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Neues Förderinstrument „Nexus“ +++ KI-Chip-Design aus Heilbronn +++ Berufung von Wissenschaftlerinnen +++ Unregelmäßigkeiten im All und auf der Erde +++ Belastung durch Mikro- und Nanoplastik in urbaner Luft

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Ralf Bohlsen

Aktuelle Pressemitteilungen

Neues Förderinstrument „Nexus“ +++ KI-Chip-Design aus Heilbronn +++ Berufung von Wissenschaftlerinnen +++ Unregelmäßigkeiten im All und auf der Erde +++ Belastung durch Mikro- und Nanoplastik in urbaner Luft

09.03. - 13.03.2026

Kurz vor dem Wochenende werfen wir noch einen Blick auf interessante Pressemitteilungen aus den Forschungsgemeinschaften (KI-generiert). Wir verlinken für Sie auf die Originalmeldungen. Die Redaktion wünscht allen Leserrinnen und Lesern ein schönes Wochenende.

Foto: Günther Gumhold www.pixelio.de

DFG, HRK und WR schlagen neues Förderinstrument „Nexus“ für Exzellenznetzwerke der Forschung auf EU-Ebene vor
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und der Wissenschaftsrat (WR) schlagen mit Nexus ein neues EU-Förderinstrument vor, das verteilte Exzellenz in Europa stärker vernetzt: Netzwerke aus mindestens drei Hochschulen oder Einrichtungen unterschiedlicher Länder arbeiten an einer gemeinsamen, strategisch bedeutsamen Thematik. Vorgaben sind wissenschaftsgeleiteter Auswahlprozess, Exzellenz, Offenheit für alle Disziplinen und Verankerung in den Strategien der beteiligten Institute; der European Research Council (ERC) soll als idealer Ort zur Umsetzung dienen, Nexus soll ergänzend zu bestehenden Instrumenten funktionieren. Finanzieren würden Nexus-Netzwerke jeweils rund 20 Millionen Euro pro Jahr über sieben Jahre; in einer Pilotphase könnten 20 Netzwerke gefördert werden, vorausgesetzt, im Rahmen von FP10 stehen zusätzlich 2,8 Milliarden Euro (2028–2034) zur Verfügung. Nach der Pilotphase erfolgt eine Evaluation zu Fortführung oder Anpassung. Ziel ist es, Europas Spitzenforschung besser zu vernetzen, Fragmentierung zu reduzieren, die Resilienz der europäischen Forschungslandschaft zu stärken und Europas Sichtbarkeit im globalen Wettbewerb zu erhöhen.
Quelle: https://www.dfg.de/de/aktuelles/neuigkeiten-themen/pressemitteilungen/2026/pressemitteilung-nr-03

KI-Chip-Design aus Heilbronn
Das Fraunhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik IAF und das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS errichten ab 2026 in Heilbronn das Forschungs- und Innovationszentrum FIZ Chip AI, gefördert von der Dieter Schwarz Stiftung, um KI-Chip-Design voranzutreiben. Ziel ist eine starke europäische Kompetenz in „KI-Chip Made in Germany“ durch hochleistungsfähige CMOS-Chips, KI-unterstützten Entwurfsprozesse, IP-Schutz, Verifizierung und Zertifizierung. Schwerpunkt ist der Einsatz neuromorpher Hardware (Spiking Neural Networks) für Edge-KI-Anwendungen, verbunden mit einer engen Vernetzung innerhalb des IPAI (Innovationsplattform für angewandte KI) und mit weiteren Fraunhofer-Aktivitäten außerhalb Baden-Württembergs, um die gesamte Halbleiter-Wertschöpfungskette abzudecken.
Quelle: https://www.fraunhofer.de/de/presse/presseinformationen/2026/maerz-2026/fraunhofer-hnfiz-erweitert-leistungsangebot.html

Positiver Trend bei der Berufung von Wissenschaftlerinnen hält an
Die Max-Planck-Gesellschaft verzeichnet einen positiven Trend bei der Frauenförderung: Bis 2030 soll der Anteil von Wissenschaftlerinnen in Führungspositionen jährlich um ein Prozentpunkt steigen, und es soll an allen Instituten mindestens eine Direktorin geben. 2025 wurden die Ziele deutlich übertroffen: W3-Direktorinnen erreichten 26,1 % (Ziel 22,8 %), unabhängige Forschungsgruppenleiterinnen 43,7 % (Ziel 41,3 %). Ende 2025 hatten 68 % der Institute mindestens eine Direktorin, und von neun neu Berufenen waren vier Frauen (44,4 % Besetzungsquote). Auf W2/W3-Ebene liegt der Frauenanteil bei 36 % und damit führend unter den deutschen außeruniversitären Forschungsorganisationen; bei Gruppenleitungen (W2) 23,9 % (Ziel 27,1 %). Nachwuchswissenschaftlerinnen bleiben stabil (Doktorandinnen 43,1 %, Postdoktorandinnen 36,6 %). Das Lise-Meitner-Exzellenzprogramm (LME) förderte über 40 exzellente Wissenschaftlerinnen, aus deren Reihen bereits zwei Direktorinnen und sieben unabhängige Forschungsgruppenleiterinnen hervorgegangen sind.
Quelle: https://www.mpg.de/26232963/berufung-von-wissenschaftlerinnen-2025?c=2191

Neue Algorithmen erklären Unregelmäßigkeiten im All und auf der Erde
Neue Algorithmen erklären Unregelmäßigkeiten im All und auf der Erde ermöglichen Anomaliedetektion: Sensoren überwachen Systeme wie Strom- und Schienennetze sowie Satelliten und erfassen Daten zu Position, Batterieladung oder Temperatur. Ziel ist nicht nur zu erkennen, dass eine Abweichung vorliegt, sondern auch die Ursache – die Wurzel des Problems – aufzudecken. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelt im Projekt CausalAnomalies Softwareprototypen, die in sechs Anwendungsfeldern auf Erde, in der Luft und im All eingesetzt werden sollen. Dabei kommt kausale Inferenz zum Einsatz: Sie hilft zu verstehen, wie Messwerte zusammenhängen und welche Ursache tatsächlich eine Anomalie auslöst. Mit Hilfe von Machine Learning lernen Algorithmen das normale Verhalten der Datenströme und identifizieren frühzeitig Abweichungen sowie deren Ursprung. Beispiele zeigen, dass bei Satelliten die Ursache eines Ladeausfalls aus defektem Solarkollektor, Instrumentenfehler oder Sonnenlichtmangel resultieren kann, während bei Bahninfrastruktur etwa eine Weiche oder ihre Komponenten der Auslöser sein könnten. Ziel ist es, idealerweise präventiv zu handeln, bevor Störungen den Betrieb beeinträchtigen, wodurch Systeme widerstandsfähiger werden. Aktuell wird eine digitale Toolbox innerhalb des DLR entwickelt, die angepasste Algorithmen für Anwendungen auf Erde, in der Luft und im Weltraum enthält. Langfristig könnten die Programme auch im Wissensaustausch mit Stakeholdern oder der Wirtschaft genutzt werden.
Quelle: https://www.dlr.de/de/aktuelles/nachrichten/neue-algorithmen-erklaeren-unregelmaessigkeiten-im-all-und-auf-der-erde

Autos belasten die Luft auch durch Reifenabrieb. Wie viel Plastik wir täglich dadurch einatmen, zeigt eine neue Studie
Eine aktuelle Studie des Leibniz-Instituts für Troposphärenforschung (Tropos) aus Leipzig zeigt erstmals polymeraufgelöste Feinstaub-Partikel in der Luft Deutschlands und liefert damit neue Einblicke in die Belastung durch Mikro- und Nanoplastik in urbaner Luft. Demnach machen Plastikteile etwa 4 Prozent der Feinstaubmasse aus, wobei rund zwei Drittel dieses Plastiks auf Reifenabrieb zurückgehen. Hochgerechnet würden Menschen in einer Stadt wie Leipzig rund 2,1 Mikrogramm Plastik-Feinstaub pro Tag einatmen. Diese Belastung könnte das relative Risiko von Todesfällen durch Herz-Kreislauferkrankungen um etwa 9 Prozent und durch Lungenkrebs um rund 13 Prozent erhöhen, basierend auf epidemiologischen Modellen. Die Forscher betonen die Notwendigkeit globaler Maßnahmen gegen Plastikverschmutzung sowie lokaler Untersuchungen von Luftqualität und Gesundheit. Gegenwärtig gibt es weder von der Weltgesundheitsbehörde WHO noch von der Europäischen Union verbindliche Grenzwerte oder Empfehlungen speziell für Plastik in der Luft. In der Leipziger Probe zeigen sich zudem Unterschiede in der Polymerzusammensetzung: Reifenabrieb dominiert mit etwa 65 Prozent, gefolgt von PVC, PE und PET. Nanoplastik kann tiefer in die Atemwege eindringen und dort oxidativen Stress, Entzündungen sowie den Transport schädlicher Begleitstoffe verursachen. Die Studie unterstreicht die Bedeutung weiterer Langzeituntersuchungen, mehr Standorte und längerer Probenahmen, um zeitliche und räumliche Variationen zu verstehen, und ruft dazu auf, Mikro- und Nanoplastik stärker zu überwachen und Regulierungsvorgaben zu entwickeln.
Quelle: https://www.leibniz-gemeinschaft.de/ueber-uns/neues/forschungsnachrichten/forschungsnachrichten-single/newsdetails/plastik-in-der-stadtluft