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Feindliche Übernahme der BWL fand nicht statt

news

Markus Lemmens

1995 - 2014

Feindliche Übernahme der BWL fand nicht statt

20 Jahre Wissenschaftsmanagement – Zeitschrift für Innovation

Zwei Jahrzehnte sind keine Ewigkeit. Aber sie bilden eine solide Basis. Ende 2014 wurde Wissenschaftsmanagement – Zeitschrift für Innovation 20 Jahre alt. Die Entwicklung des neuen Themen- und Organisationsfeldes war den Gründungsherausgebern – die das Periodikum nach der staatlichen Einigung Mitte der 90er Jahre ins Leben riefen – aus mehreren Motiven heraus wichtig: Die deutsche Hochschul- und Wissenschaftslandschaft wurde damals neu geordnet; Fragen nach einer effizienteren und effektiveren Organisation von Wissenschaft und Forschung suchten Antworten; die politische Unterstützung wuchs, im rohstoffarmen Land Deutschland mehr in Bildung, Forschung und Technologie zu investieren. Es lag deshalb nahe, erprobte Instrumente aus der Betriebswirtschaft auf Ihre Übertragbarkeit hin zu überprüfen; Erfahrungen aus internationalen Systemen wurden in das „Management für die Wissenschaft“ integriert. Heute ist eine Vielzahl von Akteuren erfolgreich tätig.

Bild: Regina Fischer

Analyse der Textgruppen: Schwerpunkte, Managementbeiträge, Weiterbildungsbegriffe: Die Ausgaben 1995 bis 2014 der Zeitschrift Wissenschaftsmanagement wurden analysiert. Ziel war es, die Anzahl der Texte, die sich Themen zuordnen lassen, zu zählen. Es wurden in der Zeitschrift die folgenden Quellen ausgewertet: Schwerpunktexte, Managementbeiträge und die bearbeiteten Weiterbildungsbegriffe. Daran lässt sich die Themenstruktur ablesen. Bei der Erfassung war nicht ausschlaggebend, in welcher der Ausgaben der Beitrag erschien. Der Mehrwert, der in einer zeitlichen Zuordnung innerhalb der Jahre und einem damit möglichen Beleg von Themenzyklen liegen würde, war mit der Datenlage nicht leistbar. Der Grund liegt unter anderem in der längerfristigen Abstimmung und Bearbeitung der Texte. Zudem sind zahlreiche Beiträge auch als Abschlusspublikationen von Projekten veröffentlicht worden, die für sich bereits eine längere Laufzeit hatten und somit zeitliche Themenwechsel nicht exakt abbilden würden. Der Redaktion geht es vielmehr darum, die Breite der Inhalte aufzuzeigen, die auch dem differenzierten Berufsfeld des Wissenschaftsmanagers entsprechen.

Eine Sorge war unberechtigt

Die Dominanz der Betriebswirtschaft hat es bisher nicht gegeben. Die vielfach formulierte Warnung, mit dem Wissenschaftsmanagement nehme ein BWL-Denken in der Organisation von Lehre und Forschung überhand, hat offenbar gewirkt. Die publizistische Begleitung des Wissenschaftsmanagement im deutschsprachigen Raum zeigt, dass die Felder Hochschule/Universität, Forschung und Personal – gefolgt von Management und Wissenschaft – in der Spitzengruppe von 82 bis 149 Beiträgen liegen. Die exakt als BWL-Artikel identifizierbaren Beiträge kamen nur auf die Gruppengröße 10. Gleichwohl ist festzuhalten, dass sich Spezialfragen der Strategischen Steuerung (37), der Budgetierung und Finanzierung (29) sowie der Prüfung, Bewertung und Erfassung (23) zumindest dem Erfahrungswissen der BWL zuordnen lassen. Diese Texte zeigen aber in der Feinanalyse, dass sie die betriebswirtschaftlichen Oberthemen im Kontext von Lehre, Forschung und Wissenschaft behandeln und damit auf die Besonderheiten der Wissenschaft achten. Darin liegt ein Beitrag zum „Management für die Wissenschaft“ und nicht „der Wissenschaft"

Wer liegt nun vorn?

Den Titel holten bisher die 149 Beiträge zum Thema Hochschule/Universität. Sie untergliedern sich in die Unterpunkte: Hochschulpolitik, Controlling, SAP-Systeme in Hochschulen, Corporate Relations als ein Modell für deutsche Hochschulen, die strategische Hochschulentwicklung und -finanzierung, Fusionen, das Fakultätsmanagement, die Diskussion um den Standortfaktor Hochschule, Green Campus und Themen rund um die Markenbildung, das Marketing und die Kommunikation bilden die Bandbreite. Imageanalysen und die Suche nach neuen Finanzierungsformen bilden die Brücke zur zweiten Gruppen: der Forschung.

Themen 1995 - 2014

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Mit 142 Artikeln schaffte die Forschung Silber. Hier stehen Fragen der Finanzierung und die Forschungsförderung oben an, das Clustermanagement, die Instrumente Controlling und Rating, die Governance von Forschung und die Suche nach verbesserten Kooperationsformen sowie die Konzentration auf Analysen der außeruniversitären Forschung folgen. Dem Management von Forschung wird naturgemäß ein großes Gewicht gegeben und Fallbeispiele aus der Fraunhofer -Gesellschaft, der Helmholtz-Gemeinschaft und den Schnittfeldern zwischen Grundlagen- und Anwendungsforschung, die sich im Rating- und Patentwesen niederschlagen, zeigen die praktische Ausrichtung der Beiträge.

Noch einen Platz auf dem Treppchen kann das Thema Personal ergattern. Bronze geht an die 86 Artikel, die sich von Fragen der Personalentwicklung und dem -management bis zu Leadership bewegen. Unter diesem Themenschirm spielen Aspekte der Anreizsysteme, des Mentoring, des Recruiting, grundlegende Fragen des Arbeitsrechtes inklusive dem Besoldungsrecht, dem Nebentätigkeitsrecht und der Tarifregelungen (TV-L) eine Rolle. Das Diversitymanagement schafft es in die Gruppe, ebenso die „Sorge“ um den Weg des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Stark vertreten: Wissenschaft und Management

Den Medaillenrängen folgen stets die undankbaren vierten und fünften Plätze. Aber wie im Sport entscheiden auch im Wissenschaftsmanagement Hundertstel oder ganze vier Texte: Wissenschaft und Management kommen jeweils auf 82 Beiträge. Unter der Wissenschaft sammeln sich die beiden Top-Themen Wissenschaftsmanagement und -kommunikation, gefolgt von den Aspekten Freiheit, Interessenvertretung, Marketing, Wissenschaftsrecht und -rat. Stiftungen waren häufig vertreten ebenso wie der wissenschaftliche Wettbewerb und die Wissenschaftswettbewerbe. Das Management verteilt sich auf das Qualitätsmanagement, mit 19 Texten eindeutig der beste Spieler im Team, gefolgt von Themen wie: Benchmarking, Change-, Facility-, Identity- und Konfliktmanagement. Prozessmanagement und Relationship-Management.

Zum kleinen Jubiläum hat die Redaktion die Gründungsherausgeber gebeten, zu ihren 95er-Editorials aus heutiger Sicht Stellung zu nehmen. Vier Herausgeber wurden gewonnen. Sie schreiben in der aktuellen Ausgabe, was sich getan und „noch nicht“ eingestellt hat.