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Runde zwei für mehr Professorinnen

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Cédric Koch

FÖRDERPROGRAMM

Runde zwei für mehr Professorinnen

Bund und Länder stellen bis 2017 erneut 150 Millionen Euro für Professorinnen-Stellen zur Verfügung. Studie zeigt: Frauen bei Berufsaufstieg weiterhin benachteiligt

Das „Professorinnen-Programm“ von Bund und Ländern ist in die zweite Runde gestartet. Für die nächsten fünf Jahre stellen das Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie die Länder zusammen 150 Millionen Euro zur Verfügung, um neue Stellen für weibliche Hochschullehrer zu schaffen. Der Grund: „Exzellente Hochschulen sind nicht nur auf die besten Wissenschaftler angewiesen, sondern auch auf die besten Wissenschaftlerinnen“, sagt Bildungsministerin Annette Schavan (CDU).

Voraussetzung für den Erhalt der Fördermittel ist die Vorlage oder bereits erfolgte Umsetzung eines umfassenden Gleichstellungskonzeptes für die Hochschule. Weiß dieses ein unabhängiges Expertengremium zu überzeugen, so unterstützen die öffentlichen Financiers bis zu drei weibliche Professuren pro Universität oder Fachhochschule. "Es gibt zu wenige Professorinnen, die meisten Hochschullehrer sind Männer", sagt Schavan. Laut Statistischem Bundesamt lehrten und forschten 2010 insgesamt 7.945 Professorinnen in Deutschland – etwa 19 Prozent aller Lehrstühle. In der ersten Runde des Professorinnen-Programms, die von 2008 bis 2012 lief, wurden zu diesem Zweck bereits 260 weiblich besetzte Lehrstühle finanziert. „Das ist ein Erfolg – aber noch lange nicht genug. Deshalb haben wir jetzt eine zweite Runde gestartet“, sagt Schavan. Doch nicht nur der akademische Bereich hat Nachholbedarf bei der Gleichstellung: Eine neue Studie des HIS-Instituts für Hochschulforschung (HIS-HF) in Hannover zeigt, dass die beruflichen Aufstiegschancen für Akademikerinnen auch insgesamt geringer sind als für ihre männlichen Ex-Kommilitonen. „Akademikerinnen stoßen weiterhin an eine ‘gläserne Decke‘“, sagt Michael Grotheer, Autor der Studie. Demnach befinden sich fünf Jahre nach Abschluss des Studiums 42 Prozent der männlichen Fachhochschulabsolventen und 35 Prozent der Universitätsabsolventen in Führungspositionen – bei ihren weiblichen Kollegen liegt der Anteil mit 30 Prozent beziehungsweise 24 Prozent deutlich darunter. Weiterhin belegte die Untersuchung, dass Frauen in der Privatwirtschaft rund 20 Prozent weniger verdienen, selbst wenn sie in Führungspositionen sind. Obwohl Studiengänge mit hohem Frauenanteil, wie etwa die Kulturwissenschaften, generell geringere Aufstiegschancen als etwa MINT-Studiengänge bieten, lassen sich die Unterschiede laut Grotheer nicht allein durch die unterschiedliche Fächerwahl begründen: „Selbst wenn wir von ähnlichen individuellen Voraussetzungen ausgehen, von ähnlichen Studienleistungen, ähnlichen Kompetenzen und ähnlichen Gelegenheitsstrukturen, bleiben die Karrierenachteile für Frauen bestehen“. Foto: Stuelpner/pixelio