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Wie steht es um Deutschlands Spitzenführungskräfte?

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Bruni Köppen

Führungskultur

Wie steht es um Deutschlands Spitzenführungskräfte?

Die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts an eine lebendige Unternehmenskultur

Eine neue Studie befasst sich mit der Frage, warum wir gesamtgesellschaftlich ein zeitgemäßes Führungsverständnis brauchen. Im Auftrag der drei Projektpartner stiftung neue verantwortung, Egon Zehnder International und Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) wurden Minister, Parteivorsitzende, Vorstände führender Unternehmen, Universitätspräsidenten, Gewerkschaftschefs, hochrangige Kirchenvertreter und Militärs sowie Vorsitzende großer zivilgesellschaftlicher Organisationen zu den Anforderungen an Deutschlands Führungskräfte im 21. Jahrhundert interviewt. Das Ergebnis dieser unter 30 Spitzenkräften durchgeführten Umfrage (darunter fünf Frauen) wurde am 17. April in Berlin unter dem Titel „Jeder für sich und keiner fürs Ganze?“ vorgestellt.

Alle Befragten waren sich einig, dass Zukunftsfragen nur durch eine vertiefte Zusammenarbeit zwischen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft beantwortet werden können. Gleichzeitig betonten sie, dass die Vernetzung zwischen diesen Bereichen bislang nicht ausreiche und sich eine entsprechende Führungskultur erst noch entwickeln müsse. Vorrangig sehen sie drei Herausforderungen:

Erstens: Die Abschottung der einzelnen Sektoren müsse aufgegeben werden. Die großen Aufgaben seien in Zukunft nur zu bewältigen, wenn die Akteure konstruktiv miteinander kooperieren.

Zweitens: Da durch die steigende Komplexität die heutigen Probleme immer stärker miteinander verknüpft seien, würden die Führungsanforderungen an jede Organisation in neue Dimensionen wachsen, die „ein Verständnis für die Vielfalt der Einflussfaktoren und die Vernetzung mit anderen Sektoren unersetzlich“ machten.

Drittens: Nach Ansicht von Jutta Allmendinger vom WZB stehen in Zeiten von Stuttgart 21 und Facebook Politiker und Unternehmenschefs immer stärker im Scheinwerferlicht. Die Hektik des Tagesgeschäfts lasse ihnen kaum Raum für ungestörtes Nachdenken. Da schafften es nur die wenigsten, sich genügend Auszeiten zu nehmen.

Auf der Grundlage ihrer Analyse raten die Autoren zum Umdenken. In Zukunft komme es darauf an, netzwerkorientiert zu führen, Menschen einzubinden und über den eigenen Sektor hinaus zu denken.

http://www.stiftung-nv.de/fuehrungsstudie