreut: „Die Zahlen zeigen: Das Deutschlandstipendium hat sich an den Hochschulen etabliert.“ Außerdem betonte Braun die Vernetzungsfunktion des Stipendienmodells: „Bildung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Davon profitieren nicht nur die Studierenden, sondern auch die Hochschulen und Förderer selbst: Die Hochschulen vernetzen sich mit anderen Akteuren in ihrer Region, die Unternehmen kommen in Kontakt mit den Fachkräften von morgen.“ Bild: Rolf Friedrich/pixelio