Das Archiv bietet Ihnen die special Beilagen zur Zeitschrift Wissenschaftsmanagement aus den Jahrgängen 2004 bis 2013 im PDF-Format kostenlos zum Download.
Eine Analyse europäischer Maßnahmen zum Schutz der Demokratie
Demokratien sehen sich vielschichtigen Bedrohungen ausgesetzt. Eine zentrale und oft diskutierte Bedrohung stellen KI-gesteuerte Instrumente wie Profiling, Targeting und Desinformationskampagnen dar. Die EU ist bemüht, solche negativen Auswirkungen von KI-basierten Systemen auf die Demokratie über verschiedene Maßnahmen zu regulieren.Dieses Papier untersucht vier zentrale Instrumente der EU zur Verhinderung von negativen Auswirkungen auf die Demokratie: Verbote, Transparenz, Risikomanagement und digitale Bildung. Die Analyse zeigt, dass der Ansatz der EU zwar hilft, die demokratische Partizipation von Individuen zu schützen, aber keinen umfassenden Schutz vor einer systemischen Bedrohung für die Demokratie bietet.
Die Redaktion Wissenschaftsmanagement und der Verlag Lemmens Medien wünschen allen Leserinnen und Lesern ein frohes Pfingstfest und verabschieden sich ins lange Wochenende. Hier folgt noch kurz ein Blick auf die parlamentarische Arbeit in dieser Woche.
Hochschulen als Zukunftslabore der klimaneutralen Gesellschaft
Im Dezember 2023 stürzte nachts die Decke eines Hörsaals an der Universität Marburg ein. Aufgrund von Wasserschäden mussten an der TU Berlin wenige Monate zuvor Lehrgebäude geschlossen werden. Dort, wo Wissenschaftler:innen zu den großen Fragen unserer Zeit forschen, bröckelt vielerorts die Bausubstanz. Laut Angaben der Kultusministerkonferenz (KMK) beläuft sich der Sanierungsstau an Hochschulen mittlerweile auf etwa 74 Milliarden Euro. Hochschulen können in einer modernen Wissensgesellschaft als Pioniere des Wandels angesehen werden, jedoch spiegelt sich das in der Bundesrepublik nicht in den Investitionen in den Hochschulbau wider.
Am Mittwoch, 15. Mai 2024, widmet sich der Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung in einer öffentlichen Anhörung dem Thema "Künstliche Intelligenz als Schlüsseltechnologie für Deutschlands Zukunft stärken". Auf Vorschlag der Fraktionen sind sieben Experten eingeladen. Heute blicken wir noch einmal auf die parlamentarische Arbeit in dieser Woche zurück.
Notwendige Kritik oder demokratieschädliche Desinformation?
Wenn Wissenschaft als elitär abgetan wird, unbestimmte Zweifel gesät und das Falsifikationsprinzip in der öffentlichen Debatte zurückgewiesen wird, hat das schwerwiegende Konsequenzen für die Legitimität demokratischer Prozesse. Aber worin unterscheiden sich demokratieschädliche Wahrheitsinfragestellungen und Desinformationskampagnen von legitimer und demokratisch notwendiger Kritik?
Mit dem Suchbegriff "Bundestag" recherchieren Sie in Meldungen aus der parlementarischen Arbeit zu den Themen Bildung und Forschung, die die Redaktion seit dem Jahr 2013 stets zum Wochenende für Sie zusammenstellt. Wir wünschen Ihnen einen schönen Wochenausklang!
Strategiewerkzeuge aus der unternehmerischen Praxis in Hochschulen und anderen wissenschaftlichen Einrichtungen erfolgreich einsetzen
Dieser CASE liefert konkrete Empfehlungen für das Vorgehen von Hochschulen und anderen Wissenschaftseinrichtungen zur erfolgreichen Entwicklung von Strategien unter Einsatz von Instrumenten aus der Wirtschaft. Das Ziel ist, durch effektive Nutzung bewährter Instrumente einen Beitrag zur strategischen Weiterentwicklung von Wissenschaftsorganisationen zu leisten und dabei angemessen auf die speziellen Anforderungen und Herausforderungen des akademischen Umfelds einzugehen.
Vergangene Woche haben wir an dieser Stelle auf die anstehende öffentliche Anhörung zum Thema Wissenschaftskommunikation im Bildungsausschuss verwiesen. Alle geladenen Sachverständige forderten in der Sitzung eine bessere Wissenschaftskommunikation. Eine Zusammenfassung der Anhörung entnehmen Sie der Meldung aus dem Bundestag, die wir für Sie weiter unten verlinkt haben. Wir wünschen Ihnen ein schönes Wochenende.
Die Grafik des Monats April unseres Partners rheform zeigt, in welchen deutschen Städten Studierende einen signifikanten Teil der Einwohnerzahl ausmachen. Das Ergebnis überrascht: Spitzenreiter sind kleine Großstädte (weniger als 480.000 Einwohner) und große Mittelstädte (bis 100.000 Einwohner).
Im Rahmen des Beitrags wird aufgezeigt, wie in der Verwaltung einer öffentlichen Hochschule Projektstrukturen genutzt werden, um abgetrennt von den laufenden Verwaltungsprozessen neue agile Arbeitsformen und -methoden zu erproben, ohne die routinisierten Abläufe der Verwaltung zu gefährden. Eine derartige Trennung von Organisationseinheiten in Bereiche, die ihren Fokus auf die Entwicklung von neuem Wissen legen und solchen, die sich um die effiziente Bewältigung der operativen Aufgaben der Organisation kümmern, nennt man Ambidextrie.In der betrachteten Hochschule wird zum Experimentieren mit neuen Arbeitsformen in der Verwaltung die Projekteinheit „Agility Lab“ gebildet. Die Mitarbeiter:innen in diesem Projektteam probieren in einzelnen Pilotbereichen abgetrennt von der übrigen Verwaltung neue Arbeitsformen aus, unterstützen bereichsübergreifende Zusammenarbeit und begleiten die Mitarbeiter:innen der Hochschule mithilfe von Informations- und Weiterbildungsangeboten beim Transformationsprozess hin zu einer agilen Organisation.