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Wie man eine Allianz baut

news

Derk H. Schönfeld, Bernd Scholz-Reiter und Iris Pigeot

Governance & Management

Wie man eine Allianz baut

Die U Bremen Research Alliance

Das deutsche Wissenschaftssystem weist eine zentrale Besonderheit auf. Wesentliche Akteure sind sowohl die Hochschulen, die von den Bundesländern getragen werden, als auch die außeruniversitären Forschungseinrichtungen, die von Bund und Ländern gemeinsam finanziert werden und die besonderen und nicht einheitlichen Regelwerken unterliegen. Dies hat in vielen Bereichen zu einer Dualität geführt und Kooperationspotenziale werden nicht voll ausgeschöpft. Insbesondere an Standorten, die in räumlicher Nähe eine Vielzahl von Wissenschaftseinrichtungen aufweisen, müssen – auch im Sinne des globalen Standortwettbewerbs – neue Wege der Kooperation beschritten werden.

Bild:  U Bremen Research Alliance

Seit den 1990er-Jahren ist im Bundesland Bremen eine einzigartige Wissenschaftslandschaft gewachsen. Eine starke Universität befördert starke außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und starke außeruniversitäre Forschungseinrichtungen (AUF) befruchten die universitäre Entwicklung. Dieser Leitgedanke war Grundlage für die Entwicklung Bremens zu einem renommierten und international beachteten Wissenschaftsstandort in den letzten Jahrzehnten. Auch die räumliche und inhaltliche Nähe der Wissenschaftseinrichtungen zueinander ist ein Erfolgsfaktor.

Der Wissenschaftsstandort Bremen – Nährboden einer Allianz
Über dieses sich gegenseitig befruchtende System haben sich vier gemeinsame interdisziplinäre Wissenschaftsschwerpunkte (WSP) herausgebildet: Marine-, Polar- und Klimaforschung, Materialwissenschaften und ihre Technologien, Minds Media Machines und Gesundheitswissenschaften.

Elf Institutionen – die Universität Bremen und zehn Bund-Länder- finanzierte AUF der Deutschen Wissenschaftsorganisationen und des Deutschen Forschungszentrums für künstliche Intelligenz – haben sich 2016 zur U Bremen Research Alliance (UBRA) zusammengeschlossen mit dem Ziel, eine noch engere Zusammenarbeit mit kurzen Wegen zu institutionenübergreifenden Themen zu schaffen. Der gemeinsame Aufbau von Infrastrukturen, exzellenten Service- und Beratungsstrukturen und maßgeschneiderten Karrierewegen sowie die schnelle Umsetzung wissenschaftlicher Ideen bilden den Kern „U Bremen Research Alliance“. Für Wissenschaftler: innen wird so eine Umgebung mit besten Arbeitsbedingungen entstehen, um kreativ, frei und hoch kooperativ zu arbeiten.

Die Allianz besteht inzwischen aus 13 Institutionen, deren Kooperation durch die Gründung des gemeinnützigen U Bremen Research Alliance- Vereins im Mai 2020 auch unter eine Rechtsform gestellt wurde.

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Fazit
Das Vorhaben, eine Allianz zu entwickeln, kann nicht als abgeschlossen betrachtet werden. Eine zentrale Herausforderung wird es bleiben, in Bremen den besten Nährboden zu schaffen für zukunftsweisende Forschung sowie für Wissenschaftler: innen, die „besser vernetzt“ über den Stand der Forschung hinausdenken und Visionen entwickeln können. Eine weitere Herausforderung wird es sein, kooperative Servicestrukturen bereitzustellen. Hier wird großes Synergiepotenzial gesehen, wenn die Mitglieder vorhandene Strukturen gegenseitig öffnen und neue Strukturen gemeinsam entwickeln. So werden 2021 die strukturellen Voraussetzungen geschaffen, um 2022 erste kooperativ gestaltete Ausbildungsplätze als Verbundausbildung anzubieten sowie im Wissenschaftsmanagement bis 2022 Hospitationen und Programme zum „Job-Shadowing“ zu etablieren. Neben der Steigerung der Attraktivität für qualifiziertes Personal soll dies dazu beitragen, eine gemeinsame Sprache zu entwickeln und den Austausch über Disziplingrenzen hinweg zu unterstützen.

Letztendlich bedeutet an der  Spitze des Aufbruchs zu sein und nicht dem Fortschritt hinterherzulaufen, die kooperative Umsetzung von reflektierten Ideen in der Wissenschaft bestmöglich zu unterstützen. Dies erfolgt mit Personal, das über die Allianz für Bremen gewonnen wird, und mit der Unterstützung von Ideen, die insbesondere Bottom-up aus den Mitgliedseinrichtungen und vom wissenschaftlichen Nachwuchs generiert werden. Die Erfahrung hat gezeigt, dass dies vor allem dann gelingt, wenn über die Allianz selbst oder über kooperativ eingeworbene Mittel zusätzliche Ressourcen bereitgestellt werden können, um Vorhaben anzuschieben. So soll eines dieser Vorhaben Bremen mittelfristig zu einem Kompetenzzentrum für kooperatives Forschungsdatenmanagement entwickeln (Pigeot et al. 2021).

  • Der komplette Beitrag ist im ► Onlineshop von Lemmens Medien erhältlich. Den Abonnenten der Zeitschrift Wissenschaftsmanagement steht der Beitrag in ihrem Account zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Derk H. Schönfeld, MBA. MBA (Hochschul- und Wissenschaftsmanagement; Hochschule Osnabrück) ist Geschäftsführer der U Bremen Research Alliance.

Prof. Dr.-Ing. Bernd Scholz-Reiter ist Vorsitzender der U Bremen Research Alliance und Rektor der Universität Bremen.

Prof. Dr. Iris Pigeot ist stellvertretende Vorsitzende der U Bremen Research Alliance und Direktorin des Leibniz-Instituts für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS.

Bild: U Bremen Research Alliance