Termine

Bundeswissenschaftswoche

Wichtige Termine von überregionalem Interesse.

Aktuelle Termine

Newsletter

Mit unserem Newsletter immer auf dem Laufenden.

Newsletteranmeldung

Archiv

Das Archiv bietet Ihnen ältere Ausgaben aus den Jahrgängen 2003 bis 2017 der Zeitschrift Wissenschaftsmanagement im PDF-Format kostenlos zum Download.

Zum Archiv

Themendiskussion

Diskutieren Sie unsere Themen oder schlagen Sie uns Themen für die nächsten Ausgaben vor.

Themen diskutieren
Themen vorschlagen

Aktuelle Ausgaben
Sonderausgabe 2020
Sonderausgabe 2020
special Archiv

Das Archiv bietet Ihnen die special Beilagen zur Zeitschrift Wissenschaftsmanagement aus den Jahrgängen 2004 bis 2013 im PDF-Format kostenlos zum Download.

Fragwürdige Führungskultur

news

Maria Walsh

Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen

Fragwürdige Führungskultur

Machtmissbrauch an außeruniversitären Forschungseinrichtungen

Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit Machtmissbrauch an außeruniversitären Forschungseinrichtungen im deutschen Wissenschaftssystem. Er behandelt dabei Gegebenheiten und Ursachen, wie etwa eine nicht selten anzutreffende fragwürdige Führungskultur, mangelnde (Fach-) Kenntnisse und strukturelle Bedingungen. Weiterhin werden gängige Umgangsweisen problematisiert und Lernpotenziale aus anderen Bereichen thematisiert.

Wissenschaftsmanagement - Entscheiden.Führen.Gestalten

Um Machtmissbrauch innerhalb des deutschen und deutschsprachigen Wissenschaftssystems hat sich in den letzten Jahren eine öffentliche Debatte entwickelt (vergleiche etwa Agarwala/ Scholz 2017; Scheloske 2018). Diese wurde durch einige medienwirksame Fälle in renommierten außeruniversitären Instituten und an Universitäten ausgelöst. Machtmissbrauch meint in diesem Zusammenhang üblicherweise das Ausnutzen der individuellen Position zum eigenen Vorteil oder zum Nachteil anderer. In einem System, das durch Machtgefälle, Abhängigkeits- und prekäre Arbeitsverhältnisse geprägt ist, kommt der Prävention und dem adäquaten Vorgehen bei Fehlverhalten eine herausragende Bedeutung zu.

In der Konsequenz hat der Diskurs zahlreiche Maßnahmen angestoßen, die den Umgang mit Machtmissbrauch für Betroffene erleichtern und diesem im Idealfall vorbeugen sollen (siehe Anmerkung). Insbesondere die Vorschläge des Doktorandennetzwerks N2 der Max-Planck-Gesellschaft sowie des Promovierendennetzwerks einiger großer außeruniversitärer Forschungseinrichtungen erhielten viel öffentliche Aufmerksamkeit (siehe Max Planck PhDnet 2018; N2 2019).

Anmerkung: So aktualisierten und erweiterten zahlreiche außeruniversitäre Forschungseinrichtungen ihre Leitlinien zur guten wissenschaftlichen Praxis. Bspw.: https://www.ipfdd.de/de/oeffentlichkeitsarbeit/aktuelles/news-detailseit... (abgerufen am: 08.04.2020); MPG 2019. Hochmuth merkt hierzu an, dass „[e]in Handeln, das erst nach der Lektüre einschlägiger Berichte in der Presse über Mobbingfälle im eigenen Haus startet, […] nicht das Ziel professioneller Führung sein [kann]. Führung, die eben auch und gerade auf dem Feld des Konfliktmanagements nötig ist.“ (Hochmuth 2020, 495).

  • Der komplette Beitrag ist im ► Onlineshop von Lemmens Medien erhältlich. Den Abonnenten der Zeitschrift Wissenschaftsmanagement steht der Beitrag in ihrem Account zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Dr. Maria Walsh ist Independent Researcher und war bis Ende 2019 Senior Researcher und stellvertretende Leiterin beim Nationalen Zentrum für Kriminalprävention, einer Arbeitsstelle des Deutschen Forums für Kriminalprävention.