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Bundeswissenschaftswoche

Wichtige Termine der Forschungs- und Hochschulpolitik in Deutschland – Ein Service von lemmens online

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Narrative der Wissenschaft überdenken

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Aktuelle Diskussion

PERSPEKTIVEN IM VORFELD DER BUNDESTAGSWAHL 2017

Narrative der Wissenschaft überdenken

Dr. Markus Lemmens, Unternehmer und Repräsentant einer Gruppe europäischer Universitäten in Nordamerika, New York

In diesem Jahr findet aus deutscher Sicht kein internationales Fußballfest statt. Diese Pause erlaubt, wieder ein passendes Bild aus den zahlreichen Redewendungen vom Platz zu borgen: Spieler und Trainer haben (fast) alles richtig gemacht. Und dennoch muss im nächsten Spiel einiges anders laufen.

Foto: Markus Lemmens

Die deutsche Wissenschaft und Forschung steht zum Ende dieser Legislaturperiode gut da. Die seit über einer Dekade kontinuierlich und verlässlich steigenden Mittel haben Wirkung gezeigt. Im Parallelschwung von Geld und strukturellen Reformen ist seit der Einigung Deutschlands ein national sehr leistungsfähiges und international beachtetes System entstanden. Der Motor Exportwirtschaft und auch der für deutsche Verhältnisse ungewöhnlich robuste Konsum der Verbraucher schaffen seit mehreren Jahren, gepaart mit einer hohen Beschäftigungsrate, die Grundlagen für volle Forschungs- Kassen. Selbstbewusste aber taktvolle Wissenschaftsmanager haben wirkungsvoll Lobby betrieben in Berlin, den Landeshauptstädten und Brüssel.

Während andere Forschungsnationen – allen voran die Vereinigten Staaten von Amerika – aus der Finanzkrise 2008 immer noch Bürgschaften einzulösen haben und das Land erst zu 2017 die Forschungsausgaben wieder annähernd auf das Niveau ante Crash bringen wird, festigt Deutschland den Korridor der Drei-Prozent-Marke. Vom Bruttosozialprodukt wird dieses Geld anteilig für Forschung und Entwicklung aufgewendet. Auf welche Herausforderungen trifft aber der neue Bundestag ab Herbst 2017? In welchen neuen Krisen-, Risiko- und Vorsorge-Szenarien müssen die über mehrere Bundesministerien verteilten Aufgabenfelder Bildung, Wissenschaft, Forschung, Technologie und Innovation ihre Gelder verteidigen und möglichst noch vermehren?

Drei Fragen sollten reflektiert werden: Reicht die Kommunikation gegenüber Entscheidern aus? Ist im internationalen Wettbewerb eine inhaltliche Erweiterung von wissenschaftlichen Stellen und Projektfeldern um Risikoanteile geboten? Werden ausreichend visionäre Narrative für die Forschung 2030 entwickelt?

Fazit
Unbestritten ist, dass die Wissenschaftskommunikation während der vergangenen 15 Jahre professionalisiert wurde. Vielfältige Zielgruppen werden heute angesprochen. Mit Citizen Science ist in Deutschland der Dialog zwischen Forschung und Gesellschaft bereichert worden. Benötigen aber politische und wirtschaftliche Entscheidungsträger nicht eine noch gezieltere und technisch mögliche neue Form der Ansprache? Die aus individuellem Blickwinkel häufig wenigen Entscheider in Politik, Unternehmen und gesellschaftlichen Organisationen, die für das eigene Wohl zum Beispiel eines Institutes relevant sind, müssen noch gezielter im Wettbewerb um zusätzliche Mittel und eine bessere Rückendeckung angesprochen werden. Online-Instrumente – zum Beispiel algorithmische Verknüpfungen von politisch-wirtschaftlichen Bedarfen und wissenschaftlichen Leistungen und Angeboten – kämen hier zum Einsatz. Ergänzt mit einem Forschungsmarketing, das auch das „Klinkenputzen bei Adressaten und Kunden“ umfasst – einer immer noch weithin ungeliebten Praxis in der deutschen Wissenschaft –, wäre dann eine zeitgemäße Kombination von On- und Offline-Instrumenten möglich.

Den ausführlichen Kommentar und Beiträge zum Schwerpunkt „Perspektiven 2017+" lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von WISSENSCHAFTSMANAGEMENT.