Treiber von Wohlstand, Innovation und demokratischer Gestaltung
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Die Zukunft der Wissenschaft
Treiber von Wohlstand, Innovation und demokratischer Gestaltung
Die neue Welt der Wissenschaft
Rede des Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft Professor Dr. Patrick Cramer
Professor Patrick Cramer, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, schildert eine Vision für das Jahr 2040. Auf einer imaginären Zugreise von München nach Hamburg sieht er eine Zukunft mit fortschrittlicher Energie (Solaranlagen, Wind, erste Fusionskraftwerke), humanoiden Robotern mit guter Technikethik und freundlichem Verhalten. Eine Animation am Hafengebiet Hamburgs verdeutlicht eine klimaneutrale Hafenstadt, die durch wissenschaftliche Durchbrüche und nachhaltige Technologien Wohlstand schafft.
Er reflektiert, wie Wissenschaft der Treiber des Wandels war, jedoch der Weg dorthin schwierig war. In einer Rückblende erinnert er sich an seinen Vortrag 2026 im Übersee-Club, in dem Demokratie und Wissenschaft weltweit gefährdet waren, Bürokratie die Gesellschaft lähmte und soziale Medien Polarisierung anheizten. Trotz Herausforderungen habe Europa schließlich seinen eigenen Weg gefunden, die Balance zwischen technologischer und gesellschaftlicher Erneuerung zu finden. Wichtig war laut dem Vortrag, Forschung und Entwicklung in Europa neu zu erfinden und Wissen sowie Offenheit als Kernwerte zu stärken, um Stärke und Verantwortung zu sichern.
Im Schlussabschnitt kehrt er ins hier und jetzt zurück: Ein Biergarten im Voralpenland markiert das Ende des Tagträums. Er fühlt den Mut, diese Vision im Übersee Club zu teilen, um einen Aufbruch zu beschleunigen. Die zentrale Botschaft lautet: Es gibt keinen Grund, warum sich eine ähnliche positive Entwicklung nicht realisieren ließe.
Quelle: https://www.mpg.de/26318278/20260326-die-neue-welt-der-wissenschaft.pdf
Wissenschaftsrat präsentiert Perspektiven für die Wissenschaft bis 2040
Der Wissenschaftsstandort Deutschland ist mit neuen Rahmenbedingungen konfrontiert. Der Wissenschaftsrat hat sein Zielbild für 2040 präsentiert.
Deutschland soll weltweit sichtbar und wettbewerbsfähig als Wissenschaftsstandort bleiben und ein Modell für freie, starke Wissenschaft sein. Kernziele sind Spitzenforschung, hochwertige Bildungsangebote und große gesellschaftliche Wirksamkeit.
Der Wissenschaftsstandort steht vor geopolitischen Unsicherheiten, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen, internationaler Konkurrenz sowie technologischen Umbrüchen.
Der Wissenschaftsrat präsentiert eine Agenda mit zehn Handlungsfeldern und konkreten Empfehlungen für Politik und Wissenschaft, um das Zielbild bis 2040 zu erreichen.
Kontext: Die Handlungsfelder wurden in der WR-Wintersitzung erarbeitet und heute auf Pressekonferenzen vorgestellt.
Quelle: https://www.wissenschaftsrat.de/download/2026/3014-26.pdf?__blob=publicationFile&v=11
Hochschulstrategie 2040
Wozu brauchen wir Hochschulen 2040?
Die Hochschulen spielen bis 2040 eine zentrale Rolle, um die großen Zukunftsfragen wie Künstliche Intelligenz, Demokratie, gesellschaftlichen Zusammenhalt und Klimaschutz aktiv zu adressieren. Sie sollen Orte des Wissens, des kritischen Denkens und der gemeinsamen Lösungsentwicklung bleiben, an denen Wissen offen zugänglich ist und demokratische Zukunft gestaltet wird. Um dies zu sichern, startet das Bundesministerium Frauen, Wissenschaft und Forschung einen umfassenden Nachdenk- und Diskussionsprozess zur Hochschulstrategie 2040 mit breiter Einbindung aller relevanten Akteure, darunter Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Wirtschaft, Arbeitnehmervertretungen, Studierendenvertretungen und weitere Stakeholder. Ab 2026 werden acht Themenschwerpunkte entwickelt, in Arbeitsgruppen mit je einem Dreierteam aus BMFWF-Vertreter:in, Hochschul-Forschende:r und Hochschul-Praktiker:in, unterstützt von 12 Mitgliedern pro Gruppe (einschließlich Vertreter:innen aller vier Hochschulsektoren, ÖH und internationale Expert:innen). Grundlage bildet vorhandenes Datenmaterial sowie die aktuelle Systemanalyse der FORWIT bis März 2026. Ziel ist eine gemeinsam getragene Vision und Strategie für die Hochschulen bis 2040 und darüber hinaus.
Quelle: https://www.bmfwf.gv.at/wissenschaft/hochschulstrategie-2040.html
Stifterverband
Save the date: Gipfel für Forschung und Innovation am 25. Juni 2026
Der Gipfel für Forschung und Innovation findet am 25. Juni 2026 im Berliner Allianz Forum statt. Das diesjährige Motto lautet: „Mehr wagen. Schneller werden. Wie Deutschland und Europa technologisch vorangehen“. Veranstaltet wird der Gipfel von Stifterverband, der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, der EFI (Expertenkommission Forschung und Innovation) sowie der VolkswagenStiftung.
Quelle: https://www.stifterverband.org/pressemitteilungen/2026_04_01_gipfel_fuer_forschung_und_innovation
Die trügerische Sehnsucht nach dem "Kern" der Wissenschaft
Die Kritik an zu viel Normativität und gesellschaftlichem Engagement in der Wissenschaft ist doppelt falsch. Sie schwächt die Qualität der Forschung – und nützt denen, die Wissenschaft politisch begrenzen wollen.
Der Essay im Blog von Dr. Jan-Martin Wiarda kritisiert eine zunehmende normative Debatte in der Wissenschaft, die Diversität, Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Werte als Belastungen für den Kern der Forschung sieht. Befürworter eines „Elfenbeinturms“ oder einer Reduktion von Politik in der Wissenschaft würden damit lediglich die politische Verengung verstärken und sich vor dem veränderten Zeitgeist drücken. Der Autor verweist darauf, dass empirische Daten keine Verschlechterung der wissenschaftlichen Leistung in Deutschland zeigen; vielmehr bleibe der Output stabil, während bisherige Schwächen wie geringe gesellschaftliche Wirkung, Transfer und Chancengleichheit bestehen bleiben. Wiarda argumentiert, dass Wissenschaft immer im gesellschaftlichen Kontext stand und politisiert war, weshalb ein isoliertes „Entpolitisieren“ falsch sei. Stattdessen fordert er eine verteidigende, ehrliche Debatte über Organisation, Finanzierung und Strukturen, um Diversität, Transfer und gesellschaftlichen Impact besser zu verankern. Konkrete Schritte umfassen bessere Grundfinanzierung, weniger bürokratische Überfrachtung, strategische Führung, und institutionelle Maßnahmen, die Wert von Diversität, Transfer und gesellschaftlichem Nutzen sichtbar machen. Verschiedene Gremien arbeiten bereits an der Resilienz der Wissenschaft; jetzt sei es wichtig, eine Wissenschaft zu fördern, die ihre gesellschaftliche Rolle kennt und konstruktiv mit geopolitischen, rechtspopulistischen Spannungen umgeht.
Quelle: https://www.jmwiarda.de/blog/2026/04/10/die-truegerische-sehnsucht-nach-dem-kern-der-wissenschaft



















