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Berlin Research 50 – Außeruniversitäre Forschung in Berlin

news

Anja Sommerfeld und Gregor Hofmann

Forschungsverbünde

Berlin Research 50 – Außeruniversitäre Forschung in Berlin

Und die Bedeutung für die Wissenschaftsmetropole

Berlin verfügt über eine einzigartige Vielfalt und räumliche Dichte an Universitäten, Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Die fachliche Diversität ist enorm. Berlin hat somit einen einzigartigen Stellenwert in Europa, wenn nicht sogar weltweit. Jedoch wird das Potenzial zur wissenschaftlichen Zusammenarbeit in Berlin noch nicht konsequent genutzt. Auf dem Erfolg der Exzellenzstrategie aufbauend strebt Berlin einen integrierten Forschungsraum an, um die Metropolregion als weltweit führende Wissenschaftsregion zu positionieren. Mit dem Verbund Berlin Research 50 haben sich die Außeruniversitären Forschungseinrichtungen der Hauptstadt nun gut aufgestellt, um dieses Ziel gemeinsam mit den in der Berlin University Alliance zusammengeschlossenen Universitäten voranzutreiben.

Berliner Standorte der BR50-Mitgliedseinrichtungen (Vereinsmitglieder und assoziierte Mitglieder), farbliche Kodierung an Hand der Dachorganisation (Stand: April 2023).

Zu den optimalen Bedingungen für exzellente Wissenschaft gehört eine enge Abstimmung zwischen Forschungseinrichtungen. Forschungsverbünde und Allianzen, die sich anhand von regionalen sowie institutionellen Gemeinsamkeiten aufgestellt haben, sind gute Beispiele dafür, so etwa U Bremen Research Alliance, Bayrisches Wissenschaftsforum BayWISS, German Universities of Applied Science, German U15, oder TU9. In Berlin wurde im Rahmen der Exzellenzstrategie im Jahr 2018 der Exzellenzverbund Berlin University Alliance gegründet, der die Freie Universität Berlin, die Humboldt-Universität zu Berlin, die Technische Universität Berlin und die Charité – Universitätsmedizin Berlin vereint.

Effektive Struktur für flexibles Handeln
Die Gründung von BR50 erfolgte selbstinitiativ im Frühjahr 2020. Circa 50 der Berliner AUFE schlossen sich dem Verbund an, der zunächst als loses Netzwerk organisiert war. Die niedrigschwellige und dadurch effiziente Struktur des Verbundes war für die Mitgliedseinrichtungen attraktiv. Außerdem können und sollen Mitgliedseinrichtungen aktiv den Verbund gestalten, ihre Ideen und Fragestellungen einbringen, um strategisch zur Entwicklung des Berliner Forschungsraums beizutragen. BR50 will nicht als neue Dachorganisation existierende Strukturen doppeln, sondern sie soll genau dort agieren, wo die Mitglieder Handlungsbedarf sehen – agil und flexibel, ohne interne bürokratische Hürden.

Erfolgsrezept BR50 – trotz und wegen der Krisen und den Umbrüchen in Berlin
Die Gründung von BR50 im Frühjahr 2020 an sich war schon ein großer Erfolg, da sich von Beginn an fast 50 Einrichtungen diesem selbstinitiierten Verbund angeschlossen haben. Auch die Berliner Politik hat die Initiative sehr begrüßt und die Einrichtung von Geschäftsstellen mit einer Anschubfinanzierung unterstützt. Seither erfreut sich BR50 einer großen politischen Akzeptanz als relevante Akteurin der Berliner Wissenschaftslandschaft.

BR50 – Gemeinsam für den Forschungsraum Berlin
Zwischen BR50-Themen und Themen für den Forschungsraum Berlin zu trennen ist quasi nicht möglich. Daher steht BR50 in engem Austausch mit Partnern wie der BUA und anderen Wissenschaftsakteuren in Berlin, Akteuren der Wirtschaftsförderung (von Berlin Partner über die Zukunftsorte bis hin zum Technologieparkbetreiber WISTA), und nicht zuletzt politischen Akteuren der Berliner Landespolitik.

Fazit
BR50 zeigt, wie aus dem Willen zur Kooperation und Vernetzung innerhalb von gerade einmal zwei Jahren eine solide Kooperationsplattform entstehen kann, die in ihrem dritten Jahr in Form der Vereinsgründung verstetigt wurde. Doch trotz all des Lobes muss sich in der näheren Zukunft zeigen, ob der Verbund nachhaltig liefern kann. Wie die BR50-Sonderauswertung des Berlin Science Survey gezeigt hat, besteht durchaus Nachholbedarf: Abgesehen von den Leitungsebenen und einzelnen Mitarbeitenden der Mitgliedseinrichtungen, ist BR50 noch nicht sehr bekannt unter den Wissenschaftler:innen. Dabei entstehen neue und innovative Forschungsansätze selten durch von oben gesteuerte Prozesse. Die Potenziale interdisziplinärer Kooperationen müssen von den Forschenden selbst identifiziert und vorangetrieben werden. Dies beschreibt den nächsten wichtigen Schritt in der Entwicklung von BR50.

 

  • Der komplette Artikel ist im ► Onlineshop von Lemmens Medien erhältlich. Den Abonnenten der Zeitschrift Wissenschaftsmanagement steht der gesamte Beitrag in ihren Accounts zum kostenlosen Download zur Verfügung.

 

Dr. Anja Sommerfeld ist die Leiterin der BR50 Geschäftsstelle. Seit 2016 ist die studierte Meteorlogin und promovierte Klimaphysikerin im Wissenschaftsmanagement tätig.

Dr. Gregor Hofmann leitet den Präsidialstab am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. Zuvor hat er unter anderem am Aufbau der Geschäftsstelle von BR50 mitgearbeitet.