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Patente, KI und gute Beschäftigungsbedingungen in der Wissenschaft

news

Ralf Bohlsen

Stiftungen

Patente, KI und gute Beschäftigungsbedingungen in der Wissenschaft

Eine Auswahl aktueller Pressemitteilungen der Stiftungen

Gern verweisen wir auf interessante Pressemitteilungen der Stiftungen in Deutschland (KI-generiert). Wir verlinken für Sie auf die Originalmeldungen und wünschen eine informative Lektüre.

 

Foto: Rainer Sturm www.pixelio.de

Bertelsmann Stiftung: Deutschland weltweit führend bei Technologien für die Kreislaufwirtschaft – Ostasien holt schnell auf
Deutschland führt weltweit bei Technologien der Kreislaufwirtschaft (Circular Economy) – sowohl bei der absoluten Anzahl Patente (hinter den USA, aber wirtschaftlich relevantere Patente liegen vorn) als auch bei der Patentqualität (hohe Zitierungsraten). Von 2010 bis 2024 wurden weltweit rund 62.000 Patente angemeldet; Deutschland entfiel darauf etwa 10.700 Patente (ca. 17 %), die USA ca. 14.000, Japan ca. 8.600. China, Südkorea und Japan holen jedoch stark auf und zeigen eine höhere Innovationsdynamik als Deutschland. Deutschland liegt bei Zitierungen vorne: Deutsche Patente wurden in den letzten 15 Jahren rund 15.000-mal zitiert, gefolgt von Japan (9.900). Südkorea und China liegen deutlich dahinter. Fazit: Die Kreislaufwirtschaft ist entscheidend für Resilienz, Wettbewerbsfähigkeit und ökologische Transformation; es besteht dringender Handlungsbedarf, die Bundesregierung soll rasch einen verlässlichen gesetzlichen und finanziellen Rahmen schaffen (z. B. via Aktionsprogramm der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie), um neue Innovationsimpulse zu ermöglichen.
Quelle: https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2026/deutschland-weltweit-fuehrend-bei-technologien-fuer-die-kreislaufwirtschaft-ostasien-holt-schnell-auf

Carl-Zeiss-Stiftung: Den Start in die Forschung fördern: 1,9 Millionen für acht Forschungsprojekte
Die Carl-Zeiss-Stiftung fördert acht neuberufene Professor:innen an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften mit insgesamt bis zu 1,9 Millionen Euro über zwei Jahre, um den Start ihrer Forschung zu unterstützen. Förderorte sind die Hochschulen in Erfurt, Aalen, Karlsruhe, Bingen, Koblenz und Kaiserlautern (Rheinland-Pfalz), sowie Baden-Württemberg.
In Thüringen werden an der Fachhochschule Erfurt zwei Projekte gefördert. Prof. Dr. Göran Spangenberg erforscht die standortsspezifische Trockenheitstoleranz der Weiß-Tanne durch hochaufgelöste Stammdickenmessungen. Prof. Dr. Tamas Harczos forscht im Bereich Audio- und Sensorverarbeitung. Dabei steht die Entwicklung einer Ultra-Low-Power Plattform für die Verarbeitung von Audio- und Sensordaten im Fokus.
In Rheinland-Pfalz entwickelt Prof. Andre Deppermann an der Technischen Hochschule Bingen einen integrierten Analyserahmen, um regionale Risiken der Grünlandaufgabe unter veränderten Trends in der Tierhaltung zu identifizieren. An der Hochschule Koblenz forscht Prof. Dr. Wied Pakusa im Fachbereich Mathematik, Informatik und Technik an neuen KI-basierten Verfahren zur Konformitätsprüfung von Prozessen. Prof. Dr. Katrin Ochsenreither erforscht an der Hochschule Kaiserslautern, wie anaerobe Pilze – eine bislang wenig bekannte Gruppe von Mikroorganismen aus dem Darm von Pflanzenfressern – zur nachhaltigen Produktion von grünem Wasserstoff eingesetzt werden können.
In Baden-Württemberg erforscht Prof. Dr. Karim Zantout Szenarien für extreme Klimafolgen, wie Dürren, Fluten und tropische Wirbelstürme. An der Hochschule Aalen werden ebenfalls zwei Projekte gefördert. Prof. Dr. Anne Stumper forscht an einem neuartigen Diagnostik-Ansatz zur eigenständigen Kontrolle von Körperflüssigkeiten nach einer Erstbehandlung von beispielsweise Leukämien. Prof. Dr. Christina Schwarz untersucht die realitätsnahe Simulation und präzise Bewertung neuartiger ophthalmischer Korrekturlösungen.
Quelle: https://www.carl-zeiss-stiftung.de/service/aktuelles/news-detail/den-start-in-die-forschung-foerdern-19-millionen-fuer-acht-forschungsprojekte

Hans-Böckler-Stiftung: Studie untersucht Einstellungen zum lebenslangen Lernen: Viele Menschen sind an Weiterbildung interessiert – werden über Förderungen aber nicht gut informiert
Lebenslanges Lernen wird immer wichtiger, wenn sich die Arbeitswelt rapide wandelt. Viele Menschen wissen jedoch nicht, welche Förderungen es gibt; rund zwei Drittel kennen die Bildungszeitgesetze der Länder nicht. Das ergibt eine neue von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Studie von Erziehungswissenschaftler:innen der Justus-Liebig-Universität (JLU) Gießen.
14 von 16 Bundesländern haben Bildungszeitgesetze, aber viele wissen nichts davon. Trotzdem beanspruchen jährlich ca. 500.000 Menschen ihr Recht auf Bildungszeit. Höheres Interesse an Weiterbildung besteht bei Älteren und Menschen mit Migrationshintergrund; insgesamt überwiegend positive Einstellung zu Weiterbildungen. Mehr Werbung und konkrete Informationen sind nötig. Persönlicher Kontakt, Bildungsberatung und Präsenz in verschiedenen Milieus sind wichtig, nicht nur Online-Plattformen. Finanzielle Verantwortung liegt überwiegend beim Arbeitgeber oder Staat. Erwerbstätige Frauen nehmen häufiger an individuell-berufsbezogenen Weiterbildungen teil, finanzieren diese aber oft selbst. Sie wünschen sich mehr staatliche Unterstützung sowie mehr Information und Beratung.
Staatliche und betriebliche Unterstützung sind gefragt. Klärung, wer Weiterbildungskosten tragen soll, und größere Accessibiliy von Informationen und Beratung sind notwendig.
Quelle: https://www.boeckler.de/de/pressemitteilungen-2675-viele-menschen-sind-an-weiterbildung-interessiert-74433.htm

Robert Bosch Stiftung GmbH: Zwischen Chancen und Risiken – Robert Bosch Stiftung macht Künstliche Intelligenz zum Jahresschwerpunkt
Die Robert Bosch Stiftung fördert gemeinwohlorientierte Nutzung digitaler Technologien, darunter Künstliche Intelligenz (KI), mit rund 17 Millionen Euro. Ziel ist eine transparente, nachhaltige und menschenwürdeorientierte Entwicklung, die KI für alle nutzbar macht.
Technologischer Fortschritt soll dem Wohl der Menschen dienen. Die Stiftung gestaltet den Diskurs zu Chancen und Risiken von KI aktiv mit und arbeitet mit Zivilgesellschaft, Tech-Branche und Verwaltung an verantwortungsvollen Antworten auf die digitale Transformation.
Künstliche Intelligenz (KI) bietet enorme Chancen für die Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen, birgt aber auch Risiken für Zusammenhalt und Teilhabe. Die Robert Bosch Stiftung stellt deshalb in diesem Jahr die gemeinwohlorientierte Nutzung von digitalen Technologien wie KI ins Zentrum ihrer Arbeit.
„Technologischer Fortschritt muss dem Wohl der Menschen dienen – diese Überzeugung unseres Stifters Robert Bosch leitet uns auch heute", sagt Dr. Bernhard Straub, Geschäftsführer der Robert Bosch Stiftung. „Als lernende Organisation gestalten wir den Diskurs über Chancen und Risiken Künstlicher Intelligenz aktiv mit. Gemeinsam mit Partner:innen aus Zivilgesellschaft, Tech-Branche und Verwaltung arbeiten wir an verantwortungsbewussten Antworten auf die gesellschaftlichen Herausforderungen der digitalen Transformation."
Quelle: https://www.bosch-stiftung.de/de/presse/2026/02/zwischen-chancen-und-risiken-robert-bosch-stiftung-macht-kuenstliche-intelligenz-zum

Siemens Stiftung: Generative KI im Unterricht: Wie offene Bildungspraktiken Lernen lokal gestalten
Ein gemeinsames Projekt der Siemens Stiftung und der Universidad de Antioquia (Kolumbien) zeigt, wie offene Bildungspraktiken Lehrerinnen und Lehrer dabei unterstützen, generative KI sinnvoll in den Unterricht zu integrieren. Im Fokus standen Open Educational Resources (OER) und Open Educational Practices (OEP), die Lehrkräfte gemeinsam entwickeln, anpassen und weitergeben. In Workshops wurden OER zum Thema generative KI weiterentwickelt, und lokal passten Teams Materialien an ihre Unterrichtssituationen an, unterstützt durch Mentoring und einen KI-Chatbot, der den Entwicklungsprozess begleitete. Die Ergebnisse betonten die Bedeutung kontextbezogener Anpassungen: In einer ländlichen Schule Antioquia, mit begrenzter Geräte- und Internet-Infrastruktur, entstanden kreative Low-Tech-Methoden zur Vermittlung von KI-Konzepten, sodass grundlegende Funktionsweisen von Algorithmen ohne digitale Infrastruktur verständlich wurden. Das Projekt zeigt, dass für innovative Bildung nicht nur Technologie entscheidend ist, sondern vor allem kollaborative Pädagogik und gemeinsames Lernen. Materialien werden gemeinsam entwickelt, erprobt und lokal angepasst, um Relevanz und Nachhaltigkeit sicherzustellen.
Quelle: https://www.siemens-stiftung.org/medien/aktuelles/generative-ki-im-unterricht-wie-offene-bildungspraktiken-lernen-lokal-gestalten/

Stiftung Deutsches Elektronen-Synchrotron DESY: DESYs Zukunftsprojekt PETRA IV überzeugt den Wissenschaftsrat: bestes Vorzeichen für eine politische Entscheidung
PETRA IV von DESY wurde im nationalen Priorisierungsverfahren als zentrale Forschungsinfrastruktur anerkannt. Der Wissenschaftsrat bewertet PETRA IV als wissenschaftlich hoch relevant, international herausragend und strategisch bedeutend für Deutschland und Europa. Das Gutachten dient als Entscheidungsgrundlage für das Bundesministerium für Forschung, Bildung und Raumfahrt (BMFTR) bei der Finanzierung.
PETRA IV ist eine Röntgenlichtquelle der vierten Generation. Sie bietet weltweit einzigartige Möglichkeiten, Vorgänge im Nano-Bereich zu analysieren. Vorteile gegenüber PETRA III: ca. 500-mal detailreichere 3D-Strukturbilder und eine zusätzliche Dimension der Zeit, wodurch Dynamik in Materialien, Biologie und Chemie bis auf Molekülniveau sichtbar wird – sogar „live“ filmbar.
Quelle: https://desy.de/desy_aktuell/2026/wissenschaftsrat_piv/index_ger.html

VolkswagenStiftung: "Wir wollen Impulse für gute Beschäftigungsbedingungen in der Wissenschaft geben."
Die VolkswagenStiftung dreht an einer wichtigen Stellschraube für bessere Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft: ab April gibt es eine neue Vorgabe für den Stellenumfang von Doktorand:innenstellen in beantragten Projekten. Künftig sollen Vollzeitstellen für Doktorand:innen in Deutschland zur Norm werden. In einem Interview erläutert Henrike Hartmann, Leiterin des Geschäftsfeldes Förderung, die neue Regelung. Die Stiftung setzt mit der Normierung auf Vollbeschäftigung ein klares Signal für bessere Beschäftigungsbedingungen und will langfristig strukturelle Verbesserungen in der Wissenschaft fördern.
Quelle: https://www.volkswagenstiftung.de/de/news/interview/wir-wollen-impulse-fuer-gute-beschaeftigungsbedingungen-der-wissenschaft-geben