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Wissenschaft bei Ausgründungen unter Druck

news

Dagmar Simon und Andreas Knie

Innovationspolitik

Wissenschaft bei Ausgründungen unter Druck

Viel Bemühen, zu wenig Erfolge, fehlende Reputation. Neue Wege erforderlich.

Die Hochschulen haben in den letzten Jahren erhebliche Anstrengungen im Auf- und Ausbau von Transfereinrichtungen sowie beispielsweise von Gründungslaboren entwickelt. Auch in den großen außeruniversitären Trägerorganisationen wird das Thema akademischer Ausgründungen hoch gehandelt. So ist es ein Ziel des für diese Einrichtungen geltenden Pakts für Forschung und Innovation, die Innovationsbilanz zu verbessern – unter anderem durch Instrumente zur Förderung von Ausgründungen und zur Nutzung von Forschungs- und Entwicklungsergebnissen in Netzwerken.

Die einzelnen Trägereinrichtungen versuchen, dabei neben den Instrumenten der Ausgründungsberatung und -förderung und einer aktiven Patentverwertung auch neue Wege zu gehen: Die Fraunhofer Gesellschaft ist qua Gründungsauftrag in diesem Segment der Unternehmensgründungen besonders aktiv und fördert neben vielen anderen Instrumenten die regionale Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft durch „FhG-Innovationscluster“ oder die „Übermorgen Projekte“.

Die Helmholtz-Gemeinschaft unterstützt den Technologietransfer durch „Validierungsfonds“ und die Max-Planck-Gesellschaft durch das „Lead Discovery Center“, das der Weiterentwicklung biowissenschaftlicher Forschungsprojekte im Hinblick auf pharmazeutische Anwendungsprojekte dient.

Die Leibniz-Gemeinschaft wiederum versucht durch die Einrichtung von „Applikationslaboren“ die Forschungsergebnisse zu praxisgerechten Funktionsmodellen weiterzuentwickeln, und hat dabei auch Unternehmensgründungen im Blick.

Selbst die Deutsche Forschungsgemeinschaft – Gralshüterin exzellenter Grundlagenforschung – will neue Voraussetzungen schaffen, um den Ausbau von Transferaktivitäten in allen Wissenschaftsgebieten zu forcieren. Die Ergebnisse sind insgesamt nicht sehr beeindruckend: Zwar hat Deutschland im Vergleich zum europäischen Ausland eine hohe Selbstständigenrate in den akademischen Berufen und die Unternehmensgründungen durch Hochschulabsolventen – sogenannte Start-ups – sind beachtlich, doch bleibt die Zahl der besonders interessanten und aussagekräftigen Spin-offs deutlich hinter den wissenschaftspolitischen Erwartungen zurück: Pro Jahr entstehen aus der gesamten akademischen Landschaft ca. 2.000 Spin-offs mit in den letzten fünf Jahren eher fallender Tendenz. Sektor- oder branchenbezogen entstehen Ausgründungen mehrheitlich in Biotechnologie und Medizin, Informations- und Kommunikationstechnologien, Materialforschung, Verkehr und Logistik sowie im Bereich der allgemeinen Dienstleistungen.

Dagmar Simon und Andreas Knie
Wissenschaftszentrum Berlin
Quelle des kompletten Beitrages: Wissenschaftsmanagement 2/2012