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Präsentationen, Informationen und cloud-basierte Infrastrukturen

news

Ralf Bohlsen

Neues aus der Forschung

Präsentationen, Informationen und cloud-basierte Infrastrukturen

23.07.2014 - 30.07.2014

In dieser Rubrik fassen wir in loser Folge interessante Pressemeldungen aus der Forschung und Wissenschaftseinrichtungen zusammen. Ebenso berücksichtigen wir ausgewählte Veranstaltungshinweise. Wir verlinken für Sie die jeweilige Meldung. Ihre Redaktion.

Bild: Rainer Sturm/pixelio www.pixelio.de

Präsentationen gemeinsam erstellen

Wer sein Wissen weitergeben will, wirft es heutzutage als Präsentation per Beamer an die Wand. Wer Präsentationen vorbereitet, weiß, wie viel Zeit das kostet. Bis Gedanken in kurze Worte gefasst und Grafiken ansprechend bearbeitet sind, vergehen oft Tage. Das Problem: Jeder Redner baut sich seine eigene Version, obwohl es zu vielen Themen bereits gute Folien gibt. Das ist eine enorme Zeitverschwendung.

Internet-Plattform SlideWiki
Um wertvolle Zeit zu sparen, entwickelten Forscher vom Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS in Sankt Augustin gemeinsam mit den Universitäten Bonn und Leipzig eine offene Internet-Plattform, auf der Interessierte Präsentationen gemeinsam erstellen und übersetzen können.

Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS, Sankt Augustin
www.iais.fraunhofer.de

Informationen mit Licht verarbeiten

Information nicht nur mit Licht zu übertragen, sondern auch zu verarbeiten, brächte viele Vorteile: Computer könnten mit Lichtsignalen nicht nur schneller rechnen, sie würden auch weniger Abwärme entwickeln. Darüber hinaus lassen sich Nachrichten mit Signalen aus einzelnen Lichtteilchen (Photonen) abhörsicher verschlüsseln. Damit die rein optische Informationsverarbeitung diese Vorteile künftig einmal ausspielen kann, leistet ein Team um Gerhard Rempe, Direktor des Max-Planck-Instituts für Quantenoptik in Garching, nun einen Beitrag – und zwar für die Entwicklung eines rein optischen Transistors, der Licht ähnlich steuert wie ein herkömmlicher Transistor elektrischen Strom. Die Garchinger Physiker haben zeitgleich mit Forschern der Universität Stuttgart weltweit erstmals einen optischen Ein-Photonen-Transistors realisiert, der die Verstärkung eines Eingangssignals bewirkt. Den Max-Planck-Forschern ist es gelungen, mit einem einzelnen Photon als Eingangssignal die Intensität eines zweiten Lichtpulses um 20 Photonen zu schwächen. In der Informationsverarbeitung entspricht diese Abschwächung der Verstärkung des Eingangssignals, nämlich um den Faktor 20.

Max-Planck-Institut für Quantenoptik, Garching
http://www.mpg.de/8325258/optischer_transistor

Effektives Identitätsmanagement in der Cloud

Viele Köche verderben den Brei, heißt es. Das gilt in der Produktion längst nicht mehr. Meist sind eine ganze Reihe von Partnerunternehmen und Zulieferern an der Entwicklung eines Produkts beteiligt. Damit die unterschiedlichen Akteure ohne Zeitverluste effektiv zusammenarbeiten können, benötigt man eine gemeinsame Plattform – cloud-basierte Infrastrukturen eröffnen hier vielversprechende Möglichkeiten. Dabei muss allerdings sichergestellt sein, dass nur autorisierte Personen Zugriff auf die Daten haben. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO in Stuttgart arbeiten im vom BMWi geförderten Projekt „SkIDentity“ mit mehreren Kooperationspartnern daran, bereits vorhandene Verfahren zur Authentifizierung in die Cloud-Computing-Infrastrukturen zu integrieren und auf diese Weise das Identitätsmanagement erheblich zu erleichtern. Wie das in der Praxis aussehen könnte, zeigen die Stuttgarter Forscher anhand einer Technologiedemonstration für die Automobilindustrie. Ingenieure der fiktiven Automobilunternehmen und -zulieferer können sich dort mit unterschiedlichen Chipkarten wie Unternehmensausweisen und dem neuen Personalausweis anmelden, um mit unterschiedlichen Berechtigungen im Cloud-Workspace zu arbeiten. Unternehmen müssen dann in Zukunft keine eigenen Karten oder Passwortgeneratoren mehr an Partner oder Zulieferer ausgeben und sparen sich dadurch Verwaltungsaufwand und Kosten.

Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, Stuttgart
www.iao.fraunhofer.de

Bild: Rainer Sturm/pixelio www.pixelio.de