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Kluge Köpfe braucht das Land

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PERSPEKTIVEN IM VORFELD DER BUNDESTAGSWAHL 2017

Kluge Köpfe braucht das Land

Prof. Dr. med. Dr. h. c. mult. Otmar D. Wiestler, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren e.V.

Die nächste Bundestagswahl im Herbst 2017 scheint noch in weiter Ferne zu liegen – auf den ersten Blick. Wer nach vorn schaut, sieht schnell: Es ist allerhöchste Zeit, mit der Politik über die Zeit danach in den Dialog zu treten.

Foto: Steffen Jänicke

Die Wissenschaftspolitik im Bund und in den Ländern steht vor großen Herausforderungen. Durch die neue Runde der Exzellenzstrategie, den Nachwuchspakt für Tenure-Track Stellen, das Programm „Innovative Hochschule“ sowie die Änderung des Artikels 91b GG sind bereits wichtige Schritte absolviert, um diese Herausforderungen anzugehen. Doch mit der nächsten Bundestagswahl steht auch die Frage an: Wie geht es weiter mit der Wissenschaftspolitik ab 2018? Welche Weichen müssen für diese Zeit heute schon gestellt, welche Herausforderungen ins Auge gefasst werden? Jetzt ist die Zeit, sich darüber Gedanken zu machen und diese an die Politik zu adressieren, wenn wir im internationalen Wettbewerb auch weiterhin zur Spitzengruppe gehören wollen.

Neben den zeitlich befristeten Programmen ist in den vergangenen Jahren auch institutionell von der öffentlichen Hand enorm in Wissenschaft und Forschung investiert worden. Dieser Aufwuchs soll und muss weitergehen. Er zeigt, dass die Bedeutung kontinuierlicher Förderung von Schulen, Hochschulen, beruflicher Bildung und Spitzenforschung in der Politik erkannt und anerkannt ist. Das kann ihr nicht hoch genug angerechnet werden. Die nächste Bundesregierung muss nun allerdings vor allem eines viel engagierter tun: Wir müssen die klügsten Köpfe dieser Welt nachhaltig für den Standort Deutschland begeistern. Dabei reicht es nicht, sie „nur“ nach Deutschland zu holen. Sie müssen zum Bleiben motiviert werden. Unser Wissenschaftssystem muss international noch nachdrücklicher zeigen, dass talentierte, engagierte, kreative Menschen bei uns die Bedingungen finden, um große Ideen zu entwickeln, zu diskutieren und gemeinsam mit anderen Spitzenwissenschaftlern zur vollen Blüte zu bringen. Vor allem auch für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler müssen Arbeitsbedingungen geschaffen werden, die die Kreativität der jungen Köpfe fördern, anstatt sie zu blockieren.

Fazit
Spitzenforschung lebt von einem lebendigen, kreativen Umfeld. Das zeigen die international führenden ausländischen Forschungsstandorte in eindrücklicher Weise. Eine auf Innovationen basierende Nation wie Deutschland kann auf Dauer nicht auf den Aufbau reger hochkompetitiver Spitzenstandorte verzichten. Auch das Grundgesetz bietet dazu neue Möglichkeiten. Mit dem novellierten Artikel 91b GG könnten Bund und Länder jetzt bei Forschung und Entwicklung in vielen Bereichen enger zusammenarbeiten. Bislang sind die Möglichkeiten hier noch weitgehend ungenutzt. Die Übernahme der milliardenschweren BAföG-Finanzierung durch den Bund und die Exzellenzstrategie sind erste Schritte. Weitere müssen folgen, um den Wohlstand unseres Landes durch Spitzenforschung, Kreativität und die Förderung brillanter Köpfe zu erhalten und auszubauen.

Foto: Steffen Jänicke

Den ausführlichen Kommentar und Beiträge zum Schwerpunkt „Perspektiven 2017+" lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von WISSENSCHAFTSMANAGEMENT.