17,5 Millionen Menschen haben am Sonntagabend das TV-Duell zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihrem Herausforderer Peer Steinbrück (SPD) verfolgt. 90 Minuten waren beide „auf Augenhöhe“, wie viele Kommentatoren anschließend meinten. Dass beide bestens vorbereitet in diesen politischen Schlagabtausch gingen, war selbstverständlich, aber auch, dass beide die Fragen der vier Moderatorinnen und Moderatoren als Vertreter der großen TV-Gruppen im Lande nicht vorher kannten. Aber umso unverständlicher war freilich, dass Merkel überhaupt nicht und Steinbrück lediglich zu Beginn kurz das Thema erwähnte, das für die Zukunft Deutschlands existentiell ist, nämlich Bildung, Wissenschaft und Forschung. Hier wurde eine große Chance vertan.