Newsletter

Mit unserem Newsletter immer auf dem Laufenden.

Newsletteranmeldung

Archiv

Das Archiv bietet Ihnen ältere Ausgaben aus den Jahrgängen 2003 bis 2017 der Zeitschrift Wissenschaftsmanagement im PDF-Format kostenlos zum Download.

Zum Archiv

Themendiskussion

Diskutieren Sie unsere Themen oder schlagen Sie uns Themen für die nächsten Ausgaben vor.

Themen diskutieren
Themen vorschlagen

Aktuelle Ausgaben
Jahresband 2025
Jahresband 2025
Weg zur weltweiten Öffnung
Jahresband 2023/24
Jahresband 2023/24
Alle 2023-2024 erschienenen Artikel zum Nach-Lesen
Jahresband 2022
Alle 2022 online erschienenen Artikel zum Nach-Lesen
Jahresband 2021
Alle 2021 online erschienenen Artikel zum Nach-Lesen
Sonderausgabe 2020
Sonderausgabe 2020
special Archiv

Das Archiv bietet Ihnen die special Beilagen zur Zeitschrift Wissenschaftsmanagement aus den Jahrgängen 2004 bis 2013 im PDF-Format kostenlos zum Download.

Zufriedenheit – Motivation – Leistung

news

Achim Loose

Personalführung

Zufriedenheit – Motivation – Leistung

Das Zwei-Faktoren-Modell von Herzberg et al. in der chemischen Industrie

Der Zusammenhang zwischen einer Leistungssteigerung und zielgerichteter, „richtiger“ Motivation – sei es bei Mitgliedern einer Organisation durch ihre Führungskraft oder bei Schülern durch ihre Lehrkraft – ist schon vielfach bestätigt worden (Becker 2018; Csikszentmihalyi 1996; Deci 1975; Edelmann 2003; Maslow 2002; Nerdinger 1995; Rheinberg 2002). Das von Herzberg et al. entworfene Modell, das auf ihrer empirischen Beobachtung einer offensichtlichen Zweidimensionalität von Arbeitszufriedenheit beruht, beschäftigt sich in diesem Zusammenhang mit zwei unterschiedlichen Arten von Faktoren, die sich auf die Motivation individueller Personen und Personengruppen auswirken (Herzberg/Mausner/Snyderman 1959).

Foto: privat

Dieses demnach als Zwei-Faktoren-Modell bezeichnete Konzept von Herzberg et al. (Herzberg/Mausner/Snyderman 1959) kann allgemein im praktischen Alltag der Personalführung in Wirtschaftsunternehmen sowie in außerwirtschaftlichen Organisationen offenbar sehr dienlich sein. Ein besonderes Einsatzterrain bietet sehr wahrscheinlich die Branche der Chemie. Die Zusammenhänge dieses Modells sollen deshalb hier für den speziellen Wirtschaftsbereich Chemie untersucht werden. Der Praxisbezug für die Führungskraft sei dabei hervorgehoben.

Auf dem Gebiet der Personalführung kommt der Motivationspsychologie und der Motivation als deren Forschungsgegenstand eine große Rolle zu (Becker 2018; Csikszentmihalyi 1996; Deci 1975; Edelmann,2003; Maslow 2002; Nerdinger,1995; Rheinberg 2002). Die Motivation wird dabei allgemein in die Kategorien extrinsische und intrinsische Motivation unterteilt (Rheinberg 2002, 72; Nerdinger 1995, 51; Heckhausen 1989, 455; Csikszentmihalyi 1996, 20, Loose 2025, 3).

Dabei versteht man unter dem Begriff der „extrinsischen Motivation“ gemäß Rheinberg „die Anregung vorhandener Motive durch äußere Anreize“ (Loose 2025, 3; Rheinberg 2002, 72). Derartige Anreize beinhalten einzelne Potenziale wie Geld- und Sachwerte, Laufbahnbeförderungen, gesellschaftliche Anerkennung und soziale Integration (Nerdinger 1995, 51; Csikszentmihalyi 1996, 20).
(…)
Fazit

Das Zwei-Faktoren-Modell von Herzberg et al. wurde im Vorangegangenen auf seine Entfaltungsmöglichkeit bezüglich der Wirtschaftsbranche Chemie untersucht. Es konnten dabei einige klare branchenspezifische Hygienefaktoren sowie auch Motivatoren ausgemacht werden. Wie sich bei weiterer Betrachtung zeigt, können vielfach Faktoren der extrinsischen Seite in ihrer jeweiligen Erweiterung und Transformation auch auf der intrinsischen Ebene genutzt werden, wobei dies durchaus auch auf andere Branchen übertragbar ist.

Bei geeigneter Umsetzung resultieren aus dieser Erkenntnis sowohl für die einzelnen beschäftigten Personen als auch für das gesamte Wirtschaftsunternehmen erfassbare Vorteile. Der zweifache Erfolg ergibt sich aus der Beziehung von Leistung und Motivation.

Da das Leistungsverhalten eines jeden einzelnen Menschen stark von seiner Motivation abhängt (Becker 2018; Csikszentmihalyi 1996; Deci 1975; Edelmann 2003; Maslow 2002; Nerdinger 1995; Rheinberg 2002) und dies bei solcher von intrinsischer Natur im Allgemeinen noch effektiver ist als im extrinsischen Fall (Csikszentmihalyi 1996, 180; Edelmann 2003, 32; Becker 2018, 146), dient das betrachtete Konzept sowohl der „wirklichen“ Arbeitszufriedenheit der Beschäftigten als auch der Realisierung der Ziele des Unternehmens der Branche Chemie.

 

    Den kompletten Artikel können Sie weiter unten downloaden.

Dr. Achim Loose hat nach seinem Studium der Chemie an der TU Clausthal im Fach „Physikalische Chemie“ an der TU Braunschweig promoviert und an der FernUni Hagen BWL studiert. Seit 2006 ist er Geschäftsführer der NORDANTEC GmbH in Bremerhaven, die auf dem Gebiet der Entwicklung und Produktion von Messgeräten zur chemischen Analytik arbeitet. Foto: privat