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Mehr Regeln für den intelligenten Haushalt

news

Oleg Rudometkin

Neues aus der Wissenschaft

Mehr Regeln für den intelligenten Haushalt

Ruhr-Universität Bochum

In dieser Rubrik fassen wir in loser Folge interessante Pressemeldungen aus den Wissenschaftseinrichtungen zusammen. Ebenso berücksichtigen wir ausgewählte Veranstaltungshinweise. Wir verlinken für Sie die jeweilige Meldung. Ihre Redaktion Wissenschaftsmanagement.

Bild: www.pixabay.com

Mehr Regeln für den intelligenten Haushalt
Ruhr-Universität Bochum

Während ein Smartphone nur von einem Nutzer gesteuert werden kann, treffen im vernetzten Haushalt viele verschiedene Akteure aufeinander, die Smart-Home-Geräte teilweise sogar gleichzeitig steuern wollen. Wie die Zugriffskontrolle für internetverbundene Haushaltsgeräte bestenfalls aussehen müsste, haben Forscher der Ruhr-Universität Bochum gemeinsam mit Kollegen der University of Chicago und der University of Washington untersucht. Hierzu befragten sie in den USA 425 Nutzer von Smart-Home-Geräten nach ihren Wünschen und leiteten daraus Vorschläge für die Zugriffsverwaltung ab.

Im Rahmen ihrer Studie recherchierten die Forscher zunächst, welche Smart-Home-Geräte derzeit auf dem Markt sind, über welche Fähigkeiten diese verfügen und wie sich Zugriffsrechte darauf verwalten lassen. Für ihre Onlinebefragung gingen die Wissenschaftler von sechs potenziellen Nutzergruppen aus: Ehepartner, achtjährige Kinder, 16-jährige Teenager, Familienmitglieder auf Besuch, Babysitter und Nachbarn. Sie wählten außerdem 22 Fähigkeiten aus, die Smart-Home-Geräte besitzen können, z.B. Musik abspielen, online Einkäufe tätigen, Licht an- und ausschalten oder Türschlösser steuern. Für jede Fähigkeit fragten sie die Teilnehmer, ob die jeweilige Nutzergruppe darauf Zugriff haben sollte. Antworten konnten die Befragten mit: immer, manchmal oder nie.

Wenn ein Proband mit „Manchmal“ antwortete, dann musste er angeben, wovon es abhängen soll, ob die Person eine bestimmte Funktion nutzen können darf oder nicht. Aus diesen Antworten leiteten die Forscher wiederum eine Reihe von kontextbezogenen Faktoren ab, die die Zugriffsrechte beeinflussen, beispielsweise das Alter, die Orte, an denen sich die Person oder das Gerät gerade befinden, die Tatsache, ob die Person das Gerät schon früher genutzt hat, die Tageszeit und die mit der Nutzung verbundenen Kosten. Aus dem Datenpool der Befragung erstellten die Forscher für jede Nutzergruppe ein Profil der Fähigkeiten, die diese Gruppe standardmäßig nutzen können darf. Nach den Aussagen der Studienteilnehmer sollte der Ehepartner beispielsweise so gut wie alle Rechte haben, der Nachbar so gut wie keine. Für die anderen Nutzergruppen – wie Teenager, Familienbesuch und Babysitter – ergaben sich vier verschiedene Mischungen aus gewünschten und nicht gewünschten Fähigkeiten.

Zur Original-Pressemitteilung gelangen Sie hier

 

Bild: www.pixabay.com